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	<description>Blog - Linux - Lyrics - Novel</description>
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		<title>Bruder Tod</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 05:18:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[Bruder Tod
Im Schlafe küsst du meine Wünsche
Lässt schlummern Deine Krieger
Mit gezückten Kanonen
Im Anschlag
Am Tag
Niemals erscheint dein Geiste in Naturform
Doch jeder Traum, der schreiend untergeht
In schmachbefleckter Lava
Ist Dein Werk
Schenke mir
Bruder Tod noch einige qualvolle Jahre
Bevor du meine Kette brichst
Weil viele Träume ich noch zum
Leben erwecke
Bruder Tod
Zerstöre meine Nächte mit Deinen Monstern
Lass brüllend mich im Schweiße wälzen
Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bruder Tod<br />
Im Schlafe küsst du meine Wünsche<br />
Lässt schlummern Deine Krieger<br />
Mit gezückten Kanonen<br />
Im Anschlag</p>
<p>Am Tag<br />
Niemals erscheint dein Geiste in Naturform<br />
Doch jeder Traum, der schreiend untergeht<br />
In schmachbefleckter Lava<br />
Ist Dein Werk</p>
<p>Schenke mir<br />
Bruder Tod noch einige qualvolle Jahre<br />
Bevor du meine Kette brichst<br />
Weil viele Träume ich noch zum<br />
Leben erwecke</p>
<p>Bruder Tod<br />
Zerstöre meine Nächte mit Deinen Monstern<br />
Lass brüllend mich im Schweiße wälzen<br />
Die Sonne winkt mir lächelnd und beendet<br />
Deine Macht</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Roling Novel (22)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/09/29/roling-novel-22/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 05:15:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[Null
Null. Null ist eine Zahl. Zählt man null zu einer Zahl hinzu oder zieht man null von einer Zahl ab, so verändert sich diese Zahl nicht. Eine mit null multiplizierte Zahl ergibt null. Eine Zahl, die durch null dividiert wird, ergibt keinen Sinn. Null bleibt auch übrig, wenn man eine Zahl von sich selbst abzieht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Null</strong></p>
<p>Null. Null ist eine Zahl. Zählt man null zu einer Zahl hinzu oder zieht man null von einer Zahl ab, so verändert sich diese Zahl nicht. Eine mit null multiplizierte Zahl ergibt null. Eine Zahl, die durch null dividiert wird, ergibt keinen Sinn. Null bleibt auch übrig, wenn man eine Zahl von sich selbst abzieht. Die Null wird oft als etwas Negatives angesehen. Das ist nicht richtig. Die Null kann durchaus etwas Positives haben. Stellt man die Null hinter eine andere Zahl als wiederum die Null, so verzehnfacht sie ihren wert. Zwei Nullen verhundertfachen das Ergebnis. Undsoweiter. Dieses Prinzip ist nicht auf den Menschen übertragbar. Stellt man hinter einen Menschen, sagen wir, zwölf Nullen, so werten sie diesen nicht auf. Dasselbe gilt für Ideen.  </p>
<p><strong>Fünf Wochen später&#8230;</strong></p>
<p><em>Das Zimmer ist schlicht eingerichtet. Die Vorhänge sind Gelb und dreckig. Die Schranktüren haben Schrammen und Striemen und sind in einem stechenden Türkis gehalten, sodaß einem die Augen schmerzen, wenn man sie nur länger als eine halbe Minute betrachtet. Mein Schädel dröhnt immer noch, obwohl ich schon seit gut sechs Tagen wieder bei Besinnung bin. Die Schwestern hier sind nett. Nur eine, Schwester Hilde, ist richtig ekelhaft. Sie hat einfach kein Verständnis für mich. Sie denkt, ich sei ein Spinner. Die anderen sind nett. Alle. Sogar der Neurologe. Das Essen ist schlecht. Aber das ist immer so. Gerade eben ist Stefanie gegangen. Sie besucht mich jeden Tag. Andrew auch. Sie machen sich Sorgen um mich. Glaube ich. Sie tun jedenfalls so. Und das tut mir gut. Sie glauben mir auch, wenn ich ihnen erzähle. Oder sie sagen es, damit es mir besser geht. Stefanie hatte die Idee, ich solle alles aufschreiben, es würde mir bestimmt helfen. Aber wozu? Abgesehen von den körperlichen Schäden geht es mir gut. Wirklich. Außerdem erreichen mich nur Bruchstücke aus meinem Gedächtnis. Der Arzt sagt, das würde sich wieder geben. Er gab Steffi recht. Wenn ich mich damit befasse, wird es wieder zurückkommen. Das glaube ich nicht. Aber wenn ich nicht schreibe, bekomme ich Vorwürfe und das ist noch anstrengender als zu schreiben. Deshalb schreibe ich in dieses Buch. Steffi hat es extra für mich gekauft. Sie ist wirklich nett. Sie bringt mir auch immer Sachen, um mich aufzuheitern. Etwas zu Essen, ein Buch in Großdruck. Meine Augen machen nicht mehr mit, deshalb darf ich auch nur ein bis zwei Stunden pro Tag schreiben. Sonst strengt es die Augen zu sehr an. Ich sehe das anders. Ich muß mindestens eine Stunde schreiben. Dann ist Ruhe. Aber wo beginnen. Mein Kopf – er schmerzt. Nur wenn ich die Augen zusammenpresse, illustriert mein Gehirn einige Bruchstücke. Ich kriege sie nicht in die richtige Reihenfolge. Zumindest nur sehr langsam. Es strengt mich an. Aber ich muß! Morgen wollen sie etwas sehen. Ich muß an mir arbeiten. Ich versuche es.</em></p>
<p>Am Rasthof Baden-Baden tankte ich das letzte mal in Deutschland. Danach überquerte ich die Grenze, den Rhein bei Mühlhausen und war fortan in Frankreich. Ich hielt gleich danach und rauchte eine Zigarette. Es ging mir gut. Ich war glücklich. Ich schaute auf der Karte nach, wie es denn weiterginge. Lange konnte ich nicht mehr auf der Autobahn bleiben, ohne zahlen zu müssen. Die übernächste Ausfahrt mußte ich nehmen. Gut. Dann ist ja alles klar. Ich stieg in den Fiesta und zischte los.<br />
Ab Burnhaupt fuhr ich Landstraße. Es war eine schöne Landschaft. Wiesen, Felder und kleine Gehöfte zogen an mir vorbei. Außerorts durfte man höchstens 90 km/h fahren. manchmal 100 oder 110 km/h. Ich hielt mich an diese Geschwindigkeitsbeschränkungen so gut es eben ging. Das stellte sich schon alsbald als Fehler heraus. Anfangs überholten mich nur Pkws, was ja nicht weiter schlimm war. Ich hatte es nicht eilig. Als mich dann jedoch Lieferwägen und Kleinbusse hinter sich ließen, kam ich schon ins Grübeln. Nein, Geschwindigkeitsüberschreitungen werden in Frankreich in der Regel strenger geahndet, hatte ich in einem der Infoblätter gelesen. Also, bleib‘ ganz ruhig. Alles im Griff, dachte ich. Hast Du gedacht, ja?<br />
Hinter mir hupte es. Ein lautes, tiefes Hupen. Das, eines Lastwagens. Er setzte den Blinker und scherte aus. Plötzlich tauchte ein Siebentonner neben mir auf. ich schaute auf das Tachometer: 95 km/h. Der Lastwagen fuhr weiß Gott wie schnell. Auf der Landstraße. Auf einer Straße, die schlecht ausgebaut und befestigt ist, dazu schmal wie eine Jungfrau. Der Typ hat einen Knall. Dann, noch ein Hupen. Ich war auf der Höhe des Anhängers. Ich hatte kaum Sicht nach vorne; zumindest konnte ich die Gegenspur nicht erkennen. Der Laster verdeckte alles. Scheinbar wollte er wieder einscheren. Er bekam bedrohlich näher. Es waren vielleicht noch 40 Zentimeter zwischen meinem Kotflügel und dem Hinterreifen des Anhängers. Scheiße, verdammte Scheiße, dieser schwachsinnige Hurenbock, verpiß Dich, verpiß Dich bloß. Das Hupen wurde länger, nervöser. Tut, tuuut, tut, tut, tuuuuut, tut. Ich stieg ins Eisen. Der Wagen wollte ausbrechen. Zu viele Kräfte wirkten auf ihn ein. Ich löste die Bremsen, stieg wieder drauf, lenkte dagegen, lockerte den Tritt, ausgleichen, gegenlenken, ausgleichen, bremsen. Der Siebentonner fuhr vor mir auf die Spur; er hupte noch immer. Zwischen mir und diesem metallenen Monstrum war kaum noch genügend Platz, um eine Sprudelkiste dazwischen zu klemmen. Gerade als ich zur endgültigen Vollbremsung ansetzte, rauschte auf der Gegenspur ein weiterer Lastwagen an mir vorbei. Dieses mal in entgegengesetzter Richtung. Also richtig herum, für meinen Geschmack. Nun verstand ich das nervöse Hupen des Fahrers vor mir besser. Das hätte einen wahnsinnigen Crash gegeben. Das könnt ihr mir glauben. Zwei Lastwägen und ich. Wow! Ich wäre danach so platt und so farblos gewesen wie die Gurke auf einem MacDonald’s-Hamburger. Meine Fresse.<br />
Ich fuhr rechts an den Straßenrand und atmete tief durch. Mein herz klopfte. Ich spürte, als sich die Anspannung ein wenig löste, wie mir ein kalter Schauer den Rücken abwärts bis zum Steißbein lief. Ich setzte mich halb auf die Motorhaube. Dann rauchte ich drei Kippen nacheinander. Ich beruhigte mich. Während der letzten Zigarette hielt ein alter, hilfsbereiter Franzose mit Vollbart und Birkenstocksandalen an. Er fragte mich, ob ich Hilfe bräuchte. Erst jetzt fiel mir auf, daß ich mich ziemlich blöd neben einen Baum und einen Streckenpfosten gestellt hatte. Der Typ dachte wohl, ich wäre von der Straße abgekommen, direkt in eines der beiden Dinger. Oder vielleicht gleich alle beide. Er lief um das Auto herum. Betrachtete es eingehend und schaute mich fragend an, als er nirgends eine Delle im Blech finden konnte. Ich erklärte ihm, daß ich nur eine Pause mache. Das befriedigte ihn scheinbar nicht. Ich glaube, er wollte seinen Erste-Hilfe einmal anwenden, oder so ähnlich. Ich versuchte ihn zu vergraulen. Hey, ich mach nur ne kleine Pause, verstanden. Mein Französisch war schlecht. Offensichtlich verstand er mich nicht genau. Ich setzte mich ins Auto und winkte ihm zu, als er ein weiteres Mal die Karosserie unter die Lupe nahm. Ich rauchte nochmals eine und öffnete das Fenster. Dem Mann wurde es langsam zu blöd. Er blickte mich an und schüttelte den Kopf. Im Weggehen fluchte er noch kurz: „ Allemand!“, dann stieg er ein und fuhr weiter. Ich auch. Das war nochmals gutgegangen. Schwein gehabt. Wirklich. Von jetzt an fuhr ich so schnell, wie ich es für richtig hielt. Fertig. Lieber geblitzt werden als zerfetzt!<br />
Irgendwo, mitten in Frankreich, ich glaube es war in der Nähe von Moulins, tankte ich wieder voll. Nur zur Sicherheit. Ich wollte nicht, daß ich plötzlich, nachts, auf der Landstraße stehen bleiben würde. Das wäre das allerletzte! Ich trank dort noch einen Kaffee aus dem Automaten und kaufte mir ein paar dieser Power-Riegel. Mir fiel die Werbung ein, in der ein Typ seine Karre mit letzter Kraft an eine Zapfsäule bringt, in das Tankstellenhäuschen geht, einen dieser Riegel frißt und dann sein Auto weiter schiebt. Zurück blieb nur der verdutzte Tankwart. Wenn es zum Schieben reicht, wird der Riegel beim Fahren auch nicht hinderlich sein, dachte ich. Trotzdem, der Typ war ein saublöder Idiot, wenn Ihr mich fragt. Was soll man dazu noch sagen? Mir wurde klar, daß es trotz der wundervollen Landschaft und den verträumten Dörfern, langweilig wurde. Ich regte ich schon über einen billigen Werbespot auf und versuchte mir vorzustellen, wie sich dieser Kerl wohl fühlte und was er sich dabei gedacht habe, sein Auto zu schieben und nur einen Schokoladenriegel zu essen. Den Tankwart verstand ich besser.<br />
Ich wurde müde. Jetzt kannst Du keine Rast machen, also reiß Dich zusammen. Du wolltest erst auf der Autobahn halten, das hast Du Dir vorgenommen, und so soll es sein. Du kannst Deinen Plan nicht gleich am ersten Tag, bei der ersten kleinen Schwierigkeit umwerfen, als ob er nichts bedeute. Reiß Dich zusammen. Das bist Du Dir schuldig!<br />
Zu allem Überfluß dämmerte es noch. Ich legte eine Red-Hot-Chili-Peppers-CD ein und sang mit, um mich wach zu halten.<br />
Mein Weg führte beinahe die ganze Zeit über direkt nach Westen. Den Sonnenuntergang hatte ich nun stets vor Augen. Ich fuhr ständig auf eine rotglühende Masse zu, die sich quer über den Horizont erstreckte. Ein beeindruckendes Spiel der Farben. Es schien mir, als ob eine gewaltige, dunkle Macht versuchte, das Licht hinter den Hügeln in die Tiefe zu drücken. Langsam, aber beständig. Tiefer und tiefer stopfte das Dunkel der Nacht die Sonne hinunter. Bald darauf war es dunkel. Die Sterne leuchteten schon, es war eine klare nacht. Das sieht gut aus, die Götter scheinen es gut mit mir zu meinen. Einige Kilometer später, verschwand der letzte helle Streifen hinter den Hügeln; die dunklen, fast schwarzen Baumspitzen hoben sich kaum noch von der Schwärze des Himmels ab. Ich fuhr weiter. Just cruisin‘! </p>
<p><em>Donnerstag. Ich muß wohl während des Schreibens eingeschlafen sein. Ich erwachte erst wieder als die Schwester mit dem Frühstück kam. Das Buch und der silberne Kugelschreiber liegen noch vor mir. Mein Kopfweh ist besser geworden. Das Essen nicht. Ich hoffe, daß die Schwester mir nur das Essen gebracht und nicht noch in meinen Aufzeichnungen gelesen hat. Sie würde denken, ich sei ein Idiot. Das tut sie vielleicht sowieso. Ich vermute, daß ich ein belustigendes Gesprächsthema im Schwesternzimmer bin. Aber es stört mich nicht. Vielmehr stört mich die Tatsache, daß mir niemand sagen kann, was aus Steven geworden ist. Stefan, ja, Steven. Wo ist er? Niemand glaubt mir, wenn ich von ihm spreche. Das ist komisch. Am ersten Tag meines Bewußtsein hielten alle meine Aussagen für einen Traum. Ich weiß, daß es kein Traum war. Ich habe aber keine Beweise. Steven – was ist mit ihm geschehen?</em></p>
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		<title>Rolling Novel (21)</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 11:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorbereitungen
Nachdem ich Steffi angerufen und ihr erzählt hatte, was geschehen war und was ich nun vorhatte, nahm ich mir einen Stift und ein Blatt Papier, um zu notieren, was ich bräuchte. Steffi war begeistert; sie meinte, es sei sehr rücksichtsvoll von mir, daß ich ihnen nicht nachreiste, obwohl sie sich wahnsinnig darüber freuen würde, mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vorbereitungen</strong></p>
<p>Nachdem ich Steffi angerufen und ihr erzählt hatte, was geschehen war und was ich nun vorhatte, nahm ich mir einen Stift und ein Blatt Papier, um zu notieren, was ich bräuchte. Steffi war begeistert; sie meinte, es sei sehr rücksichtsvoll von mir, daß ich ihnen nicht nachreiste, obwohl sie sich wahnsinnig darüber freuen würde, mich zu sehen. Sie vermisse mich. Unglaublich! Kaum 24 Stunden war sie weg – es machte mich ein wenig Stolz.<br />
Sie waren in Prag, hatte sie erzählt, und dann schwärmte sie mir etwa zehn Minuten vor, wie wahnsinnig (waaaahnsinnig!) toll es doch sei; nur gestern Abend sei es doch etwas kühl gewesen. Sie liebe mich. Ich liebe Dich auch, antwortete ich. Ich solle ihr jeden Tag eine Mitteilung schicken, damit sie wisse, daß es mir gutgehe. Mach ich doch gerne. Gut. Sonst noch was? Nein. Gut. Dann bis morgen oder so. Bis dann. Ciao. Ciao.<br />
Jetzt begannen meine Vorbereitungen. Daß ich das Auto von Andrew bekommen würde, war mir klar. Gut, dann schreib auf, was Du brauchst!<br />
Eine Stunde später hatte ich einen DIN A4 Bogen Papier beschrieben. Ich betrachtete mein Werk und dann erst fiel mir auf, das für meinen Plan noch einiges vonnöten wäre. Ich überlegte eine Weile, was ich denn streichen könnte, doch dann entschied ich mich dafür, es so zu belassen, wie ich es mir ausgedacht hatte und es richtig anzupacken.<br />
Mein erster Weg führte mich zum ADAC. Es war das erste Mal, daß ich die Dienste dieses Clubs beanspruchte und mich überkam ein mulmiges Gefühl, als ich die Tür öffnete und meine ADAC-Jungfräulichkeit zerstörte. Ich war schon einige Jahre Mitglied; mein Vater hatte mir die Mitgliedschaft geschenkt als ich die Führerscheinprüfung bestanden hatte und wenn ich es mir recht überlegte, war mir klar, daß er noch heute die Beiträge dafür bezahlte. Was soll’s! Er hatte sich deswegen nie bei mir beschwert. Egal, ich dachte mir, daß sie jetzt mal etwas für das Geld tun und mir die Reiseroute ausdrucken könnten. Und dazu alle möglichen Informationen über das andere Land.<br />
„ Wo möchten Sie denn gerne hinfahren?“  fragte mich die Frau am Computer.<br />
„ Ja, ähm, ich weiß nicht genau,“ sagte ich. Ehrlich, ich hatte mir vorher wirklich nicht überlegt, wie denn mein Urlaubsziel aussehen, beziehungsweise heißen sollte. Peinlich. Mann, ich sage Euch, diese Frau hat mich angekuckt, als ob ich von einem anderen Stern komme. Entsetzen konnte ich auf ihrem Gesicht ausmachen. Dann veränderte sich ihre Miene von Mitleid über Besorgnis, bis hin zu Unverständnis und Wut.<br />
„ Das heißt, äh, eigentlich weiß ich es schon,“ stotterte ich (laß Dir schnell was einfallen – Süden, Süden, jaja, schnell, schnell) „ nach Frankreich, Südfrankreich  und Spanien, ja genau, Südfrankreich und Spanien.“<br />
Die Frau schaute immer noch etwas verdutzt und benötigte ein paar Sekunden bis sie mich fragte: „ Und wohin genau?“<br />
„ Haben Sie mir vielleicht einige Tips fürs Campen dort unten?“ erwiderte ich verlegen.<br />
Wieder einige Sekunden später: „ Oh ja, klar, wir haben Adressen von Campingplätzen in unserem Reiseführer für Camper, aber könnten Sie trotzdem etwas genauer sein – Mittelmeerküste oder eher am Atlantik? Am Atlantik hätte ich einige Campingplätze, die sehr gut sind, besonders für junge Leute, dort ist immer was los.“<br />
Ich wußte genau, wie sich die Frau jetzt fühlte; ohne es zu wollen, bin ich auch zu einem Arschlochkunden geworden und sie durfte mich nicht einmal anschreien. Scheiß Etikette.<br />
„ Ja,“ sagte ich, „ Atlantik.“<br />
„ Gut,“ sie atmete erleichtert auf, „ Arcachon, das ist ein kleiner Ort bei Bordeaux, dort hat es einige Campingplätze, die sind gut, aber dennoch günstig, direkt hinter der Düne von Pyla, die größte Düne Europas.“ Sie sagte das mit leicht triumphierender Stimme.<br />
„ Moment,“ sagte sie und drehte sich zu einem Ständer für Kataloge und Broschüren um,        „ Das steht hier auch in unserem Reiseführer.“ Sie übergab besagten Reiseführer an mich. Ich blätterte kurz darin. Soll mir recht sein. Warum nicht? Atlantikküste. Ja, warum nicht. Ob sie mir auch noch einen Streckenplan ausdrucken könne, habe schließlich keine Ahnung, wo genau das liege. Sie übergab mir einen Stapel von kleinen Karten, während sie an ihrem Computer herumfummelte. Frankreich-Gesamt. Südfrankreich. Die Gascogne. Südfrankreich und Spanien. Und einige mehr. Puh, das nimmt Ausmaße an. Ich werde mich wohl gleich wieder von einigen dieser Karten trennen. Das stand fest, doch fürs erste war ich froh darüber, zu sehen, daß mir jemand dabei half, meinem Plan eine Gestalt zu geben. Vor allem hatte er jetzt einen Namen: Frankreich – Süden – Atlantik – Arcachon. Das klingt doch schon nach etwas.<br />
„ Also,“ sagte sie endlich, „ Die Campingplätze liegen wie gesagt an der Düne von Pyla, in der Bucht bei Arcachon, direkt am Atlantik.“ Sie sagte dies so, als ob ich wissen müßte, wie es dort aussieht und von was sie sprach.<br />
„ Aha,“ war alles, was sei von mir zur Antwort bekam.<br />
„ Möchten Sie über Landstraße fahren oder über die Autobahn? Wobei ich Ihnen gleich sagen muß, daß Sie ca. 130.-DM an Maut bezahlen müssen, falls Sie sich für die Autobahn entscheiden sollten.“<br />
Ich überlegte kurz, dann fragte ich: „ Was dauert länger?“<br />
„ Landstraße, etwas fünf Stunden länger.“<br />
„ Hm, könnten Sie mir beide Strecken ausdrucken, muß ich mir noch überlegen.“<br />
„ Ja, klar,“ sagte sie mit leicht genervtem Tonfall.<br />
„ Das wäre wirklich sehr nett von Ihnen,“ antwortete ich, um sie zu beruhigen.<br />
Zusammen mit noch einem ganzen Stapel von noch mehr Katalogen, Karten und Informationen (den ich dummerweise angefordert hatte), übergab sie mir die Ausdrucke. Sie erklärte mir noch, was es mit diesen Infos auf sich habe: wie schnell man auf welcher Straße  höchstens fahren sollte, wieviel Nahrungsmittel und Getränke man zollfrei einführen dürfe, an wen man sich wo und wann zu wenden habe, natürlich nur im Fall der Fälle, was wir ja schließlich nicht hoffen wollen und anderen Schrott, auf den man achten sollte. Im Endeffekt handelte es dabei um Dinge, die keinen wirklich interessierten. War also für den Arsch. Okay, war ja egal. Ich nahm das Zeug und verschwand. Ich glaubte zu spüren, wie sich die Frau hinter meinem Rücken dreimal bekreuzigte. Hätte ich noch eine Hand frei gehabt und wäre nicht bepackt gewesen mit einer Tonne bedrucktem Umweltpapier, hätte ich dasselbe getan.<br />
Im Baumarkt kam ich mir etwas verloren vor. Weiß überhaupt nicht, wann ich das letzte Mal in einem gewesen bin. Es dauerte einige Minuten, bis ich ein Plakat über mir entdeckte: Alles für den Camper. Ich steuerte also auf ein paar Regale zu, doch so recht wußte ich nicht, ob ich auch finden würde, was ich suchte. Ich stellte mich vor eines der Regale und tat, was die anderen um mich herum auch taten. Ich nahm Dinge in die Hand, von deren Existenz ich vorher noch nie etwas gehört hatte, prüfte sie kurz, warf sie leicht von einer Hand in die andere und stellte sie dann zurück ins Fach. Ein Angestellter des Baumarkts, der mir mein Schauspiel offensichtlich nicht abnahm, fragte mich, ob er mir helfen könne. Ich verneinte und bedachte ihn mit einem verachtenden Blick. Wie um alles in der Welt, könne er mich fragen, ob ich Hilfe benötige. Er schlich sich von dannen. Kaum war er ums Eck verschwunden, verfluchte ich mich und meine dämliches Ego, das zu stolz dazu war, Hilfe anzunehmen. Also mußte ich weiter suchen, an scheinbar unendlichen Regalreihen vorbeilaufen, bis ich fündig wurde. Alles, was ich letztendlich wollte, war ein billiger Gaskocher und die dazugehörigen Butangaskartuschen. Methan, Ethan, Propan, Butan. Vier Kohlenstoffatome, zehnmal Wasserstoff. Was man in der Schule nicht alles lernt. Was fürn Scheiß! Ich wußte jetzt zwar, aus was sich Butan so zusammensetzte, aber was sollte ich damit schon groß anfangen? Mein Gaskocher funktioniert auch so. Oder? Ich entschied mich für einen aus der mittleren Preisklasse. Nicht zu teuer. Wozu auch? Brauche ihn doch nur dieses eine Mal. Nicht zu billig. Soll ja nicht gleich zusammenfallen. Das empfand ich als guten Kompromiß, dafür, daß ich überhaupt keine Ahnung hatte, auf was ich achten mußte.<br />
Im Supermarkt fand ich mich besser zurecht. und als ich dann abends alles im Auto verstaut hatte (Andy hatte wie erwartet nichts dagegen einzuwenden) überkam mich ein Gefühl von Stolz und Glück. Jetzt konnte es losgehen!<br />
Nachts konnte ich kaum schlafen, so aufgeregt war ich. Hab ich auch alles? Die umgeklappte Sitzbank ermöglichte noch so viel Stauraum, daß mir alles etwas klein erschien. Ja, Du hast alles. Zumindest das, was Du wirklich brauchst.<br />
Ich hatte mich für die Landstraße entschieden und dafür, am morgigen Abend zu starten. Die Nacht durchzufahren, erschien mir am günstigsten. Da wird nicht viel los sein auf den Straßen und zu warm wird es in der Karre dann auch nicht. Ich wollte morgens in Arcachon ankommen, um genügend Zeit zu haben, mich um einen Campingplatz zu kümmern. Keine fünf Minuten später kamen mir Zweifel; ich setzte mich aufrecht ins Bett und lies es mir noch einmal durch den Kopf gehen. 18 Stunden Fahrt. Kein Zuckerschlecken! 18 Stunden. Noch bevor ich einschlief, befand ich, daß es doch besser sei, gegen Mittag loszufahren, um zwischenzeitlich vielleicht ein paar Stunden zu schlafen. Ja, das ist besser! 18 Stunden, das hält ja kein Mensch durch! Ich werde an einer Raststätte schlafen. Im Auto. Moment, auf Landstraßen, hab ich doch vorhin irgendwo gelesen, schließen die Tankstellen um 22.00 Uhr. Nee, also beleuchtet und bewacht sollte sie schon sein. Ich schlaf doch nicht irgendwo in der Pampa an einer dunklen Tankstelle. Nee, das geht wirklich nicht. Ich ging die Karte nochmals durch. Ich werde zwischenzeitlich wieder auf die Autobahn fahren. Warum fahr ich nicht die ganze Zeit auf der Autobahn? Nein, Du hast Dich jetzt für die Landstraße entschieden und dabei bleibt es. Punkt. Wenn Du pennen willst, dann kannst Du immer noch auf die Autobahn fahren und Dir ne Raststätte suchen. Genau. So werde ich’s machen. Das gefällt mir. Eine gute Idee. Und wenn Du keine Auffahrt für die Autobahn findest? Was machst Du dann? Ich schaute nochmals auf die Karte. Es beruhigte mich, zu sehen, daß die Landstraßenroute beinahe immer an der Autobahn entlang lief, sich neben ihr schlängelte oder sie sich kreuzten. Dort gibt es überall Auffahrten. Keine Panik. Gut. Das klappt. So wird’s gemacht. Ganz klar. Dann zahl ich halt einmal ein paar Mark an Maut. Was soll’s. Drauf geschissen. Endlich. Ich legte mich hin, um zu schlafen.<br />
Ich ließ mir noch einmal den Sinn dieser Reise durch den Kopf gehen. Ich hatte dieses Gefühl in mir, das keine Ruhe gab. Wie damals am See, als sich ein Licht vor meinen Augen eröffnete; ein helles Feuer, das zu greifen ich nicht in der Lage gewesen bin. Dieser Umstand machte mich jetzt noch wütend. Ein Vogel setzte sich auf meine Schulter und hatte sich durch ein kurzes Picken in meinem Gehirn verewigt. Es schien nur eine Lösung zu geben: ich mußte versuchen, das Feuer zu fassen. Klar, glasklar. Mein Leben war ein einziges Durcheinander. Birgit, sie hatte mich verlassen. Mit ihr, verlor ich den roten Faden meines Lebens. Es kam mir schwachsinnig vor, wie ich mein Leben danach gestaltete. Es waren unzusammenhängende Episoden, die keinen übergreifenden Sinn ergaben. Es war, als ob man versuchen würde, erst Marienhof und dann Unter Uns anzuschauen und diese in einen gewissen Zusammenhang zu bringen. Es paßte nicht, weder vorne noch hinten. Vollkommene Orientierungslosigkeit. Ich stolperte von einer Seifenoper in die nächste, wechselnde Schauspieler, immer flachere Episoden. Wenn ich es mir recht überlegte, hatte ich diese Wut, diesen unbändigen Haß auf alles und jeden, seit mich Birgit durch ihr Verschwinden unsanft aus meiner Umlaufbahn geworfen hatte. Ich drehte mich im Kreis; und das ergab für mich keinen Sinn. Wenn ich die letzte Zeit Revue passieren ließ, verstand ich nichts mehr. Alles, das ständige Betrinken, mein lächerlicher Versuch, mich ins Internet zu flüchten, auf Frauenjagd gehen, alles ständig mies zu machen, die ganze Schwarzseherei erschien mir plötzlich nichtig. Ich konnte nicht fassen, daß ich mich so hatte gehen lassen. Von einem einzigen Ereignis herunterziehen lassen, vom ersten größeren negativen Einschnitt in meinem Leben. Das konnte nicht wahr sein, nein, das konnte ich nicht länger hinnehmen. Die Reise, ja, sie sollte dies verändern. Sie wird es ändern. Das hoffte ich. Ja, sie wird es. Es dauerte noch eine Zeit, bis ich in heller Vorfreude einschlafen konnte.</p>
<p>Achtung, Achtung&#8230;</p>
<p>&#8230;liebe Autofahrer, wir haben Ihnen eine wichtige Mitteilung zu machen. Wir bekamen die Nachricht, daß sich ein Fahrzeug mit einer hochexplosiven Ladung über europäische Straßen schleicht. Bitte fahren Sie vorsichtig und melden Sie sich bei uns, falls Ihnen ein verdächtiges Fahrzeug begegnen sollte. Unternehmen sie nichts auf eigene Faust. Die zuständigen Behörden werden sich darum kümmern. Ich wiederhole: auf europäischen Kraftfahrstraßen befindet sich ein Fahrzeug mit gefährlicher Ladung im Gepäck. Bitte benachrichtigen Sie uns, falls Ihnen ein verdächtiges Fahrzeug begegnen sollte. Unternehmen Sie nichts auf eigene Faust, sondern überlassen Sie das den zuständigen Behörden. Wir melden uns wieder, wenn die Gefahr vorüber ist. Und nun gute Unterhaltung mit unserem nächsten Titel&#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mundfäulnis</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/07/22/mundfaulnis/</link>
		<comments>http://www.scholars.de/index.php/2008/07/22/mundfaulnis/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 04:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihr redet und sprecht
von Gerechtigkeit
obwohl Kinder schreien
obwohl Kinder gefressen werden
Von Zungen, die reden
Und sprechen wie Ihr
Von Gerechtigkeit und
der Notwendigkeit
Kindern Fressen zu geben
damit Ihr schöne Fotos bekommt
Ihr singt sogar am Tag
im Traum vor Euren Mäulern
Von der Zufriedenheit und
Befreiung vom Leid
Obwohl Kinder schreien
Und gefressen und zerfressen werden
Wie Katzen im Mondlicht schreien
schreien die Kinder nach Gerechtigkeit
Eure Zungen reden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr redet und sprecht<br />
von Gerechtigkeit</p>
<p>obwohl Kinder schreien<br />
obwohl Kinder gefressen werden</p>
<p>Von Zungen, die reden<br />
Und sprechen wie Ihr</p>
<p>Von Gerechtigkeit und<br />
der Notwendigkeit</p>
<p>Kindern Fressen zu geben<br />
damit Ihr schöne Fotos bekommt</p>
<p>Ihr singt sogar am Tag<br />
im Traum vor Euren Mäulern</p>
<p>Von der Zufriedenheit und<br />
Befreiung vom Leid</p>
<p>Obwohl Kinder schreien<br />
Und gefressen und zerfressen werden</p>
<p>Wie Katzen im Mondlicht schreien<br />
schreien die Kinder nach Gerechtigkeit</p>
<p>Eure Zungen reden und sprechen<br />
weiter nur von Gerechtigkeit</p>
<p>Eure Zungen kann man<br />
auch nicht essen</p>
<p>Weil sie verfault sind<br />
Und im Tode noch reden</p>
<p>Deshalb fressen wir frische Kinder<br />
Die auch morgen noch schreien</p>
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		<title>Rolling Novel (20)</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 03:58:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[An manchen Tagen&#8230;
Dienstag. 12.43h. Hauptbahnhof. Gleis 1. Abfahrt in sieben Minuten. Steffi drückte mich die ganze Zeit, als wir darauf warteten, daß das Signal zum Einsteigen kam. Das Gepäck war verstaut, Michaela saß schon in dem Abteil und starrte aus dem Fenster. Menschen hatten es unheimlich eilig, blickten nervös auf ihre Armbanduhren, lasen den Fahrplan [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>An manchen Tagen&#8230;</strong></p>
<p>Dienstag. 12.43h. Hauptbahnhof. Gleis 1. Abfahrt in sieben Minuten. Steffi drückte mich die ganze Zeit, als wir darauf warteten, daß das Signal zum Einsteigen kam. Das Gepäck war verstaut, Michaela saß schon in dem Abteil und starrte aus dem Fenster. Menschen hatten es unheimlich eilig, blickten nervös auf ihre Armbanduhren, lasen den Fahrplan in ihrer Hand, oder den digitalen Fahrplan, der von der Decke hing, mit Stahlgerüsten befestigt hing er von oben herab und blinkte ständig. Ein rotes Licht bedeutete, der Zug ist abgefahren, Grün, er steht noch auf dem Gleis, darauf wartend mit Koffern, Taschen, schwitzenden Hemden, durchlöcherten Hosen, Designeranzügen, Tränen, Hoffnungen, Büchern Zeitschriften, beladen zu werden, nicht zu vergessen den Hohlköpfen, die aus den Kleidungsstücken herauslugten und blöde grinsend durch die Welt fuhren. Bahnangestellte machten sich wichtig und lächelten überlegen, wenn jemand sie nach dem Gleis, der Abfahrtszeit oder sonst etwas fragten. Dann reckten sie die Hälse, dann waren sie wichtig, wichtiger als alles andere um sie herum, taten so, als wären sie mit einem Fahrplan im Kopf geboren worden. Gepäckwägen wurden geschoben, gezogen, beladen, entladen, von ausländischen Arbeitern an ihren Platz zurückgebracht, Penner verkauften ihre Zeitungen, standen mit oder ohne Hund an einem dieser blauen Pfähle und machten ein dummes Gesicht.<br />
Die verflixte Uhr wollte nicht stehen bleiben, der rote Sekundenzeiger tickte unaufhörlich, der große schwarze Zeiger schritt bedächtig voran, während eine Taube auf der Uhr saß und munter auf den Boden kackte und davonflog. Wir drückten uns jetzt, da die Abreise immer näher rückte, noch fester, als ob wir durch das Aneinanderpressen unserer Körper noch einige Minuten aus uns heraus drücken wollten, was zweifellos lächerlich ist und einem nichts weiter einbringt, doch es war schön, sie noch einmal an sich zu spüren. Wo ist die Zeit, wenn man sie am meisten benötigt, wo geht sie hin? Sie kehrt einem den Rücken und ist doch immer da, kommt nie wieder, adieu, verfolgt einen bis ans Ende, geht weiter, heftet sich an die Fersen eines anderen, vorbei, mach‘s gut, wir sehen uns ein anderes Mal, nie bleibt sie stehen und schon gar nicht, wenn man es wirklich einmal will.<br />
„ Ich werde Dich auch vermissen!“<br />
„ Ich weiß,“ antwortete sie, „ Du kannst mir ja mailen, bin ja jetzt erreichbar.“ Sie grinste; sie hatte sich am vorangegangenen Tag ein Handy zugelegt. „ Ich will doch wissen, wie es um Dich steht“ hatte sie gesagt, als sie mir diese Neuigkeit eröffnet hatte.<br />
„ Bleibst Du mir treu?“ Sie warf ihren Kopf zurück, wie es nur Frauen und Katzen vermögen und schaute mir in die Augen.<br />
„ Sicher,“ sagte ich, „ Wer sollte mich schon wollen, hm?“<br />
Ich fuhr ihr über die Wange und strich eine Strähne aus ihrem Gesicht.<br />
„ Glaub mir, es gibt genügend, die das wollen, aber darum geht es nicht.“<br />
„ Um was geht es dann?“<br />
„ Ob Du mir treu bleiben willst, nicht darum, ob ich die einzige bin, die dich haben will, verstehst Du?“<br />
„ Natürlich. Ich will keine andere.“ Glaube ich. Was spielte das überhaupt für eine Rolle? Sie könnte doch ebenso gut einen anderen mitnehmen, so im Vorbeigehen, nach der Disco am Abend, getränkt in Alkohol und anderer Scheiße. Was, wenn sie einen anderen Mann kennenlernt. Ich würde nie davon erfahren, wenn sie es nicht erzählt. Ich faßte den Entschluß, es ihr gleich zu tun.<br />
„ Du bleibst mir also treu, fragte sie abermals.<br />
„ Klar,“ lachte ich, dann ernst: „ Was ist mit Dir? Bleibst Du mir treu, oder lachst Du Dir einen Gigolo an, so nen muskulösen Typen, der nichts in der Birne hat.“<br />
„ Warum müssen alle muskulösen Männer dumm sein?“<br />
„ Du weißt, wie ich’s meine.“<br />
Über dieses Thema hatten wir schon einmal diskutiert. Sie hatte immer ein Argument, daß mich verstummen ließ. Wir einigten uns trotzdem nicht. Ich sagte dann nur noch, daß ich es trotz allem nicht verstehen könne, wie man nur so zum Spaß Gewichte hochheben sollte. Damit endete das Thema; zumindest hatte ich das Schlußwort gesprochen.<br />
„ Natürlich, nein, ich lache mir keinen muskulösen Typen an,“ erwiderte sie&#8230;“ Der nichts in der Birne hat,“ ergänzten wir zusammen. Sie lächelte jetzt, wenn auch verkrampft. Sie wußte, daß es gleich soweit sein würde.<br />
Dann küßten wir uns. Es war schön, der Kuß schien ewig dauern zu wollen, ich nahm nichts mehr von den Geräuschen wahr, kein Lärm, keine Gespräche von Menschen, die an einem vorbeimarschieren, kein Quietschen der Bremsen, wie sie auf die rostbraunen Räder der Züge wirken – alles schien verstummt zu sein, so still, daß man das Klacken des Zeigers hätte vernehmen können.<br />
Oh mein Gott, Allmächtiger, gib mir ein paar Augenblicke dazu, laß alle Uhren dieser, Deiner Welt für einige Minuten stillstehen, laß mich diesen Moment genießen, laß mich für immer hier an dieser Stelle, in dieser Haltung, verweilen, gib mir einen Kredit an Minuten, Sekunden, Tausendstel, Hundertstel, Millionstel, nur um diese Frau ein wenig länger verabschieden zu können, mach, daß die Lokomotive explodiert, Terroristen das Bahnhofsgebäude stürmen, ein Stromausfall würde mir auch schon reichen, mach, daß die Bahn nicht dieses eine Mal pünktlich abfährt, ein paar winzige Augenblicke möchte ich von dich nur, zieh mir diese Zeit am Ende ab, wenn Du willst, laß mich von mir aus dafür früher verrecken, schick mich in die Hölle, wenn Du willst, aber halt doch bitte, bitte diesen Moment noch ein bißchen fest, laß die Uhren aufhören zu schlagen, nur für mich, nur für uns zwei, es ist so schön, wunderbar, unvergleichlich zauberhaft, gib mir&#8230;Tröööööt, trööööt, der Pfiff des Schaffners ertönte, Menschen stiegen im allerletzten Moment auf den Bahnsteig, in den Zug, wir küßten uns noch einmal kurz, dann drehte sie sich hastig um und stieg die zwei Stufen in den Waggon, die Türen wurden geschlossen, Steffi stand da, Tränen in den Augen und sie winkte mir zu, als sich die Lokomotive mit samt ihrem stählernen Schwanz in Bewegung setzte. Ich stand nur da und starrte auf die Tür, hinter der sie stand, hinter der sie verschwand. Nach einigen Metern konnte ich nichts mehr erkennen, die Scheiben spiegelten nur die gegenüberliegenden Dinge wider, ich war mir sicher, daß Steffi noch genau dort stand, aber nun waren dort verzerrte Abbilder von Plakatwänden, das blaue Schaffnerhäuschen, Pfähle aus Stahl, leicht angerostet, Metallbänke, die einem das Warten angenehmer gestalten sollten, einem aber nach ein paar Minuten der Arsch so weh tat, daß man doch lieber wieder stehen wollte, dann war nichts mehr da, das hätte spiegeln können. Der Zug fuhr aus dem Bahnhof, war weg – sie war weg! Ich fühlte mich beschissen, obwohl ich glaubte zu wissen, daß Steffi mir nicht ganz soviel bedeutete, wie ich ihr, wie Birgit mir bedeutet hatte. Vielleicht lag es nur daran, daß der Augenblick des Abschieds, der nun vorbei war, eine gewisse Leere in mir hinterlassen hatte, aber ich wollte nur noch eins: heulen – nein, sterben. Dann wäre alles vorbei.<br />
Warum hast Du Scheißkerl dort oben die Zeit nicht anhalten können, warum? Ich hab Dir nie etwas getan – okay, im Grunde glaube ich nicht an Dich, hab Dich schon oft verleugnet, aber das ist Deine Schuld. Jawohl, Du hast richtig gehört: es ist Deine Schuld. Du hast noch nie etwas getan, um das ich Dich gebeten habe, Du, Du Drecksack. Ich scheiß auf Dich, wirklich, Du stehst in meiner Rangliste der beschissensten Dinge sogar noch vor Onanie, Putzen, Emanzenvereinigungen und anderem unnötigen Frauenkram, ja, ich hätte viel lieber den Tripper am Hals, anstatt Dich, Du kannst mich mal!<br />
Ich überlegte kurz, ob ich vielleicht eine Kirche anzünden sollte, aber was bringt das schon. Erstens, wäre mir damit nicht geholfen, es würde mir diesen Augenblick nicht zurückbringen und zweitens, fackelt man ja auch keine Irrenanstalten, Ämter oder Schulen ab, nur weil man die Leute dort für bekloppt hält. Und Pfarrer sind bekloppt! Sie sollten einem Leid tun, wirklich, die brauchen eine erfundene Gestalt um durchs Leben zu kommen. Haben Sie schon mal nen praktizierenden Theologen getroffen, der noch alle beieinander hat? Sehen Sie, und denen sollte man nicht auch noch ihr Heim wegnehmen, Entschuldigung, ihre Wirkungsstätte.<br />
Eine Taube, vielleicht dieselbe wie vorhin, kackte neben mir auf die schmutzigen, stinkenden, von festgetretenen Kaugummis übersäten Steinplatten. Ha, wolltest wohl auf mich scheißen, so wie ich auf Dich scheiße, Du lieber Gott, Du Supergott, kommst als Taube verkleidet und willst mich vollkacken, das ich nicht lache, haste wohl gedacht, hä, aber nichts war’s. Dafür mußt Du schon früher aufstehen, aber den Fehdehandschuh nehme ich gerne entgegen, da kannste Dir sicher sein, das wirst Du noch bereuen, das verspreche ich. Zur Bekräftigung meiner Gedanken, und weil ich wütend war, hob ich eine leere Zigarettenschachtel auf, warf sie nach der Taube und spuckte auf den Boden. Pah, verpiß Dich. So etwas ähnlich sagte dann auch ein Angestellter der Bahn zu mir, der mich wohl beobachtet hatte, wie ich nach der Taube schmiß. Blöder Wichtigtuer. Steffi war weg. Ein Monat – hm, ein ganzer Monat, 30 Tage, vielleicht ein paar Tage mehr, vielleicht weniger, ungefähr vier Wochen. Verdammt, das ist genaugenommen überhaupt nicht so lang, das geht schnell – oder doch nicht? Nur nicht drüber nachdenken, wird nur schlimmer. Ich ging in den Laden.<br />
Etwas überrascht  bemerkte ich, daß der Shop geschlossen war. Die Schiefertafel mit dem Angebot der Woche lehnte noch am Fenster, aber hinter der Scheibe hing das Schild: closed. Was soll denn der Müll? Wo war Andy? Er hatte doch gesagt, er schaffe das allein, damit ich Steffi verabschieden könne. Ja, er hatte mich regelrecht dazu überredet zum Bahnhof zu gehen. Ich wollte sie schließlich nicht begleiten, wollte sie morgens nach dem gemeinsamen Frühstück verabschieden. Das hätte nicht nur Zeit gespart, nein, ich hätte keinen Tropfen von Andrews Benzin verfahren müssen, seine Reifen auf dem 94er Ford Fiesta wären nicht ein bißchen abgefahrener, ich hätte nicht auch noch das Bild von Steffi in meinem Kopf, wie sie betrübt hinter der Tür steht und abhaut. Ich haßte solche Momente, nein, die Zeit danach geht mir auf die Nerven, genau wie der Umstand, daß unser Laden zu war. Verdammt, was ist hier los? Ich schloß auf. Es schien nichts darauf hinzudeuten, daß etwas passiert sei: das Licht brannte, die unterlagen, die Post, alles lag auf dem Tisch hinter der Verkaufstheke, die Kaffeemaschine darunter war eingeschaltet.<br />
„ Andy&#8230;hey, wo bist Du?“ Keine Antwort. Ich durchsuchte die Räume, ging zwischen den Lederjacken und den Armeehosen durch, vorbei an den Glasvitrinen mit den metallenen Gürtelschnallen, Ansteckern aus Silber, mit der Südstaatenflagge darauf, Ohrringe, Ringe für den Finger, stieg die zwei Treppenstufen hinauf in das kleinere Zimmer, wo wir die Kapuzenpullis, Trikots, die keiner mehr haben wollte, kurze Hosen und riesige Flaggen aller Nationalitäten plaziert hatten. Kein Andrew. Wo versteckt sich dieser kranke Ire bloß? Ich begann mir Sorgen zu machen. Vielleicht mußte er schnell weg, weil irgendwem irgend etwas zugestoßen war, hatte in der Eile vielleicht vergessen, alles aufzuräumen. Vielleicht stimmte mit Lena etwas nicht, mit ihm selbst – ich hatte mich schon damit abgefunden, eventuell im Krankenhaus anrufen zu müssen, da fand ich ihn im Lager. Er saß auf dem Schreibtischstuhl, hielt ein Blatt Papier in der Hand und starrte auf das verstaubte Fenster, das zum Hof hinausging und unter dem, praktischerweise, die Mülltonnen standen, so daß man nicht einmal rauszugehen brauchte um den Abfall loszuwerden; man mußte nur jeden Morgen den Deckel öffnen und schon ging’s los: einfach den angesammelten Müll zum Fenster hinausschaufeln und fertig. Wie schon gesagt, sehr praktisch. Das einzige Problem war, daß man das Fenster nur zum Rauswerfen öffnen durfte, weil sonst eine wilde Horde von dreckigen Schmalzfliegen das Lager bevölkerte.<br />
„ Hier steckst Du also, hab mir schon Sorgen um Dich gemacht,“ sagte ich, „ Warum haben wir geschlossen?“ Ich versuchte so wenig wie möglich vorwurfsvoll zu klingen.<br />
„ Hier,“ sagte er ausdruckslos und hielt mir das Blatt hin.<br />
Es war ein Brief seines Vaters, in dem ihm (grob gesagt) mitgeteilt wurde, daß seine Mutter im Krankenhaus liege und er sie doch so schnell es gehe mit seiner Anwesenheit beglücken solle. Warum sie im Krankenhaus lag, wurde nicht erwähnt, war auch nicht wichtig. Schlimm genug, das es überhaupt so war, und daß es so ernst war, daß man ihn benachrichtigte.<br />
„ Fuck, I’m a vanker.“<br />
„ Da kannst Du doch nichts dafür.“<br />
„ Fuck.“<br />
„ Beruhige Dich, es wird schon nichts Ernstes sein,“ sagte ich und meine Worte klangen in etwa so überzeugend wie die Osterpredigt des Papstes.<br />
„ Ich habe sie seit über zwei Jahren nicht mehr gesehen.“<br />
„ Hey&#8230;“<br />
„ Halt die Schnauze,“ unterbrach er mich, „ Glaubst mein Vater schreibt so einen Brief nur so zum Spaß. Du weißt, wie ich zu ihm stehe.“<br />
Das wußte ich tatsächlich. Viele Auseinandersetzungen hatte er mir geschildert, eine Unmenge an Streitereien, die er mit seinem Vater schon geführt hatte. Und doch, sie hatten beide den Respekt voreinander behalten. Sie kamen nicht zurecht und brauchten doch einander, wie Sonne und Mond, wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wie der Fisch das Wasser oder einfach: wie der Vater seinen Sohn, wie der Sohn seinen Vater benötigt.<br />
Nach einer Pause: „ Ich werde dort hin fahren müssen, ja?“ Er hob den Kopf und blickte mich nachdenklich an. Seine Augen waren leer und starr.<br />
„ Du weißt, was das bedeutet!“<br />
Das wußte ich. Jeden Morgen eine Stunde früher aufstehen. Eine Stunde früher in den Shop. Briefe öffnen, Post erledigen, mit Firmen telefonieren, verhandeln, streiten, verfluchen, vergessen. Pakete öffnen, nachzählen, auszeichnen, einordnen, abhaken, wegstreichen, zurückschicken wegen Mängel: miserable Verarbeitung, falsche Farbe, falscher Aufdruck, falsche Größe – überhaupt alles falsch! Zurück, zurück, hinfort mit Dir. Sarkastisch bemerken, daß es sich wohl nur um einen technischen Fehler handeln könne, menschliches Versagen sei unwahrscheinlich, wenn nicht völlig unmöglich. Ihr Saftsäcke, ihr schickt mir ein verkehrtes Paket und ich kriech Euch zum Dank in Eure Hintern. Weiter, Inventur, Kisten, Kartons, Tüten zählen, abhaken, durchstreichen, wegstreichen, weiter, neue Bestellung, zack, zack, die Nachfrage ist gewaltig, unser Angebot nicht, es eilt trotzdem. Dann den ganzen Tag im Verkauf, hier bedienen, dort beraten, aufpassen, daß nichts geklaut wird, in alle Ärsche schlüpfen und sich dort in deren Scheiße suhlen. Wie ein Schwein, ich bin ein Schwein, ich bin gemein. Pause, ach ja, die Pause – gestrichen, ausgepaust hat sich’s. Kaffee als Futterersatz, auch gut, keine Bange, das hält der Körper mit links durch – mit rechts, egal, auf jeden Fall mit einer Hand und – wen kümmert’s? Koffein entzieht dem Körper Wasser, das Gehirn wird madig, gut, dann kann mir ja nichts passieren, bei der Matschbirne. Erst Pilze, dann Maden. Was kommt als nächstes? Gehirnhämorrhoiden? Abends abschließen, alles aufräumen. Warum können diese Penner die Klamotten nicht wieder an die Stelle zurücklegen, von der sie sie geholt haben? Oder wenigstens zusammenlegen? Der Kunde ist König! Wir schaffen die Monarchie ab! Der Kunde ist ein selbstgefälliges Arschloch. Punkt! Den restlichen Papierkram erledigen. Ab nach Hause – und dann? Steffi weg. Andrew weg. Sie werden nicht hier sein. Verdammt. Weg. Fort. ich werde eine innige und vor Leidenschaft nur so glühende Beziehung mit meinem Fernseher beginnen müssen.<br />
„ Ähm, hör mal,“ sagte ich, „ Lena hat man doch vor kurzem gekündigt, und&#8230;“<br />
„ Vergiß es!“<br />
„ Aber&#8230;“<br />
„ Vergiß es, hörst Du schlecht? Sie wird mit mir kommen.“<br />
„ So, weiß sie das schon?“<br />
„ Natürlich.“<br />
Unglaublich, er hatte es ihr vorher schon erzählt und dann kam ich erst. Ein echter Freundschaftsbeweis. Er hatte meine Gedanken erraten.<br />
„ Du warst am Bahnhof, ich mußte mit jemandem reden.“<br />
„ Ja, klar!“<br />
Nichts war klar. Ich wußte nicht, wie oder ob ich das schaffen würde. Vor allem aber: „ Wie lange wirst Du fortbleiben?“<br />
„ Kein Plan. Sag Du’s mir. Ich weiß ja nicht einmal was los ist, oder was genau sie hat – ich weiß es echt nicht.“<br />
Ich meine, ich bin kein Versager, also nicht wenn es ums Geld geht oder darum, es zu beschaffen. Doch wie ich allein den ganzen Laden hier schmeißen sollte, war mir schlichtweg schleierhaft.<br />
Im Verkauf bin ich ja ganz gut. Leute zu verarschen gehört zu einem meiner bevorzugten Hobbys, aber der Papierkram machte mir Sorgen. Das war Andys Metier. Er kannte den Bestand und den Wert aller Dinge, einschließlich der Summen auf unseren (!) Konten, auswendig. Die Abrechnung, nein Danke. Doch vielleicht machte ich mir auch nur unnötig Sorgen. Wie lange kann das schon dauern, so ein Krankenbesuch bei der Mutter. Wozu gibt es Flugzeuge. Wenn er sich beeilt, könnte er heute Abend noch losjetten und morgen, oder übermorgen wieder hier sein. Vielleicht wird’s auch eine Woche, okay, zwei Wochen würde ich auch ertragen können. Viel länger wird er es dort sowieso nicht aushalten, wäre auch blödsinnig. Er kann ja nicht die ganze Zeit über am Bett seiner Mutter sitzen.<br />
„ Es könnte sehr lange dauern,“ sagte Andy, „ Ich muß jetzt erst mal meinen Dad anrufen.“<br />
Ich verließ das Lager, drehte mich in der Tür noch einmal um und fragte: „ Soll ich wieder aufschließen?“<br />
Er nickte: „ Das ist besser!“<br />
Alles klar! Klar wie Suppenbrühe, wie Pisse, Kaffee ist klarer, Pastis Soda ist klarer! Ich öffnete abermals die Tür zum Lager; Andrew war im Begriff zu wählen.<br />
„ Vielleicht könnte ich jemanden einstellen für diesen Zeitraum. Schwarz natürlich.“<br />
Er preßte die Lippen zusammen, wahrscheinlich um mich nicht anzuschreien, schob die Augenbrauen hoch  und schüttelte den Kopf: „ Nein, zu umständlich.“<br />
Ich wußte, daß er das nicht so gern hatte. Und recht hatte er. Umständlich wäre es schon. Ich würde wahrscheinlich die halbe Zeit damit verbringen, der Aushilfe zu erklären, wo genau was steht, wo man was findet, wie genau man es abrechnet, undsoweiter undsofort. Aber was soll ich machen? Für einen Tag, meinetwegen auch zwei, drei Tage, oder eine Woche, geht das voll in Ordnung, aber auf unbestimmte Zeit&#8230;Das ist, wie wenn eine Frau sagt, sie brauche etwas Zeit, um über dies und jenes nachzudenken. Da weiß man ebenfalls nicht, ob hü oder hott. Man ist der Dumme, der dumm Wartende.</p>
<p>Am nächsten Tag brachte ich Lena und Andrew zum Flughafen. Sie nahmen den ersten Flieger, für den sie noch Tickets bekommen hatten. Andrew versuchte zwar seine Nervosität zu verbergen, doch man konnte ihm ansehen, wie sehr diese Geschichte an ihm nagte. Es war schon einiges los, so früh am Vormittag und er ließ sich von dem regen Treiben in der riesigen Abflughalle anstecken. Lena hielt entweder seinen Arm oder streichelte sanft über seine Hand. Ich dachte an Steffi. Während die beiden sich am Schalter anstellten, um ihr Gepäck aufzugeben, stellte ich mir Steffi vor, wie sie lustig und vergnügt durch eine osteuropäische Stadt stolzierte und Michaela etwas aus dem Reiseführer vorlas. Sie war der einzige Lichtblick in der Trübe Osteuropas. Es schien mir, als ob man dort automatisch, ohne eine rationelle Erklärung dafür finden zu können, melancholisch werden müßte. Die Menschen, die Städte, die Wälder, Wiesen, Bäche, Flüsse, strahlten all das aus. Alles strahlte nicht so sehr, wie in westlicheren Gefilden, wobei kaum etwas an seiner Kraft verlor; im Gegenteil, es schien dadurch noch energiegeladener, noch traumhafter. Für mich haftet an Osteuropa etwas Mystisches, Irreales. Ob das am Klima liegt, dachte ich, oder haben mich doch die Medien zu sehr beeinflußt? Ich wußte es nicht. Steffi lief und lief, warf einem Violinist einige Geldstücke zu, vielleicht spielte er gerade etwas von Bartok, vielleicht auch nur eine alte Volksweise. Jetzt saß sie in einem Café, vor der Tür, auf einem Stuhl, dessen Gestell aus Chrom und die Sitzfläche aus Plastikbändern bestand, wie man sie aus alten deutschen Filmen kennt, am Rande eines kleinen Rundbogens, hinter dem sich eine schwach erleuchtete Gasse entlangzieht. Dahinter spielten Kinder Fußball und eiferten ihren Idolen nach. Ich würde jetzt gerne in einen dieser Flieger setzen und zu ihr fliegen. Nicht so sehr wegen ihr, ich wollte einfach das Gefühl des Reisens erleben. Ja, das war es! Ich wollte raus!<br />
Wir drei tranken noch einen Kaffee. Andrew fragte mindestens dreimal, ob er auch nichts vergessen habe. Zweimal besuchte er die Toilette. Dann sagte er: „ Hör mal, ich hab’s mir überlegt, warum nimmst Du Dir nicht auch frei und verpißt Dich für ne Weile?“<br />
„ Na klar, mach ich und was wird aus dem Laden?“<br />
„ Das geht in Ordnung.“<br />
„ Bitte?“<br />
„ Hab alles erledigt, hab gestern Die Bestellungen storniert und sonst auch alles! Wir haben genügend auf unseren Konten und unserem Geschäftskonto geht’s auch gut.“<br />
„ Ehrlich, jetzt mal langsam, vielleicht will ich das gar nicht, vielleicht will ich arbeiten.“<br />
„ Erzähl nicht so einen Scheiß, außerdem ist es nun zu spät, ich hab schon ein Schild an die Tür gehängt, daß wir mindestens einen Monat geschlossen haben, aus persönlichen Gründen und wegen Inventur.“<br />
„ Wirklich?“ Ich konnte es nicht fassen.<br />
„ Ja, glaub mir, außerdem ist mir wohler dabei, wenn ich weiß, daß Du nicht in den Unterlagen und Bilanzen herumpfuschst.“<br />
„ Danke.“<br />
„ Du weißt, daß Du davon nicht den leisesten Schimmer hast, und&#8230;“<br />
„ Schon gut, mir soll’s recht sein.“<br />
„ Ich weiß.“<br />
„ Aber ich würd’s schaffen.“<br />
„ Sicher.“<br />
„ Nicht, daß Du denkst, ich würd’s nicht schaffen, das würde ich nämlich.“<br />
„ Schon klar.“ Wir grinsten uns an.<br />
„ Heißt das, ich kann mich auf die faule Haut legen und mich erholen.“<br />
„ Nein,“ sagte er, „ Du fährst weg, besuch‘ doch Steffi.“<br />
„ Weiß gar nicht, wo genau die gerade abhängt.“<br />
„ Du hast mir erzählt, sie hätte jetzt ein Handy. Wo also ist Dein Problem?“<br />
„ Ja, schon, aber ich glaub, ich laß die beiden besser allein.“<br />
Lena, die sich dahin gänzlich aus dem Gespräch herausgehalten hatte, meinte, daß es besser sei, ich würde woanders hinfahren, sonst könnte sich Michaela plötzlich wie das fünfte Rad am Wagen fühlen, wenn ich dort auftauche und der Ärger sei damit vorprogrammiert.<br />
„ Ich werde darüber nachdenken.“<br />
„ Es wird Zeit,“ sagte Andrew im Aufstehen.<br />
„ Tja,“ erwiderte ich, „ Dann sollten wir’s wohl hinter uns bringen.“<br />
„ Hast Du den Laden abgeschlossen und alles abgeschaltet?“ fragte ich, als wir zu dem abgesperrten Bereich kamen.<br />
„ Er ist gestern extra noch einmal in den Laden gegangen und hat alles überprüft,“ antwortete Lena.<br />
„ Im Ernst?“<br />
„ Glaubst Du etwa, ich überlaß so etwas Dir?“<br />
„ Tausend Dank, los verschwindet endlich.“<br />
„ Ist gut!“<br />
Ich nahm erst Lena in den Arm und übergab sie dann der Zollbeamtin. Dann drückten Andy und ich uns und klopften uns mit den Fäusten auf den Rücken.<br />
„ Los, geh jetzt endlich, die denken sonst noch, wir hätten was miteinander.“<br />
„ Schon gut, Baby.“<br />
„ Und ruf an, wenn Du was genaueres weißt.“<br />
„ Versprochen.“<br />
Dann ging auch er durch den Sicherheitskontrolle. Kurz darauf waren sie verschwunden. Ich entschloß mich dazu, kurz die Aussichtsterrasse zu besuchen. Oben angekommen, setzte ich mich auf eine Bank und dachte darüber nach, was ich mit meiner Zeit nun anfangen sollte, beziehungsweise, was genau ich nun tun sollte. Andrew war schon ein guter Freund, kann man nichts dagegen sagen, ehrlich, wie er das gemacht hat. Er wußte scheinbar besser als ich, was mir gut tun würde. Nun, ich war jetzt frei, mußte mich nicht um irgendwen oder irgendwas kümmern. Ich war mir sicher, daß auf meinem Konto nun so um die 7000.-DM sein müßten. Das langt dreimal für einen fetten Urlaub. Steffi war nicht da, Birgit hatte einen Neuen. Es gab scheinbar nichts, was mich am Verreisen hindern könnte. Mit dem Zug oder mit dem Flugzeug? Moment mal, ich könnte doch auch Andys Ford Fiesta nehmen. Werde ihn fragen müssen, ganz klar, aber er wird nichts dagegen haben. Auch klar. Darf er einfach nicht. Basta! Hm, mal überlegen: wir schreiben Mai, das heißt, daß es meistens gutes Wetter ist. Ich schaute nach oben. Es war diesig an diesem Morgen, nichts deutete darauf hin, daß es ein sonniger Tag werden würde. Aber ich verreise ja auch nicht heute. Morgen, vielleicht übermorgen, oder in drei Tagen. Der April, der April, der macht, was er will, heißt es. Aber wir haben Mai und der soll gefälligst machen, was ich will! Und wenn ich gen Süden fahre – dort ist es um diese Jahreszeit bestimmt schön und vor allen Dingen, warm. Ich könnte es auf einem Campingplatz versuchen, das ist billiger und man kann sich schnell verpissen und woanders einquartieren. Aber auch unbequemer. Egal, wenn es mich nervt, kann ich immer noch in ein Hotel gehen. Mal sehen, ob mein Drei-Mann-Iglu-Zelt noch funktionsfähig ist. Schlafsack? Ja. Essen und Campingkocher kann man besorgen. Kein Problem. Geschirr aus Pappe und Plastik auch. Gut. Sehr gut!<br />
So langsam fing die Idee mir an Spaß zu machen. Ich hievte meinen Körper hoch und sah einem Flieger nach, der gerade abhob und seinen Kurs gen Himmel richtete. Ja, dachte ich, ja, das werde ich auch machen. An manchen Tagen kann sich plötzlich alles verändern.</p>
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		<title>blick in die runde</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/06/29/blick-in-die-runde/</link>
		<comments>http://www.scholars.de/index.php/2008/06/29/blick-in-die-runde/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Jun 2008 07:45:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[ich spreche
von Glück
leere Augen starren
auf meine Worte
Hoffnung sage ich
stumpfe Blicke fassen
meine Sätze
Liebe gebe ich
krumme Rücken drehen
drehen sich zu meinen Händen
was? frage ich
was soll ich
euch noch erzählen
nichts
kommt zurück
nichts
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich spreche<br />
von Glück<br />
leere Augen starren<br />
auf meine Worte</p>
<p>Hoffnung sage ich<br />
stumpfe Blicke fassen<br />
meine Sätze</p>
<p>Liebe gebe ich<br />
krumme Rücken drehen<br />
drehen sich zu meinen Händen</p>
<p>was? frage ich<br />
was soll ich<br />
euch noch erzählen</p>
<p>nichts<br />
kommt zurück<br />
nichts</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rolling Novel (19)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/06/29/rolling-novel-19/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jun 2008 07:42:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.scholars.de/?p=96</guid>
		<description><![CDATA[Eine Retrospektive namens Birgit (Teil 4)
„ Ich muß mit Dir reden,“ sagte Birgit und das konnte nur was schlechtes bedeuten. Sie begann ihre Sätze immer so, wenn ihr etwas nicht paßte. Ich glaube, daß machen alle Frauen so, weil sie nicht wissen, wie sie sonst anfangen sollen, weil sie nicht mit der Tür ins Haus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Retrospektive namens Birgit (Teil 4)</strong></p>
<p>„ Ich muß mit Dir reden,“ sagte Birgit und das konnte nur was schlechtes bedeuten. Sie begann ihre Sätze immer so, wenn ihr etwas nicht paßte. Ich glaube, daß machen alle Frauen so, weil sie nicht wissen, wie sie sonst anfangen sollen, weil sie nicht mit der Tür ins Haus fallen wollen und vielleicht, damit wir Männer uns darauf einstellen können, uns schon von vornherein schuldig zu fühlen. Also setzte ich mich zu ihr an den Tisch und schaute schuldbewußt auf die Tischplatte. Ich vermutete, daß es um die Küche oder die Finanzen gehen würde.<br />
„ Ich will’s kurz machen!“<br />
Hä? Kurz machen; das hörte sich sehr beschissen an, was sollte denn das sein? Die Alarmglocken läuteten, der Schweiß suchte sich den Weg durch meine Poren und urplötzlich hatte jemand meinen Arsch auf eine Herdplatte gepflanzt, meine Körper schien zu glühen. Ich schaute nicht mehr auf den Tisch, sondern ihr in die Augen. Irr ich mich oder hatte sie tatsächlich dieses „ich will mich kurz fassen“ gesagt. Das konnte doch nur bedeuten, daß&#8230;sie wird doch nicht, nein, sie kann nicht&#8230;<br />
Doch, sie tat es: „ Weißt Du, ich finde wir haben uns auseinandergelebt, wir haben nichts mehr gemeinsam.“ Sie machte ne Pause.<br />
„ Aber&#8230;was redest Du da, natürlich haben wir was gemeinsam, so ein Schwachsinn&#8230;“<br />
„ So? Was denn?“<br />
„ Also,“ ich stockte kurz, was sie als ein Versagen meinerseits deutete und weiterfuhr:             „ Außerdem bist Du nicht fähig erwachsen zu werden. Ich kann auf diese Art und Weise nicht weitermachen&#8230;Ich hoffe Du verstehst das.“ Ich verstand nichts, war unfähig etwas zu sagen. Ich mußte das erst einmal kurz verdauen, hatte ich doch alles für perfekt gehalten. Auseinandergelebt&#8230;nichts gemeinsam&#8230;unfähig&#8230;Mir fielen die Worte meines Vaters ein: Wenn es perfekt für Dich scheint, liegt es vielleicht daran, daß Dir die Frau nichts sagt! Ihr geht es eventuell anders. Darauf mußt Du achten!<br />
„ Das kannst Du nicht machen&#8230;ich, ich könnte mich ändern.“<br />
„ Komm schon Thommy, Du wirst Dich nicht ändern, das wissen wir beide. Und wenn ich mich recht erinnere, haben wir das Gespräch über Veränderung schon länger hinter uns gebracht.“ Da hatte sie allerdings recht. Es ging um meine Manieren und meinen Lebensstil. Damals konnte ich mich noch durchsetzen. Es schien, als ob mich dieser Sieg einholte.<br />
„ Es wäre auch mies und egoistisch, von einem anderen Menschen zu verlangen, sich zu ändern, nur damit es besser läuft. Ich meine, ich könnte selbst versuchen mich Dir anzupassen, aber das wäre das gleiche, verstehst Du.“<br />
Ich schüttelte den Kopf, hörte nur noch halb zu.<br />
„ Natürlich, Du willst mich nicht verstehen, aber im Grunde mußt Du mir recht geben.“<br />
„ Dann könnten wir uns beide ändern, was hältst Du davon?“<br />
„ Damit es zwei Wochen gut geht oder was? Du weißt genau, daß es so nicht funktioniert, man sollte einfach so zusammenpassen.“ Ich lachte. Sie wußte genau warum, sie war, im Gegensatz zu mir, auf diese Situation gut vorbereitet.<br />
„ Ich weiß, daß ich gesagt habe, man müsse an einer Beziehung ständig arbeiten und das beide etwas zurückstecken müssen.“<br />
„ Ja, das hast Du gesagt.“<br />
„ Man kann sich ja mal irren.“<br />
„ Ha, Du machst es Dir aber sehr einfach.“<br />
„ Glaubst Du wirklich es ist einfach für mich, glaubst Du das?“<br />
„ Es sieht fast so aus!“<br />
Ich stand auf und ging ins Bad, spritzte mir Wasser ins Gesicht uns starrte in den Spiegel, betrachtete mich, ohne etwas dabei zu denken. Ich konnte es einfach nicht glauben. Ich holte tief Luft und spuckte ins Becken.<br />
Dann ging ich zurück und lehnte mich an die Fensterbank.<br />
„ Wie heißt er?“ fragte ich.<br />
„ Was? Was soll das, Thommy?“<br />
„ Ich will wenigstens den Namen wissen.“<br />
„ Du bist echt schlimm, verstehst Du nicht, es geht nicht darum!“ Dann hinzufügend: „ Hast Du mir überhaupt zugehört? Hast Du mir jemals zugehört?“ Ihre Stimme war jetzt lauter und bebte ein wenig.<br />
„ Wie heißt er?“<br />
„ Oh, Thommy, es gibt keinen anderen Mann, verstehst Du nicht, es geht einfach nicht mehr?“<br />
„ Nein, ich verstehe nicht.“<br />
„ Du willst es nicht verstehen, das ist der Punkt, Du willst es nicht sehen, nicht wahrhaben.“<br />
„ Von mir aus.“<br />
„ Ich werde zu einer Freundin ziehen, vorerst natürlich nur, bis ich etwas eigenes gefunden habe. Morgen früh werde ich gehen.“<br />
„ Morgen früh erst. Warum nicht gleich, da, dort drüben ist die Tür, verpiß Dich doch gleich, was willst Du noch hier,“ schrie ich um mir Luft zu machen. Ich fühlte, wie ich wieder zu mir kam, wie der zarte Schleier von meinen Sinnen wich, ich stand wieder in der Wohnung, am Fenster, wußte was hier gespielt wurde.<br />
„ Du&#8230;du bist ein Arschloch, Thommy, warum mußt Du es so schlimm machen, schlimmer, als es sowieso schon ist, Scheiße,“ sie begann zu heulen, ging ins Schlafzimmer, schrie und warf die Tür zu.<br />
„ Ja, Scheiße,“ brüllte ich hinter ihr her, aber ich glaube kaum, daß sie das noch gehört hatte. Ich sank auf den Boden. Die macht’s sich vielleicht einfach, diese, diese&#8230;Warum? Ich grübelte den ganzen Abend und die halbe Nacht darüber nach, ließ alles wie ein Stummfilm innerlich vorbeilaufen. Dann schlief ich unter dem Fenster, vor dem Heizkörper ein, ohne Traum, ohne genau zu wissen, was geschehen war.</p>
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		<title>Aufwärmübung</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/06/15/aufwarmubung/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 13:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[Essen, Trinken
Platten, Bücher
Pfeffer, Salz
Besteck und Tücher
Hammer, Nägel
Pech und  Sorgen
Kann ich mir vom Nachbarn borgen
Geld und Glück
Und schöne Sachen
Liebe, Freude
Stolz und Lachen
Schließt er weg
Der Bösewicht
Rückt sie rasch aus meiner Sicht
Denn Schönes geben
Will er nicht
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Essen, Trinken<br />
Platten, Bücher<br />
Pfeffer, Salz<br />
Besteck und Tücher</p>
<p>Hammer, Nägel<br />
Pech und  Sorgen<br />
Kann ich mir vom Nachbarn borgen</p>
<p>Geld und Glück<br />
Und schöne Sachen<br />
Liebe, Freude<br />
Stolz und Lachen</p>
<p>Schließt er weg<br />
Der Bösewicht<br />
Rückt sie rasch aus meiner Sicht<br />
Denn Schönes geben<br />
Will er nicht</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rolling Novel (18)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/06/15/rolling-novel-18/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 13:57:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[Seeluft
Am Wochenende trafen wir uns am See, ein alter Baggersee, nicht sonderlich groß, zumindest nicht groß genug, um auf irgendeiner beliebigen Karte Erwähnung zu finden; dennoch brauchte man gut zwei Stunden, ihn einmal zu umlaufen. Wir gingen erst nach sechs Uhr hin, damit man für den lausigen Parkplatz keine Gebühren mehr bezahlen mußte und weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seeluft</strong></p>
<p>Am Wochenende trafen wir uns am See, ein alter Baggersee, nicht sonderlich groß, zumindest nicht groß genug, um auf irgendeiner beliebigen Karte Erwähnung zu finden; dennoch brauchte man gut zwei Stunden, ihn einmal zu umlaufen. Wir gingen erst nach sechs Uhr hin, damit man für den lausigen Parkplatz keine Gebühren mehr bezahlen mußte und weil es angenehmer war, weil weniger Menschen sich tummelten und so etwas, oder ihre fetten, behaarten Bäuche zur Schau stellten, ihre Wänste voll Alkohol, sprich deutschem Hefeweizen, und roten Würsten, ihre kahlen Fabrikkörper in der Sonne schmoren ließen und ihren Frauen, die alle aussahen, als ob sie Friseusen oder Huren seien, geschminkt, frisch aus dem Solarium, damit niemand erkennen konnte, daß sie sonst nicht an der frischen Luft waren, die Träger der Bikinis lasziv (wenn die wüßten!) unter den Achseln verschwinden ließen, damit bloß keine weißen Stellen zurückblieben, die man nicht einmal mehr im Sonnenstudio entfernen konnte und wenn sie den Rücken bräunten und das Bikinioberteil erst öffneten, wenn sie ganz flach auf dem Bauch liegen, bloß damit niemand ihre ekelhaften, birnenförmigen Titten sehen konnte, falls das jemand wollte, falls das jemanden interessierte. Ein riesiger Picknickkorb steht auch schon bereit, vielleicht ein Liegestuhl oder eine Hängematte mit Metallgestell, vielleicht auch nur eine Luftmatratze oder so, und wenn das alles nichts hilft, gibt es ja noch die schönen alten Teppiche, die Allzweckteppiche, welche man zu allem möglichen benutzen kann, als zweite Decke im Winter, als Unterlage im Kofferraum, zum Zudecken des Gepäcks im Urlaub, als Hundedecke vielleicht, die am Anfang zwar schön flauschig und weich sind, aber mit der Zeit, mit dem Waschen, kratzbürstig werden, wie ein altes Weib oder eine eiserne Jungfrau&#8230;Ich überlegte mir, ob diese Teppiche auch nach einigen Waschgängen als Klopapier dienen könnten, so zum Wegschmirgeln der Hämorrhoiden. Falls man so etwas sein eigen nennen darf. Der Kasten Bier darf auch nicht fehlen und erst recht nicht die Zeitung, sie wissen schon, die mit den großen Buchstaben und dem rot-weißen Logo und den Bildern und&#8230;die Kinder. Mit Sonnenhut, mit Gekreische, Heulsusen seid ihr, habt aber alle englisch klingende Namen, Kevin, Mike Steve, oder biblisch, Samuel, Ruben, Isaak oder&#8230;Das war für sie die Art, ihre Toleranz zu bezeugen: Ach hören Sie mal, mein Sohn hat soundso einen Namen, wie könnten wir da nicht tolerant sein, also bitte, hören Sie doch auf, was sagen sie da? Sie wollen mich auf den Arm nehmen, wir Deutschen seien nicht tolerant genug, wissen Sie, was Sie mich mal können&#8230;Ich gehe jetzt erst mal in den Schützenverein, dort werde ich mich von Ihren Anschuldigungen erholen, Sie, Sie&#8230;Ich hatte Angst vor der Vorstellung, daß ein Ausländer sich eines Tages hierher verirren könnte, einige Bilder schießen, um daheim zu beweisen, daß wir Deutschen es in unserem eigenen Land nicht anders halten, als im Urlaub, auf Rimini, an der Costa Brava, Ibiza, Mallorca, Menorca&#8230;Sie würden sich in ihrem Urteil bestätigt fühlen, welches sie über uns schon lange gefällt hatten, in ihren Vorstellungen tragen wir doch alle insgeheim einen Hut mit Gamsbart, eine Lederhose, vielleicht Schuhe mit Stahlkappen, sind laut, prügeln uns gerne et cetera. Zugegeben, so schlimm ist es auch wieder nicht, doch die bloße Vorstellung daran, ließ meinen Magen sich zusammenziehen. Wie dem auch sei, diese Menschen waren nicht anwesend, weil um diese Zeit, dazu am Wochenende, irgendwas im Fernseher lief, daß man sich nicht entgehen lassen durfte, konnte, wie auch immer. Das war gut, man mußte sie nicht sehen und hatte zudem den Vorteil, mehr Platz zu haben, ungestört herumzulungern, ohne dabei runde Bäuche oder versteckte, halbbraune Titten zu sehen und den wabbligen Arsch gratis dazu.<br />
Wir hatten Decken dabei, etwas zu trinken, ein Radio, Würste und Brötchen, Messer, Korkenzieher und Feuerzeug, Zigaretten, blablabla, merken Sie was? Wir sind auch Deutsche, zumindest der größte Teil von unserem Grüppchen, aber bei uns waren diese Dinge einfach Mittel zum Zweck, wir betrachteten sie nicht als rituell-spirituelle Dinge um das allsonntägliche Baggersee-Ritual abzuhalten. Sie hatten keine Bedeutung für uns, außer um unsere natürlichen Bedürfnisse damit zu befriedigen. Es war für uns kein Hobby, keine Wissenschaft, der man sich stundenlang und mit allergrößter Sorgfalt widmete. Wir hatten noch mehr, die anderen nicht, so scheint es zumindest. Martin und Andrew begannen zu grillen. Welch ein Glück, sie dabei zu haben. Martin war ein Grillpriester, er wuchs damit auf, sein Pech, ihm machte das Spaß, er hielt es glaube ich, ebenfalls für ein Ritual. Was soll’s? Er wird es machen. Darüber war ich froh, ich haßte das Grillen, ich werde mich niemals mit dieser deutschen Eigenschaft anfreunden, Andrew schon, aber das ist was anderes. Ich stellte mir vor, als die beiden da grillten und wir andern uns schon betranken, wie es wohl wäre, zu einem dieser grillenden Priester hinzugehen und ihn zu bitten, doch einmal einen Klumpen getrockneter Scheiße zu braten, einfach so. Die würden staunen, die würden mich anblicken, wie ein Pfarrer, dem man ins Weihwasser pinkelt oder so – ach, wäre das ein Spaß, diese Grillpriester mit ihren Würsten und Schweinerücken, diese Schweinepriester!<br />
Der Grill war für Leute gemacht, die sich keinen leisten konnten oder für Typen wie&#8230;uns, die sich nichts daraus machten und denen es zu blöd war, ihren eigen High-Tech-Super-Power-Grill mitzubringen. Um den steinernen Grill, der ein Schild trug, auf dem stand, daß dies Eigentum der Stadt sei und man für eventuelle Schäden haftbar gemacht werden konnte, standen noch ein paar Russen, wahrscheinlich eine Familie, vielleicht zwei, die sich lauthals auf russisch unterhielten und sangen, Kalinka, Kalinka, oder so und waren fröhlich. Die Russen liehen uns sogar ihre riesige Gabel und boten uns was von ihrem selbstgemachten Wodka an. Ich nahm nichts, nahm mir jedoch vor, gegen später auf dieses Angebot zurückzukommen. Wollte erst die anderen probieren lassen, man weiß ja nie, wie diese selbstgemachten Dinger schmeckten, beziehungsweise, wirkten.<br />
„ Hey, was sitzt Du da so rum? An was denkst Du?“<br />
Steffi kam auf mich zu und gab mir einen Kuß; sie kniete jetzt neben mir und lachte, als sie Frank und Reiner dabei zusah, wie sich mit dünnen Ästen bekämpften. Totale Scheiße, dachte ich, wie kann man das komisch finden? Ich bekam wieder diese Wut. Ich war wütend auf nichts, nein, auf alles, auf jeden, auf mich. Egal, davon wollte ich nichts wissen. Deshalb fummelte ich an Steffi herum, zog sie näher zu mir und küßte sie am Hals, streichelte ihre Beine und zog sie immer weiter herunter, bis wir nebeneinander im Gras lagen.<br />
„ Was hast Du gerade gedacht?“<br />
„ Nichts.“<br />
„ Lüg nicht. Du kannst nicht lügen, das weißt Du!“ Das wußte ich nicht, aber sie hatte, glaube ich, recht.<br />
„ Nichts bestimmtes, einfach nur nachgedacht.“<br />
„ Das sieht Dir ähnlich, sitzt da, trinkst ein Bier, und siehst aus, als ob Dir was Ernstes durch den Kopf geht und dann sagst Du, es sei nichts besonderes und willst Sex,“ erwiderte sie, nicht böse, eher belustigt. Trotzdem fühlte ich mich angegriffen.<br />
„ Ich will keinen Sex.“ Wollte ich schon, aber das ging sie nichts an.<br />
„ Natürlich wolltest Du, warum ziehst Du mich dann so zu Dir her, fummelst zwischen meinen Beinen herum, warum hast Du plötzlich eine Erektion, wenn Du mich nicht ficken willst?“<br />
„ Ich wollte nur zärtlich sein. Ist das verboten? Außerdem hab ich nichts wichtiges gedacht.“<br />
„ Zärtlich, aha, Du lügst schon wieder.“ Richtig.<br />
„ Ach l&#8230;laß mich doch in Ruhe.“ Ich war richtig wütend, versuchte mir jedoch nichts anmerken zu lassen.<br />
„ Ich soll Dich am Arsch lecken? Was&#8230;“<br />
„ Ich sagte, Du sollst mich in Ruhe lassen, nicht am Arsch lecken.“<br />
„ Aber das wolltest Du sagen, hab ich recht?“<br />
„ Nein.“<br />
„ Doch, wolltest Du.“<br />
„ Nein, woher willst Du wissen, was ich sagen wollte. Kannst Du Gedanken lesen, oder was.“<br />
„ Nein, hat sich aber so angehört, das weißt Du genau.“<br />
Sie stand jetzt wieder und war wirklich sauer, aber das änderte nichts, ich war es auch und die Tatsache, daß ich es an Steffi ausließ, machte mich noch wütender. Verfickt nochmal, warum kann sie mich nicht in Ruhe lassen.<br />
„ Ich weiß zwar nicht, was Dich gerade stört, ob es der Umstand ist, daß Du ficken willst und ich jetzt keine Lust habe oder ob es einer von Deinen beschissenen Selbstmitleidsanfällen ist, aber so brauchst Du mich nicht anpflaumen. Das habe ich nicht nötig.“ Sie ging weg und setzte sich zu Reiner und Frank, die sich nicht mehr erschlagen wollten, sondern von ihren Würsten abbissen und sich bestimmt wieder über ihr scheiß Studium unterhielten. Martin grillte immer noch und sprach mit den Russen, die sich inzwischen noch lauter als vorher ans Singen machten. Andy kam zu mir.<br />
„ Was hast Du jetzt angestellt. Die ist ja ziemlich sauer.“<br />
„ Hat sie das gesagt?“<br />
„ Ich bin nicht blind, also selbst Lena hat gemeint, daß das nicht besonders gut ausgesehen hat.“<br />
„ Ich hab ihr gesagt, sie soll mich in Ruhe lassen, das ist alles.“<br />
„ Das ist alles, Mann bist Du ein Arschloch.“<br />
„ Hey, Andy, jetzt fang Du nicht auch noch an, okay!“<br />
„ Schon gut, was ist los mit Dir? Hast Du Deine Tage?“<br />
Ich sagte nichts, sondern stand auf und entzündete eine Kippe.<br />
„ Hier!“ Er gab mir ein Bier und wir stießen an, dann erzählte er mir, wie geil das mit Lena und ihm wäre, das einfach alles klappte, sie sich auch stritten und so, aber nichts Ernstes, und daß es&#8230;einfach perfekt sei. Toll, ich fing schon wieder an ihn zu beneiden, weiß nicht warum, es überkam mich einfach, dabei hatte ich auch eine tolle Frau und alles schien perfekt.<br />
In diesem Moment kamen Quentin und Mecki, Sie wissen schon, der mit den Pilzen, der abgefahrenste Typ auf Erden, wenn man ihm länger als fünf Minuten zuhörte und den Müll glaubte, den dieser Wichser erzählte. Wenigstens hatte er was zu rauchen dabei, deshalb sagte ich nichts zu ihm, obwohl es mir wahrscheinlich besser gegangen wäre, hätte ich ihn nur blöd angequatscht. Sie hatten sich gerade Fight Club angesehen und meinten jetzt, daß sie uns die Szenen nachspielen mußten oder uns zeigen, wie verdammt cool es doch sei, sich zu prügeln. Dabei berührten sie sich gar nicht oder kaum, sondern schlugen in die Luft, gaben stöhnend Laute von sich, wenn sie getroffen wurden und kamen sich sehr stark und männlich vor. Mir kam wieder der Gedanke mit dem riesigen Klumpen Scheiße, diesmal in Gestalt von Mecki, der sich schreiend vor Schmerzen auf dem Grill wieder fand und dabei versuchte, sich zu schlagen. Ich sah Quentin, wie er lachend noch etwas Spiritus drüber kippte, und dann würden sie alle beide lachen.<br />
Der Joint machte die Runde. Steffi, die normalerweise nichts rauchte, nahm einen großen Zug. Sie begann zu husten und ihre Mundwinkel zitterten. Aus irgendeinem Grund, freute mich das, es war eine Art Rache. Für was? Warum? Keine Ahnung. Ich beruhigte mich jedenfalls. Dann tat sie mir leid, und das schlechte Gewissen machte sich in mir Luft, daß ich meine Wut auf sie, die nichts dafür konnte, sie, die mich liebte, projizierte. Als der Stumpen bei mir ankam, war fast nichts mehr übrig. Ich konnte ihn nur noch mit den Fingerspitzen meines Daumens und meines Zeigefingers fassen, nahm dann einen Zug, so gut es ging und verbrannte mir fast die Fresse. Dieses verdammte Zeug, wie kann das so schweineheiß werden. Ich hatte jetzt den dreckigen Geschmack von Tabak auf den Lippen, der sich mit dem Gras vermischte. Es war widerlich! Mecki und Martin lachten und versprachen, daß ich das nächste Mal als Erster drankommen würde, diese Arschgeigen lachten. Ich lachte blöde zurück und beim nächsten Stumpen nahm ich deswegen gleich drei Züge und hoffte, daß ihnen das Lachen dann verginge, aber nichts, sie hatten es nicht einmal bemerkt. Verdammt, zwei Scheißklumpen können gar nicht lachen.<br />
Es ging den ganzen Abend weiter. Die halbe Nacht durch verbrachten wir am See. Ich war nicht mehr wütend, glaube ich, zumindest dachte ich nicht mehr an Scheiße oder ähnliches und wollte nur noch, daß Steffi mich wieder mochte. Die Russen brachten sich in unsere Runde ein, das heißt, eigentlich sprachen nur Reiner und Andy (wenn er sich kurz von Lena und ihren wilden Küssen losreißen konnte) mit ihnen, aber ihr Wodka sprach zu uns allen. Das war gut. Das beruhigte.<br />
Es war beinahe vollständig dunkel und ich war nicht mehr sehr kräftig auf den Beinen. Ich setzte mich an einen Baum, während die anderen immer dichter ans Feuer rückten und sich Dinge erzählten, die jeder kannte oder schon erlebt hatte, erleben wollte, und dann sangen sie mit den Russen und Michaela und Steffi tanzten, Drehung links, vor, zurück und weiter, eine Drehung, lachend, sie waren nur noch vage zu erkennen, durch den Rausch, das Licht des springenden Feuers. Sie sahen aus wie Tänzerinnen, gemalt und vollendet von Monet und den anderen Impressionisten, ihren Farbtupfern, die so wenig real waren und doch alles sagten. Die Farben verschwammen in diesem anthrazitfarbenen Schein, die Schatten wurden länger, verschwommen, nur scharf auf den Steinen des Grills, der Gesang hörte sich an, wie aus einer Jukebox eines vergangenen Zeitalters, eines längst vergessenen Jahrhunderts, russische Melancholie lag zum Greifen bereit in der Luft. Wodka, Kalinka, vergessener Lenin, Trotzki, Zarenreiche lagen in den Liedern, es war alles so unwirklich, oder der Rausch nahm zu und es war lächerlich, wenn man es sich genauer betrachtete. Millenium, und doch sitzen ein paar Typen am Ufer eines Baggersees und tanzen zu alten russischen Volksliedern und einer billigen Ukulele. Welch lachhafter Anblick, wo war das Internet bloß hingekommen, wo die Bassrhythmen, Computermusik, es kam und ging, wie Gespenster, führten wir uns auf, inmitten einer Großstadt, neben einem Industriezentrum und ich fragte mich, warum das so war, wieso bloß führten wir uns auf, wie geistesgestörte Schauspieler in einem Musical von Andrew Lloyd Webbers russischem Cousin. Ich peilte nichts mehr, ließ meinen Blick in die andere Richtung schweifen, hörte nur noch die Musik, ich sah ins Dunkel und mir wurde unheimlich zumute. Ich verspürte etwas in mir, das ich nicht erklären konnte, es war nur ein kurzer Augenblick hellen Feuers in mir, ich sah Dinge, die alles einfach erscheinen ließen, konnte es nicht festhalten, mir wurde klar, daß es etwas mit der Wut zu tun hatte, aber der Blitz zuckte nur kurz, er kam, zischte, leuchtete grell, dann war er weg, und ich saß wieder da. Hatte die Taube und ihre dünnen Flügel nur kurz betrachten dürfen, dann flog sie von dannen; alles was mir blieb, war ein Stück Taubenschiß, der mir Hoffnung gab, den dazugehörigen Vogel wiederzufinden. Ich versuchte nochmals diesem Gedanken zu folgen, es wurde nichts daraus, schon gar nicht, als Martin hinter mir etwas von Wodka, Glasnost und Perestroika oder ähnlichem, brüllte. Ich haßte ihn dafür, aber das ist nichts Neues. Ich ging zurück zum Feuer, in mir ein unheimliches Gefühl, keine Wut, sondern ein Pissbecken voll Unbehagen, das nur darauf wartete, über mir ergossen zu werden. Dann vergaß ich diese Angelegenheit und sang und tanzte mit den anderen.<br />
Mit Steffi regelte sich alles wieder, ich wußte nicht, ob ich das auf die Rauschmittel zurückführen sollte oder ob sie mir verziehen hatte, aber das, das spielte im Moment keine Rolle. Wir hatten uns im Arm und es war wieder schön. Ich wußte zwar, daß ich am nächsten Tag darüber diskutieren mußte, das war jedoch nun belanglos.<br />
Beim Nacktbaden, gegen später, zerrte sie mich auf den Strand und begann mir einen zu blasen. Dann setzte sie sich auf mich, sagte etwas von verzeihen und lieben undsoweiter und beobachtete aufmerksam die Gegend, daß uns auch ja keiner sehen oder hören möge. Ich, meinerseits, konzentrierte mich nur darauf, die Schmerzen, die die Kieselsteine unter meinem Rücken auslösten, in Grenzen zu halten und verstand jetzt, warum Steffi so ewig brauchte um sich auf mich zu setzen und warum sie Schilf und Grasbüschel ausgerissen hatte und neben mich legte, genau dort, wo sie ihre Knie zu legen gedachte. Ich mußte kurz lachen, denn ich hielt das für einen Ausdruck ihrer Geilheit, daß sie einfach wild war, tja, so kann man(n) sich täuschen. Dieses Luder, wußte genau was sie tat und ich fragte mich, wie oft sie das schon gemacht hatte. Ich werde es aus ihr rausquetschen, das werde ich. Ich wurde, glaube ich, eifersüchtig auf die Männer, mit denen sie das schon vor mir gemacht hatte. Dann wurde mir aber klar, daß dies egal sei, denn das war vorbei, jetzt war ich da und es war schließlich gut für mich, wenn sie weiter ritt, ohne ständig an ihren Knien herumzuwursteln. Trotzdem, mir hätte sie ruhig auch einige Büschel darunter legen können. Warum bist du niemals zufrieden, du verdammter kleiner Pisser, immer hast Du was auszusetzen, immer, immer wieder. Über was regst Du Dich auf, was soll das ganze Gelaber, genieße es, konzentriere Dich auf sie, auf das, was sie mit Dir macht, du Scheißer. So redete ich zu mir in Gedanken, während sie es mir und sich selbst besorgte, bis, naja, bis ich explodierte. Wir lagen eine Weile nebeneinander und starrten gen Himmel. Der Rausch legte sich. Es war eine klare Nacht, man konnte jeden einzelnen Stern sehen und wenn man Glück hatte und sich ein wenig zusammenriß, entdeckte man Satelliten, die auf ihrer Bahn über uns vorbeikamen. Niemand sagte etwas, erst als wir die Stimmen der anderen wahrnahmen und uns kalt wurde; wir zogen unsere Sachen, die ein Stück entfernt am Ufer lagen, wieder an, küßten uns die ganze Zeit (sie lächelte mich wieder verliebt an, was mir ein Gefühl von Macht gab, ein Gefühl der Unsterblichkeit, wenn ich nur in ihrer Nähe war und sie so zu mir aufsah) und gingen zurück zu den anderen.<br />
Wenig später packte Mecki, dieses verdammte Arschloch, wieder mal Pilze aus, und weil er so ein Trottel war, hielt er sie Andy und mir unter die Nase, grinste und meinte: „ Na Jungs, wollt ihr nochmal?“<br />
„ Verpiß Dich,“ antworteten wir synchron und er lachte.<br />
„ Weißt Du, was wir mit dem Wichser machen,“ sagte Andy zu mir. Ich schaute ihn kurz an und sagte: „ Yep! Komm.“<br />
Wir packten Mecki – Andy an den Armen und ich an den Füßen – und trugen ihn ans Ufer.<br />
„ Ihr Wichser, laßt mich los, ihr verdammten Schweine, hey, hört ihr nicht, ihr sollt loslachen, Arschlöcher, Arschlöcher&#8230;“ Er bekam einen roten Kopf und schrie um Hilfe, aber niemand wollte ihm helfen, nicht einmal die Russen, alle lachten, nur Steffi und Lena war es ein wenig peinlich, glaube ich, aber die anderen, einschließlich der Ex-Kommunisten, feuerten uns an.<br />
„  Was hast Du gesagt,“ fragte Andy.<br />
„ Ihr Vollwichser, ihr blöden Arschgeigen&#8230;“<br />
„ &#8230;eins&#8230;“<br />
„ Laßt sofort los, das könnt ihr nicht machen&#8230;“<br />
„ &#8230;zwei&#8230;“<br />
„ Laßt los, ihr Wichser, ist okay, wollte euch nur aufziehen, ist doch nicht so schlimm, was soll das, war nur ein Scherz, hee, laßt mich runter&#8230;<br />
„&#8230;drei&#8230;“<br />
„&#8230;aaaaahhh&#8230;“ Und dann flog er ins Wasser, mit Klamotten und Pilzen und seiner scheiß Fresse, er fluchte und fluchte, und als er aus dem Wasser kam, zog er gleich ab, ob wohl wir ihm noch anboten einen Schluck Schnaps zu nehmen und daß er unsere Decken haben könnte.<br />
Das war ein Spaß und alle freute es irgendwie, daß er sein Fett wegbekommen hatte. Aber er tat uns auch leid und wir wußten, daß wir uns entschuldigen werden. Was soll’s, wir waren quitt. Schon allein der Gedanke, nochmals so einen Pilz zu schlucken (obwohl er versichert hatte, daß es sich um eine harmlosere Gattung handelte und daß alles halb so schlimm sei), ließ es mir kalt den Rücken runter laufen. Ich hatte Angst davor, daß sich die Bäume bewegen könnten und wieder ihre Farbe wechselten, daß sie sich in Warhol oder Einstein verwandeln würden oder daß irgendwelche Mutanten aus dem See stiegen, mich auslachen und auffressen würden, Nessie, Nessie, verpiß dich, hau ab – also so etwas wollte ich hier draußen gleich dreimal nicht erleben. Draufgespuckt und drübergepißt, das werde ich mir nicht antun. Ich fühlte mich nach diesem Vorfall besser, Steffi war wieder okay, wir hatten alle noch unseren Spaß, tranken die Reste oder kippten sie ins Gras und gingen. Es wurde doch noch ein schöner Abend, ein glücklicher, gelungener Abend. Ich sollte die Wut so schnell nicht mehr losbekommen&#8230;</p>
<p>Mitte der nächsten Woche erzählte mir Steffi von ihrer geplanten Urlaubsreise mit Michaela. Ich wußte, daß die beiden diese Reise schon lange vor dem Beginn unserer Beziehung gebucht hatten, deshalb nahm ich es gelassen, als sie sagte, daß sie wahrscheinlich einen Monat nicht im Lande sein würde und daß es schon am folgenden Dienstag losgehe. Sie wollten zuerst nach Prag, Budapest, dann an die Küste Kroatiens, vielleicht weiter Richtung Osten, mein Gott, sie erzählte es so, mit solch einem Enthusiasmus, daß man meinen sollte,  sie wollten die ganzen Ostblocksatelliten heiligen, Ex-Ostblock Es sei unglaublich, dieser Charme des Ostens, die Melancholie, in der Sprache, in den Gesichtern, aber vor allem in der Musik, hast du schon mal was von Bartok, Kafka, Havel gehört, ja, aber auch von billigen Zigaretten, Huren, Alkohol, Kinderprostitution, Armut Hunger. Das sei nun mal so, aber es wäre unglaublich schön, wundervoll romantisch, die Bauten, die Plätze, die Cafés. Prag sei die schönste Stadt Europas, hatte Michaela ihr vorgeschwärmt, aber ich war mir da nicht so sicher. Vielmehr hatte ich die Vermutung, daß sie noch nicht viel herumgekommen sei, und daher so etwas behauptete, was soll’s, sollen sie doch machen, es hörte sich sowieso an, als hätten sie das ADAC-Reisemagazin auswendig gelernt. Warum sie denn nicht gleich in die Zentrale, nach Moskau gehen. Das hätten sie auch schon geplant, aber das benötige so verdammt viel Zeit, bis man mit dem Zug dort ankomme, vielleicht, man weiß ja nie, sie werden das spontan entscheiden. Aha, sie solle doch für mich einen Kranz an Stalins Grab niederlegen, wenn sie schon dabei ist und kräftig für ihn beten, wer weiß, vielleicht hört er dich ja, Reinkarnation, der jüngste Tag und so, das würde mir gefallen.<br />
„ Steck Dir Deinen Sarkasmus sonst wo hin,“ sagte sie und warf mir ein Kissen an den Kopf.<br />
„ Du bist bloß neidisch, weil Du hierbleiben mußt, während wir ein Stück der Welt sehen werden, ein Stück Weltgeschichte.“<br />
„ Ja stimmt, ich bin neidisch, ich könnte dort wenigstens täglich den Puff besuchen, zweimal, oder dreimal sogar, soll wirklich billig sein.“<br />
„ Halt die Klappe, komm mal, Reiner hat uns einige geschichtliche Sachen aufgeschrieben, du weißt schon, historische Bauten und Plätze, undsoweiter, sogar die genaue Adresse vom Schauplatz von Kafkas Prozeß.“<br />
„ Hmm, hört sich toll an.“<br />
„ Jaja, das interessiert Dich wenig, hab ich recht?“<br />
„ Stimmt,“ erwiderte ich und stopfte meine Wäsche in den Schrank, „ Mich interessiert vielmehr, wann Du wieder kommst.“<br />
„ So, so, vermißt Du mich schon? Eifersüchtig?“<br />
„ Das könnte Dir so passen, vier Wochen gehen viel zu schnell vorbei, kann mich ja kaum von Dir erholen.“<br />
Und dann ging sie auf mich los, warf mich auf das Sofa, hockte sich auf mich und begann mich zu küssen.<br />
„ Ich werde Dich auch vermissen.“<br />
„ Wieso auch?“<br />
„ Das werde ich Dir heute Nacht verraten.“<br />
„ Mir oder ihm?“ Dabei führte ich ihre Hand zwischen meine Beine.<br />
„ Wer weiß&#8230;“<br />
„ Könntest Du uns beiden nicht ein klein wenig andeuten was genau Du meinst?“<br />
„ Das könnte Dir so passen. Ihr könnt ja jetzt eine kalte Dusche nehmen, damit ihr zwei Idioten es auch aushaltet.“<br />
„ Also, das nehmen wir persönlich.“<br />
„ Mir doch schnuppe. Ich muß jetzt noch zu Ela, hab ich Dir aber gesagt.“<br />
„ Aber ihm nicht, Du machst ihn ganz verrückt.“<br />
„ Spiel Du doch mit ihm, ihr seid ja zwei alte Bekannte&#8230;“<br />
Daraufhin zog ich sie auf den Boden und&#8230;den Rest könnt ihr euch vorstellen. Nach einigen Minuten verzog sie sich ins Bad, um sich ein wenig zu richten, dann rauschte sie ab, weil sie es so verdammt noch mal eilig hatte, zu ihrer Freundin zu kommen. Mann, das nervte! Sie sieht sie doch den ganzen nächsten Monat und mich, meine: uns, nicht. Wir, wir liegen dann wieder alleine im Bett und dürfen davon träumen, dürfen uns vorstellen, wie es wäre, nein, nein, nein, das wollen wir nicht. Ich will nicht alleine mit ihm sein. Alles was ich will, ist doch nur ne Möse, ihre Möse, eine winzige, kleine Stelle an ihrem Körper, ein enger feuchter Brunnen, okay, ihre festen zarten Brüste, ihre weichen, marmornen Schenkel auch, den straffen Hintern und ihren Speichel. Ist das zuviel verlangt? Ich soll mit ihm spielen, ich soll mit ihm spielen, also da hört sich alles auf. Das ist nicht mein Job. Wie kann sie von mir verlangen, daß ich mich selbst befriedige. Ich scheiße auf Onanie, ich scheiß drauf, hab keinen Bock auf so ne Kacke, macht doch keinen Spaß. Es ist absolut nicht dasselbe, das wissen wir doch alle. Ich scheiß sogar noch mal drauf! Das ist absolut pervers. Wer außer uns Männern muß das schon tun? Haben Sie schon einmal einen Rüden oder einen Hengst beim wichsen erwischt? Ha, sehen Sie – nur wir müssen das, wir haben auch ein Recht darauf, uns auszutoben. Natürliche Gleichberechtigung nenne ich das – Oder, wir Menschen sind einfach zu geil, könnte auch sein. Auf jeden Fall scheiß ich auf Onanie&#8230;Tatsächlich konnte ich nur die nächste Nacht kaum abwarten.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Strudel der Gedanken</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/05/31/strudel-der-gedanken/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2008 10:50:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Strudel der Gedanken
Auf Gold gerichtet
Fragen auf das Ziel
Von schwarz beglückt
Im Busch des weit verzweigten Hirns
Richtet sich der Weg
Aus vergangenen Sekunden
Der rückwärts die richtige Richtung weist
In die Höhe
Verlassen liegt die zerbombte Straße
Im Schotter der Ideen
Und das Glück und die Zuversicht
Liegen auf der Wiese
Auf der in Köpfen
Und den Herzen gespielt wird
Den Anlegeplatz
Für Gut und Böse
Die den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Strudel der Gedanken<br />
Auf Gold gerichtet<br />
Fragen auf das Ziel<br />
Von schwarz beglückt</p>
<p>Im Busch des weit verzweigten Hirns<br />
Richtet sich der Weg<br />
Aus vergangenen Sekunden<br />
Der rückwärts die richtige Richtung weist<br />
In die Höhe</p>
<p>Verlassen liegt die zerbombte Straße<br />
Im Schotter der Ideen<br />
Und das Glück und die Zuversicht<br />
Liegen auf der Wiese<br />
Auf der in Köpfen<br />
Und den Herzen gespielt wird</p>
<p>Den Anlegeplatz<br />
Für Gut und Böse<br />
Die den Anker an sich ziehen<br />
Und in die Segel blasen<br />
Und jeden Bug umspülen<br />
Kraftvoll im Blick<br />
Energisch gepeilt<br />
Niemals erreicht</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rolling Novel (17)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/05/31/rolling-novel-17/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2008 10:49:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie anders&#8230;
Ich wußte überhaupt nicht mehr wie das war, verliebt zu sein – frisch verliebt. Irgendwie. Mir machte es Spaß mit Steffi zusammen zu sein, es war noch alles am blühen, ich war nicht mehr einsam, nicht mehr besessen von der fixen Idee, Birgit für mich zurück zu gewinnen. Andrew meinte das auch, daß es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Irgendwie anders&#8230;</strong></p>
<p>Ich wußte überhaupt nicht mehr wie das war, verliebt zu sein – frisch verliebt. Irgendwie. Mir machte es Spaß mit Steffi zusammen zu sein, es war noch alles am blühen, ich war nicht mehr einsam, nicht mehr besessen von der fixen Idee, Birgit für mich zurück zu gewinnen. Andrew meinte das auch, daß es besser sei, daß ich jemanden gefunden hatte, der mich liebte. Richtig, offensichtlich liebte sie mich. Das tat richtig gut, kann ich Euch sagen. Besser, als irgendein Wort dieser Welt es jemals auszudrücken vermag. Ich hörte auf ständig und bei jeder Gelegenheit zu trinken und was das Beste daran war, mich störte nichts, aber auch gar nichts an ihr. Das war es: ich war so verliebt (vielleicht kannte ich sie such noch nicht gut genug – was spielt das schon für eine Rolle), daß ich alles an ihr auf irgendeine Weise mochte. Mir machte es Spaß mit ihr einkaufen zu gehen. Nicht das alltägliche, allwöchentliche einkaufen in einem Supermarkt, dafür werde ich mich wahrscheinlich niemals begeistern können, dieses Vorbeilaufen an Regalen, das Werfen der Produkte in den Einkaufswagen, das Preisvergleichen, das an der Kasse warten und sich von Hausfrauen anmaulen lassen, nur weil man zulange vor dem Ständer mit den Kaugummis und Süßigkeiten gestanden hat&#8230;egal, das werde ich niemals mögen. Das ist sicher! An was ich denke, ist das Einkaufen mit einer Frau, ich meine, welcher Mann geht schon gerne mit seiner Frau durch Boutiquen, Schuhläden, Boutiquen, Schuhläden, dazwischen mal ein Lederwarengeschäft für eventuelle Schnäppchenpreise bei Handtaschen, durch Boutiquen, etc., es sei denn, man ist, so wie ich es war, frisch verliebt und findet gefallen an den Klamotten und dem anderen Kram, den die Neue sich aussucht, sie einem die Dinge vorführt und man sich doch die ganze Zeit über vorstellt, wie schön der letzte Abend war, um wieviel besser noch der darauffolgende werden wird, wie es wohl wäre, ihr diese Kleidungsstücke auszuziehen, undsoweiter undsofort. Wir gingen lachend durch die Straßen, gingen gemeinsam was trinken, hörten den Straßenmusikanten zu, stellten uns direkt davor, ich umarmte sie von hinten und es war uns so, als ob diese Musiker nur für uns spielten und nur aus diesem einen Grund vor dieser alten Mauer waren, um uns glücklich werden zu lassen. Sie spielten eine Jazzversion von Love me tender.<br />
&#8230;love me tender, love me sweet, never let me go&#8230;<br />
Der Saxophonist kam auf Steffi und mich zu und spielte zärtlich diese schleimige Melodie, aber selbst davon wurde meine gute Laune nicht getrübt, seltsamerweise hob sich meine Stimmung und ich vergaß alles, bewunderte das glänzende Instrument und lauschte der tiefen Stimme des mokkafarbenen Sängers:<br />
&#8230;You have made my life complete and I love you so&#8230;<br />
Die Gefühlsduselei wurde erst von dem heftigen Hupen eines Lieferwagens unterbrochen und ich konnte mich nur schwer wieder in diese Stimmung zurückversetzen. Es kam mir plötzlich alles so kitschig blöd vor, daß ich am liebsten gegangen wäre, nicht ohne vorher dem Lieferanten eine in die Fresse zu treten, nur dafür, daß er mich in die Realität zurückgeholt hatte. Ich verspürte eine riesige Wut; Steffi jedoch hatte die Augen geschlossen und vergaß sich scheinbar völlig in diesem Song. Sie wiegte sich in meinen Armen und streichelte sanft über meine Finger, die sich vor ihrem Bauch kreuzten. Ich dachte immer noch an den Lieferwagen und an das gräßliche Geräusch der Hupe und etwas stieg in mir auf, ein Gefühl, das ich oft bekam, wenn man mich aus meinen Träumen, aus meinen Gedanken riß. Ich fragte mich plötzlich, was ich hier eigentlich machte, ob es das war, was ich wollte.<br />
&#8230;For my darling I love you&#8230;and I always will&#8230;<br />
Die simple Melodie erklang noch zweimal und das Saxophon hielt, in Begleitung des Basses, den letzten Ton noch eine kurze Zeit, dann war der Song zu ende. Ich war weder glücklich noch betrübt darüber, das wir weitergingen. Steffi warf den Musikern noch ein paar Geldstücke zu, bekam zum Dank ein kleines Gitarrensolo, sie küßte mich auf den Hals und legte ihren Kopf, während wir weiterschlenderten, auf meine Schulter. Irgendetwas war anders geworden&#8230;dieser verdammte Wichser von einem gestreßten Lieferanten ließ mich aufwachen, als ich es am wenigsten gewollt hatte – ich hoffte, daß ich bald wieder schliefe.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Für die grauen, leeren Menschen</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/05/25/fur-die-grauen-leeren-menschen/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 May 2008 05:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.scholars.de/?p=87</guid>
		<description><![CDATA[ I
Wir sind die grauen Menschen
Die mit Asche gestopften
Zusammengepfercht
Auf die Straßen gejagt
Und hinter Tische geprügelt
Im Kopfe nur,
Im Kopf so leer
Flüstern wir leise in Eure Ohren
Zischeln verstohlen im raschelnden Wind
Unsere Füße trippeln in
Dunklen Kellern auf
Du und Du mit den Ratten
Im Lichte farblos, konturlose Schatten
Erloschene Energie, stillstehende Gedanken
Die, die uns noch sehen
Die hinter den Gräben stehen
Und den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> I</strong></p>
<p>Wir sind die grauen Menschen<br />
Die mit Asche gestopften<br />
Zusammengepfercht<br />
Auf die Straßen gejagt<br />
Und hinter Tische geprügelt<br />
Im Kopfe nur,<br />
Im Kopf so leer<br />
Flüstern wir leise in Eure Ohren<br />
Zischeln verstohlen im raschelnden Wind<br />
Unsere Füße trippeln in<br />
Dunklen Kellern auf<br />
Du und Du mit den Ratten</p>
<p>Im Lichte farblos, konturlose Schatten<br />
Erloschene Energie, stillstehende Gedanken</p>
<p>Die, die uns noch sehen<br />
Die hinter den Gräben stehen<br />
Und den Tod alles Lebendigen<br />
Und alles Sterbenden belächeln können<br />
Sehen in unseren leeren Augen<br />
Das Spiegelbild für unsere<br />
Leeren Köpfe</p>
<p><strong> II</strong></p>
<p>Ich fürchte den Teufel nicht<br />
Im Traumlicht nicht<br />
Und in der Dunkelheit meiner Tage<br />
Ich fürchte keine göttliche<br />
Gerichtsbarkeit in meiner Seelenspalte<br />
Und in meiner Gedankenkraft</p>
<p>Die Furcht vor den Augen<br />
Gleich welcher Farbe<br />
Auf Säulen gewachsen<br />
Und Früchte aus Stroh</p>
<p>Verfolgen meinen Wahnsinn<br />
Bis in Höhlen mit Sonnenlicht</p>
<p>Ich fürchte keine bösen und<br />
Keine guten Engel, die mich besuchen<br />
Stärke der Bäume und Gräser<br />
Umgibt mein Gesang der Stärke<br />
Nur fürchte ich mich<br />
Vor der Lehre der Leere</p>
<p><strong> III</strong></p>
<p>Im Tanz der Windrosen<br />
Drehen sich hohle Winde<br />
Aus den Mündern der grauen Asche</p>
<p>Im Auftrag der Leere<br />
Jeder kann der Schuldige sein<br />
Wenn die Augen ausgestochen wurden<br />
Und geblendet<br />
Verendet<br />
Das Reich in dem ihr lebtet<br />
Wie ein verblichener Stern<br />
In der Ferne blinkt<br />
Ruft zu jeder Stunde<br />
Hoffnung, Herr, Hoffnung</p>
<p>Hinter die Maske blicken<br />
Ob hohl sie klingt</p>
<p><strong> IV</strong></p>
<p>Ist es so, wie es ist<br />
Oder obsiegt der Schein der<br />
Hohlen Köpfe und Särge<br />
Im Schein scheint das Licht<br />
Zerbersten zu wollen<br />
Wie Kreuze, an denen<br />
Küssende Lippen sich selbst martern</p>
<p>Hört Ihr die Rufe?<br />
Mir wird nichts mangeln<br />
Kauft ihr die Bilder?<br />
Euch soll nichts mangeln<br />
Fallt nicht herein<br />
Weidet Euch auf grüner Aue<br />
Glaubt nicht ungeprüft das Wort<br />
Führet Euch zu frischem Wasser<br />
Grelle Farben stechen die hohlen Blicke<br />
Schenket Euch voll ein<br />
An jeder Ecke, an jeder Ecke<br />
Denn wir sind bei Euch<br />
Wir sind Eure Hirten<br />
Unsere Stecken und Stäbe<br />
Trösten Euch</p>
<p>Gibt es ein Recht der Zärtlichkeit<br />
Das Gedanken und Herzen<br />
Seelen und Hirne beschützt?</p>
<p><strong>V</strong></p>
<p>Bald gibt es keine<br />
Warmen Augen mehr<br />
Auf diesem Weg</p>
<p>Die Schatten werden länger<br />
Als Tage und Zeiten</p>
<p>In diesem Land der<br />
Eingebildeten Kakteen<br />
Im Reich Zwergenhügel</p>
<p>Die Schatten werden länger<br />
Als Tage und Zeiten</p>
<p>Schrumpfende Ideen<br />
Im Gleichschritt mit<br />
Herzender Liebe</p>
<p>Die Schatten werden länger<br />
Als Tage und Zeiten</p>
<p>Im Zwielicht der Entfremdung<br />
Im Schatten, wird trotzdem<br />
Der Kluge und Barmherzige<br />
Siegen</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rolling Novel (16)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/05/25/rolling-novel-16/</link>
		<comments>http://www.scholars.de/index.php/2008/05/25/rolling-novel-16/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 May 2008 05:20:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.scholars.de/?p=86</guid>
		<description><![CDATA[Achtung, Achtung&#8230;
&#8230;Achtung Autofahrer, die Gefahr durch einen Falschfahrer auf der Autobahn A 81 Stuttgart Richtung Singen besteht vorerst nicht mehr, fahren sie trotzdem vorsichtig, vermeiden sie riskantes Fahren&#8230;

Eine Retrospektive namens Birgit (Teil 3)
Anrufbeantworter: Hallo?&#8230;Pause&#8230;Tja, Sie brauchen gar nicht so zu schreien, ich bin nicht zu Hause&#8230;Pause&#8230;falls es wirklich wichtig ist (ist es immer), hinterlassen Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Achtung, Achtung&#8230;</strong></p>
<p>&#8230;Achtung Autofahrer, die Gefahr durch einen Falschfahrer auf der Autobahn A 81 Stuttgart Richtung Singen besteht vorerst nicht mehr, fahren sie trotzdem vorsichtig, vermeiden sie riskantes Fahren&#8230;</p>
<p><strong><br />
Eine Retrospektive namens Birgit (Teil 3)</strong></p>
<p>Anrufbeantworter: Hallo?&#8230;Pause&#8230;Tja, Sie brauchen gar nicht so zu schreien, ich bin nicht zu Hause&#8230;Pause&#8230;falls es wirklich wichtig ist (ist es immer), hinterlassen Sie bitte eine Nachricht nach dem Ton, Piep&#8230;Pause&#8230;Nein, das war noch nicht der Ton, kleiner Scherz&#8230;<br />
Birgit kannte die Ansage und ich war mir beinahe sicher, daß sie erst gar nicht zu reden begonnen hatte, als sie dieses Hallo? vernahm. Vielleicht hatte sie kurz ihren Namen gesagt, vielleicht auch nur: Ich bin’s oder etwas in der Art.<br />
„&#8230;He, Thommy, was soll der Scheiß, daß Du vor meiner Tür den Affen machst? Hä? Findest Du das komisch, ich hab’s ja immer gesagt, daß Du nicht erwachsen bist und es niemals werden wirst (sie sprach ziemlich schnell und versuchte tatsächlich genervt zu wirken), wann läßt Du mich in Ruhe, Du, Du&#8230;geht’s mir auf die Nerven, ich hatte wegen Dir&#8230;Klack. Die Zeit war um, Pech gehabt, Du mußt Dich schon beeilen, wenn Du mir etwas mitzuteilen hast.<br />
Tuuut, tuuut, tuuut, etc. Anrufbeantworter: Hallo?&#8230;Pause&#8230;Tja, Sie undsoweiter undsofort.<br />
„ Ich war noch nicht fertig (ehrlich?), weiß nicht mehr, wo ich stehengeblieben war, ich bin so stinksauer, das kannst Du Dir gar nicht vorstellen, ich hatte wegen Dir einen riesigen Streit, ich finde das nicht lustig (Pause), Du wahrscheinlich schon (richtig!!), laß mich in Ruhe, okay? Und, ändere die Ansage auf dem Band, das ist kindisch, ach was soll’s, paßt ja, das ist echt das allerletzte, Du wirst niemals erwa&#8230;Ende.<br />
Ich hatte mir das Band einige Male angehört, und nach dem vierten oder fünften Durchgang konnte ich schon wieder lachen, besser, ich zwang mich dazu, darüber zu lachen, weil mir sonst die Tränen gekommen wären, aber das darf man ja nicht, wegen Mann sein und so, erst recht nicht mehr, seit Grönemeyer sang, daß Männer dies heimlich tun würden, also so wollen wir wirklich nicht sein. Dann doch lieber überhaupt nicht weinen, wirklich, das geht doch nicht.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Linux Mint 5.0 RC von &#8220;Elyssa&#8221; ist da! Deutsche Release Notes</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/05/13/linux-mint-50-rc-von-elyssa-ist-da-deutsche-release-notes/</link>
		<comments>http://www.scholars.de/index.php/2008/05/13/linux-mint-50-rc-von-elyssa-ist-da-deutsche-release-notes/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 May 2008 20:47:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>neo67</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.scholars.de/?p=84</guid>
		<description><![CDATA[Dies ist die deutsche Übersetzung der Release-Notes
Das Original der Übersetzung liegt hier
Bugs bitte hier melden. Wer kein Englisch beherrscht, kann seinen Beitrag von Husse übersetzen lassen.
Einleitung
Dies ist die erste Beta-Version für Linux Mint 5, Codename Elyssa, basierend auf Daryna und kompatibel mit Ubuntu Hardy und seinen Repositories.

Elyssa Desktop
1. mintMenu Verbesserungen
Schon in Daryna wurde mit mintInstall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist die deutsche Übersetzung der <a href="http://www.linuxmint.com/rel_elyssa.php" target="_blank">Release-Notes</a><br />
Das Original der Übersetzung liegt <a href="http://www.linuxmintusers.de/smf/index.php?topic=305.msg2116#msg2116">hier</a><br />
Bugs bitte <a href="http://linuxmint.com/forum/viewtopic.php?f=0&amp;t=12393" target="_blank">hier</a> melden. Wer kein Englisch beherrscht, kann seinen Beitrag von <a href="http://linuxmint.com/forum/memberlist.php?mode=viewprofile&amp;u=876" target="_blank">Husse</a> übersetzen lassen.</p>
<p><strong>Einleitung</strong><br />
Dies ist die erste Beta-Version für Linux Mint 5, Codename Elyssa, basierend auf Daryna und kompatibel mit Ubuntu Hardy und seinen Repositories.</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/elyssa.png" border="0" alt="" /><br />
<em>Elyssa Desktop</em></p>
<p><strong>1. mintMenu Verbesserungen</strong><br />
Schon in Daryna wurde mit mintInstall und der Portal-Software die Installation von Anwendungen vereinfacht.<br />
Elyssa macht es jetzt mit mintMenu leichter, Anwendungen zu entfernen.<br />
Sie brauchen jetzt nicht mehr Synaptic oder ein Terminal zu öffnen, wenn Sie eine Anwednung deinstallieren wollen, wenn Sie möchten, deinstallieren Sie eine Anwendung einfach mit der rechten Maustaste im Menü auf eine Anwednung klicken und wählen Sie &#8220;Deinstallieren&#8221;.</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/easyuninstall.png" border="0" alt="" /></p>
<p>Ein Dialogfenster erscheint die Auflistung der Pakete und die damit verbundenen Abhängigkeiten.</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/easyuninstall2.png" border="0" alt="" /></p>
<p>Im gleichen Kontext-Menü können Sie auch wählen, ob Sie möchten, dass bestimmte Anwendung automatisch gestartet werden, wenn Sie sich anmelden Es war schon möglich, dies mit dem &#8220;Session&#8221; Werkzeug aus dem Control Center zu tun, jetzt direkt aus mintMenu heraus.</p>
<p>MintMenu kommt jetzt mit einer neuen Konfigurations-Seite, diese Konfiguration hat die folgenden Optionen:</p>
<ul style="0pt;">
<li>Sidepane anzeigen oder nicht</li>
<li>Letzte Dokumente anzeigen oder nicht</li>
<li>Information über Anwendungen anzeigen oder nicht</li>
<li>Art der Favoritenanzeige</li>
<li>Werden Bereich-Icons angezeigt oder nicht</li>
<li>Spring der Menu-Bereich per Klick oder oder per Mouseover um</li>
<li>Die Zeit beim Mouseover, bevor es umspringt</li>
<li>Icon Größe</li>
<li>Schaltflächentext und ob ein Icon angezeigt wird oder nicht</li>
<li>Hauptfarben für Überschriften, Rahmen und Hintergründe</li>
<li>Die Anzahl der Spalten bei den Favoriten</li>
<li>Rahmendicke</li>
</ul>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/mintmenuconfig.png" border="0" alt="" /></p>
<p><em>Hier wird das Plugin aktiviert, die 10 zuletzt geöffneten Dokumente anzuzeigen.</em><br />
<img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/recent.png" border="0" alt="" /></p>
<p>Die &#8220;System-Tools&#8221; und &#8220;Anderen&#8221; Kategorien wurden zusammengefasst in &#8220;Verwaltung&#8221;, das Menü wird damit kleiner und es bringt weniger Verwirrung mit, wo man Konfigurations-Tools findet.</p>
<p>Die Geschwindigkeit des Menüs wurde ebenfalls verbessert und dessen Speicherverbrauch reduziert.</p>
<p>Die Favoriten unterstützen nun auch Drag-and-Drop und können mit der Maus bewegt und arrangiert werden.</p>
<p><strong>2. mintUpdate improvements mintUpdate Verbesserungen</strong><br />
MintUpdate wurde in Daryna schnell zu einem der beliebtesten Tools auf dem Linux-Mint-Desktop.<br />
Es ist nicht unserer Aufmerksamkeit entgangen, dass viele User nicht wissen, wie es intern funktionierte (zum Beispiel, den Unterschied zwischen seinen Benutzer-und Admin-Modi). Aus diesem Grund entwickelten wir ein Informations-Screen, aus denen die aktiven Protokolle und der Runtime-Modus und seine Prozess-ID gelesen werden können.</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/mintupdate-info.png" border="0" alt="" /></p>
<p>Die Auto-Refresh-Funktion ist nun flexibler. Man kann es jetzt von einer Minute bis einem Jahr konfigurieren.</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/mintupdate-timer.png" border="0" alt="" /></p>
<p>Wenn Sie sich anmelden und mintUpdate beginnt im Benutzer-Modus, kontrolliert es die Internet-Verbindung.<br />
Wenn keine Verbindung gefunden wird, wartet es für 30 Sekunden bevor es versucht sich erneut zu verbinden und es kommt eine Meldung, dass keine Verbindung möglich ist.<br />
Sie können mintUpdate nun manuell aktualisieren und direkten Zugriff auf seine Eigenschaften und Informationen durch einen rechten Mausklick auf das Symbol in der Taskleiste bekommen.</p>
<p>Eine mintUpdate Instanz, die im Admin Modus läuft, beendet alle anderen mintUpdate Instanzen. Ein Start im User-Modus ist nicht erlaubt, solange eine Instanz im Admin-Modus läuft, dadruch kam es in Multi-User Umgebungen zu Problemen. mintUpdate verhindert jetzt den Start im User-Modus ohne Fehlernachricht, falls solch eine Konstellation auftritt und startet im Admin-Modus.</p>
<p><strong>3. mintInstall Verbesserungen</strong><br />
.mint Dateien können sehr komplex sein, eine .mint Datei nutzt das ganze Potential der Möglichkeiten einer Arbet im Terminal.<br />
In der Praxis beschreiben 99% der .mint Dateien Installationen von Anwendungen via Apt. Viele dieser Dateien beschreiben die Installation von genau einem Paket und in den meisten Fällen taucht das Paket auch in den Standard-Repositories auf.<br />
In Daryna sicherte mintInstall die lokale sources.list, benutzte ihre eigene, und stellt Dinge, wie sie waren. Daraus resultierte, dass APT ein zweites Mal updaten wollte.<br />
Jetzt, mit Elyssa, prüft mintInstall, ob das Packet in den Repositories zu finden ist, die auf Ihrem System definiert sind. Wenn ja, haben Sie die Möglichkeit auf die lokale sources.list (lokale Repositories) oder auf die eine, die mit der Datei kommt (Standard Repositories&#8221;)  zurück zugreifen.<br />
Die Standard-Einstellung ist &#8220;lokal&#8221; and spart grundsätzlich ein 2. APT Update und die Installaton via mintInstall ist eigentlich damit erstmal schneller.</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/mintinstall-local.png" border="0" alt="" /></p>
<p>Der Suchen-Dialog unterstützt jetzt das GetDeb.net Software-Portal. GetDeb verwendet reine DEB Pakete und keine zusätzlichen Informationen, der Download kann langsam sein und Abhängigkeiten, falls vorhanden, werden nicht automatisch aufgelöst.<br />
Allerdings bietet das Portal aber auch Pakete an, die es nirgends anders im Web gibt. Das Portal kann direkt mit mintInstall durchsucht werden und die Installation der .DEB Pakete übernimmt GDebi.</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/mintinstall-getdeb.png" border="0" alt="" /></p>
<p>Der Suchen-Dialog unterstützt nun auch APT. Das ist sehr angenehm, denn mintInstall ist wesentich &#8220;leichter&#8221; wie Synaptic<br />
und userfreundlicher als die APT Kommdos im Terminal. Mit mintInstall ist es jetzt möglich, nach einem bestimmten Paket zu suchen, sich die Infromationen und Dateien, die enthalten sind, anzeigen zu lassen und sogar zu installieren.<br />
<img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/mintinstall-apt.png" border="0" alt="" /></p>
<p>Das Linux Mint Software Portal wurde hinsichtlich des Layouts und der Navigation verbessert. Ein Batch-Generierer für .mint Datein wurde entwicklet und das Portla hat jetzt 10 mal soviele Applikationen als noch für Daryna. Die Applikationen wurden in Kathegorien unterteilt und beinahe alle mit Sreenshots versehen.</p>
<p>Release spezifische Informationen werden jetzt in einem Paket namens mintSystem abgelegt, damit kann mitnInstall verschiedene Versionen unterscheiden. Das macht es für zukünftige Versionen von mintInstall einfacher, ein alte Version rückzuportieren oder eben eine kompatible Version zu verwenden (Alle die, die direkt oder indirekt auf Debian Testing oder Debian Unstable basieren).</p>
<p><strong>4. Verbesserungen in anderen Tools</strong></p>
<p>Das Netzwerk &#8220;autobrowsing&#8221; Feature wurde aus mintDesktop entfernt, so wie es war, war es nicht ausgereift genug, um Teil dieser LTS Releas zu werden.</p>
<p>Gnome 2.22 hat seinen eigenen Compositing Manager eingeführt, er kann nun aus mintDesktop aktiviert/deaktiviert werden.</p>
<p>Mintupload&#8217;s E-Mail Feature wurde entfernt und mit einem &#8220;Copy&#8221; Button ersetzt, der einfach die gesharte Url in den Speicher scheibt.</p>
<p><strong>5.Desktop Verbesserungen</strong></p>
<p>Gnome-Do wird nicht standardmäßig in Elyssa installiert; es ist so konfiguriert, dass es im Hintergrund läuft. Drücke SUPER+SPACE und es erscheint im Vordergrund. Von da aus können Sie schnell Anwendungen starten oder einer der sonstigen Features von Gnome-Do nutzen. Weitere Infos gibt es hier: <a href="http://209.85.135.104/translate_c?hl=en&amp;sl=en&amp;tl=de&amp;u=http://do.davebsd.com/" target="_blank">Link</a></p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/gnomedo.png" border="0" alt="" /></p>
<p>Sie können nun Ihren Desktop Hintergrund ändern, indem Sie mit der rechten Maustaste auf ein Bild klicken und &#8220;Als Hintergrundbild setzen&#8221; auswählen.</p>
<p>Sie können nun MD5-Signatur einer ISO-Datei testen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei klicken und  &#8220;MD5-Sum&#8221; wählen.</p>
<p>Sie können jetzt einen Ordner als root öffnen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner klicken und &#8220;Öffnen Sie als root&#8221; wählen. Dies ist ein leistungsfähiges, aber auch gefährliche Eigenschaft. Eine Warnmeldung wird Sie daran erinnern, dass Sie im Root-Modus sind, es wird der Xfe Datei-Browser starten.(Der Grund dafür, dass nicht Nautilus startet, ist genau der, weil es sieht anders aus. Auf diese Weise können Sie die verschiedenen &#8220;Look and Feel&#8221; mit der Tatsache vrbinden, dass siese Anwendung als root ausgeführt wird). Von da an haben Sie unbegrenzte Befugnisse, seien Sie also vorsichtig, da alles, was Sie aus Xfe starten, starten Sie als root.</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/xfe.png" border="0" alt="" /></p>
<p>Der Gedit Text Editor wurde so konfiguriert, keine &#8220;~&#8221;-Dateien mehr anzulegen. Dieses Feature war zwar manchmal nützlich, aber auch oft störend. Es ist noch verfügbar und kann innerhalb von Gedit aktiviert werden, ist aber nicht standardmäßig aktiviert.</p>
<p>In MP3 zu decodiert, konnte in Daryna out-of-the-box. In Elyssa können Sie jetzt auch codieren in diesem Format ohne extra Codecs zu installieren.<br />
Das Leben auf dem Desktop zu erleichtern heisst, das man nicht all-zu-oft auf das Terminal ausweichen muß. Aber, verstehen Sie uns bitte nicht falsch. Wir mögen unser Terminal, es ist schnell, kommt zum Punkt und die Kommandos sind sprachunabhängig immer die gleichen (Im Vergleich zu Buttons und Menus in der GUI).<br />
Mit jeder Linux Mint Version haben wir versucht, aus der Erfahrungen raus die Arbeit mit dem Terminal zu verbessern und diesmal haben wir 2 Dinge hinzugefügt:</p>
<p>.. mehr Farben (sehen Sie, wie die Ergebnisse von grep hervorgehoben sind und wie Benutzer-und Root-Modi grün und rot nutzen, so dass Sie genau wissen, in welchem Modus Sie sich befinden) &#8230;</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/terminal-colors.png" border="0" alt="" /></p>
<p>&#8230;und es war nicht genug, dass ein Terminal nur langweilge Fortunes-Sprüche anzeigt, jetzt wird ein Koala, eine Maus oder Tux himself angezeigt. (Keine Angst, wenn Sie das für &#8220;Blöd&#8221; empfinden, können Sie das in mintAssistant ausschalten).</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/terminal-fortune.png" border="0" alt="" /></p>
<p><strong>6. Leistungsverbesserungen</strong></p>
<p>MintUpdate wurde überarbeitet und seine Speicherverbrauch wurde drastisch reduziert. Auf einigen Systemen ging die belegte Menge an RAM von mintUpdate nach ein paar Tagen von 100MB auf 6MB.</p>
<p>Mozilla hat auch wesentlich die Speichernutzung in Firefox zwischen Version 2 und 3 verbessert (<a href="http://209.85.135.104/translate_c?hl=en&amp;sl=en&amp;tl=de&amp;u=http://blog.pavlov.net/2008/03/11/firefox-3-memory-usage/" target="_blank">Lesen Sie mehr</a>).</p>
<p>Elyssa kommt standardmäßig mit der Kernel-Version 2.6.24 mit einem brandneuen Scheduler genannt CFS (Completely Fair-Scheduler, <a href="http://209.85.135.104/translate_c?hl=en&amp;sl=en&amp;tl=de&amp;u=http://en.wikipedia.org/wiki/Completely_Fair_Scheduler" target="_blank">weiter lesen</a>). Der Die Kernel-Scheduler ist verantwortlich für die CPU-Zeit für jeden Prozess. Mit CFS haben sich die Regeln geändert. Ohne ordentliche Benchmarks ist es schwer zu sagen, was eigentlich die Folgen dieser Änderung sind, aber der Unterschied im Verhalten ist ganz sicher spürbar und hängt von der subjektiven Benutzersicht ab. Manche Aufgaben scheinen langsamer, aber insgesamt fühlt sich das System viel flotter.</p>
<p>Elyssa kommt mit der <a href="http://library.gnome.org/misc/release-notes/2.22/" target="_blank">Gnome-Version 2.22</a>, mit einer neuen Funktion, ein neues virtuelles Dateisystem-Layer, genannt GVFS. Obwohl die Verbesserungen gegenüber dem alten GNOME VFS-System auf Robustheit und zusätzliche Fähigkeiten ausgelegt sind als mehr Leistung, scheint der Nautilus-Datei-Browser bei Operationen schneller und geschmeidiger zu reagieren.</p>
<p>Linux Mint wächst und benötigte einen zweiten dedizierten Server. Die Linux Mint Repositories (ab Elyssa) werden jetzt auf einem anderen Server gehostet, dadurch werden Updates und die Installation von Linux Mint Paketen viel schneller.</p>
<p>7. Besseres &#8220;Look and Feel&#8221;<br />
Alle Linux Mint Tools wurden überprüft und Änderungen für ihre grafischen Oberflächen vorgenommen, um mehr konform mit den Gnome Human Interface Guidelines zu laufen.</p>
<p>Der Standard-Set von GTK-Widgets in Daryna hieß MurrinaIndustrialSM. Subtile Änderungen und Verbesserungen wurden vorgenommen. Die Regler arbeiten jetzt mit Clearlooks-Engine, Scrollbars sind jetzt weiß und kommen mit Griffen, Spalten-Header wurden glänzend, gepunktete Linien wurden hinzugefügt. Insgesamt sieht es Daryan ziemlich ähnlich und Sie können kein Unterschied zwischen beiden feststellen, bis man es richtig anschaut. Es ist Liebe zum Detail und wir sind recht zufrieden mit den Verbesserungen, die wir gemacht haben. Die Farben sind jetzt auch konfigurierbar, dass ist wahrscheinlich eine gute Nachricht für Menschen, die auf der Suche nach einen einfachen Weg sind, um Linux-Mint ein wenig grüner zu machen.</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/twf.png" border="0" alt="" /></p>
<p>Die Standard-Theme auch sieht ähnlich aus wie der in ein Daryna aber mit einem professionelleren Look. Grub, usplash, gdm, und der &#8220;default&#8221;-Hintergrund wallpaper und alle benutzten Inhalte von &#8220;Carbon v5&#8243;, ein &#8220;look and feel&#8221; durch Daryna beeinflusst und designt durch eine neue Künstlerin namens Jernau. Isolinux verwendet &#8220;Global Domination&#8221;, ebenfalls von Jernau.</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/carbonv5.png" border="0" alt="" /></p>
<p>Mit Elyssa kommen auch 5 neue Themen: Peppermint, Wildmint, Aurora, Carbon and Lightning. Diese Themen nutzen das neue Aurora und Candido GTK-Engines. Zwei von ihnen sind dunkel (stellen Sie sicher, dass Sie &#8220;Custom Colors&#8221; deaktivieren in den Eigenschaften von mintMenu und klicken Sie auf &#8220;Reload Plugins&#8221;). Eins von ihnen, dass sogenannte Carbon, bringt sehr kleine Widgets mit und ist besonders an den Bildschirmen mit niedriger Auflösung (die eeePC zum Beispiel). Carbon wird auch der Standard Theme, welcher Red Hat&#8217;s Liberations Fonts als Standard benutzt, in der zukünftigen Enterprise Edition von Linux Mint.</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/carbon.png" border="0" alt="" /></p>
<p><strong>8. Bessere Lokalisierung und Dokumentation</strong></p>
<p>Alle Linux Mint Tools wurden internationalisiert und werden aktiv von der Usergemeinde übersetzt. 11 Sprachen sind bereits voll unterstützt. Die wichtigsten Tools (mintInstall, mintUpdate, mintMenu) unterstützen bereits 21 Sprachen. Mitglieder der Gemeinschaft übersetzen auch das Online-Benutzerhandbuch, das ist bereits in 4 Sprachen verfügbar.</p>
<p>Der User-Guide ist ein PDF-eBook von ca. 100 Seiten, dass Sie durch die Installation und die Besonderheiten von Linux Mint begleitet. Ab Elyssa, wird das Online-Benutzerhandbuch ist immer ein integraler Bestandteil der Release-Zykluse sein und wird zur Verfügung gestellt und der Spiegel in das System installiert werden, wenn der Release offiziell und stabil wird.</p>
<p>Die Firefox-Startseite bringt jetzt News direkt aus dem Entwicklungs-Team, Links zu den Release Notes und dem Benutzerhandbuch. Sicherheits-Warnungen und wichtige Ankündigungen werden auch stattfinden, die Startseite fungiert als Informations-Gateway zwischen dem Entwicklerteam und der Linux Mint Gemeinschaft der Nutzer.</p>
<p><strong>9. Mehr Software verfügbar</strong></p>
<p>Linux Mint 5 Elyssa wird von <a href="http://www.cnr.com/" target="_blank">CNR.com</a> unterstützt. CNR.com bietet kommerziellen Service und Anwendungen, die sonst über normale Kanäle nicht zu beziehen sind.</p>
<p>Das <a href="http://209.85.135.104/translate_c?hl=en&amp;sl=en&amp;tl=de&amp;u=http://www.linuxmint.com/software" target="_blank">Software-Portal</a>, eingeführt mit Linux Mint 4,0 Daryna, erhält mehr Gewicht, denn es stellt die einfachste Möglichkeit zur Installation von Anwendungen. Über 10-mal mehr Anwendungen wurden zur Verfügung gestellt für Linux Mint 5 Elyssa.</p>
<p>Die Art, wie wir mit <a href="http://packages.linuxmint.com/" target="_blank">Repositories</a> umgehen, hat sich verändert, wir sind jetzt in einer Position, Kontrolle über die Abschnitte, die in Linux Mint 4.0 Daryna eingeführt worden sind, zu übernehmen. Zum Beispiel werden wir aktiv Import-Pakete innerhalb der &#8220;Import&#8221; Sektion importieren. Die Gemeinde ist es auch erlaubt, die Pakete für die Distribution, die sich in der Community enwickeln innerhalb der Community-Sektion bereit zu stellen. (Anmerkung: Der Community-Bereich ist standardmäßig auskommentiert in /etc/apt/sources.list)</p>
<p><strong>10. Änderungen in der Standard-Software-Auswahl</strong></p>
<p>Ein neues Tool namens mintBackup wurde entwickelt und Elyssa hinzufügt Dieses Tool bietet eine einfache Möglichkeit zum Speichern der Inhalts Ihres privaten Ordners in einer einzigen Backup-Datei. Sie können dann wieder diese Inhalte auf Ihrem PC oder woanders durch einen Doppelklick auf die Backup Datei wieder herstellen (vorausgesetzt mintBackup installiert ist auf dem Zielsystem).</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/mintbackup.png" border="0" alt="" /></p>
<p>Die Standard-Musik-Management-Anwendung ist jetzt Rhythmbox. Es unterstützt Magnatune, jamendo, Last.fm, Online-Radios, iPod Connectivity, Podcasts, Bibliothek Überwachungs-, CD-Ripping, Texte und Album-Artwork. Rhythmbox ersetzt beide, Amarok und SoundJuicer.</p>
<p>Transmission was added to the default software selection and replaces the Gnome Torrent client. Transmission wurde zu der Standard-Software-Auswahl hinzugefügt und ersetzt den Gnome-Torrent-Client.</p>
<ul style="0pt;">
<li>Brasero wurde ebenfalls hinzugefügt und Serpentin entfernt.</li>
<li>CCSM und Simple CCSM wurden hinzugefügt zur Erleichterung der Konfiguration von Compiz Fusion.</li>
<li>EnvyNG ersetzt Envy Legacy.</li>
<li>PPPOE wurde hinzugefügt.</li>
</ul>
<p><strong>11. Upstream Verbesserungen</strong></p>
<p>Ein neuer Sound Server namens PulseAudio wurde zusammen mit Flash-Unterstützung, und eine Reihe von Konfigurations-Tools (Pulse Audio Device Chooser, Pulse Audio-Band-und Multimedia-System Selector) eingebaut. PulseAudio macht es einfach, die die Sound-Ausgabe/Eingabe einer bestimmten Anwendung von einem Gerät zum anderen zu switchen (zum Beispiel aus Ihrer Lautsprecher zu Ihrem USB-Headset, ohne dass ein Neustart der Anwendung oder Änderung seiner Konfiguration nötig ist). Darüber hinaus vereinfacht es, die Lautstärke für jede Anwendung unabhängigzu ändern oder sogar auf die Audio-Übertragung im Netzwerk (so können Sie Ihre Musik auf einen anderen Computer zum Beispiel &#8230;) zu switchen.</p>
<p><img src="http://www.linuxmint.com/pictures/screenshots/elyssa/thumbnails/pulseaudio.png" border="0" alt="" /></p>
<p><strong>12. LTS Aspekte</strong></p>
<p>Linux Mint 5 Elyssa baut auf das Ubuntu Hardy Heron Paketmanagement auf. Hardy ist ein langfristiger Support (LTS) Release, was bedeutet, dass sie unterstützt werden und sie erhalten Sicherheits-und Paket-Updates für die nächsten 3 Jahre.</p>
<p>Beginnend mit Elyssa, Linux Mint wird zwei seiner Releases &#8220;aktualisieren&#8221;: Die neueste Version, und die aktuelle LTS Version. Grundsätzlich bedeutet dies, dass Innovationen in den Linux-Mint 6, 7 Linux Mint-und Linux-Mint 8 wird zurück portiert in Linux Mint 5 bis zum nächsten Release LTS herauskommt. Nutzer haben die Wahl, aktuell für die nächsten 2 Jahre zu bleiben, indem sie Linux Mint 5 Elyssa, oder sie installieren nach den neuesten Releases alle 6 Monate.</p>
<p><strong>13. Bekannte Probleme in Elyssa</strong><br />
Die Aurora GTK-Engine fehlt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Bruch in den Köpfen</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/05/04/der-bruch-in-den-kopfen/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 May 2008 06:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bruch
In den Köpfen
Der
Zu Grenzen
Zu Mauern
Zu Kriegen
Zu Hass
Führt
Bleibt dauerhaft
Steht unverrückbar
Im Zentrum
Der Macht
Solange
Schreiende und sterbende
Kinder
Und schreiende und sterbende
Frauen
Und schreiende und sterbende
Männer
Nicht beweint werden
Wenn sie bloß
Der anderen Seite
Angehören
Aber bedenkt:
Die andere Seite
Denkt wie ihr
Fühlt wie ihr –
Nichts
Solange er bleibt
Der Bruch
In den Köpfen
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bruch<br />
In den Köpfen</p>
<p>Der<br />
Zu Grenzen<br />
Zu Mauern<br />
Zu Kriegen<br />
Zu Hass<br />
Führt</p>
<p>Bleibt dauerhaft<br />
Steht unverrückbar<br />
Im Zentrum<br />
Der Macht</p>
<p>Solange<br />
Schreiende und sterbende<br />
Kinder<br />
Und schreiende und sterbende<br />
Frauen<br />
Und schreiende und sterbende<br />
Männer<br />
Nicht beweint werden</p>
<p>Wenn sie bloß<br />
Der anderen Seite<br />
Angehören</p>
<p>Aber bedenkt:<br />
Die andere Seite<br />
Denkt wie ihr<br />
Fühlt wie ihr –<br />
Nichts</p>
<p>Solange er bleibt<br />
Der Bruch<br />
In den Köpfen</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rolling Novel (15)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/05/04/rolling-novel-15/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 May 2008 05:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.scholars.de/?p=82</guid>
		<description><![CDATA[Eine Perspektive namens Stefanie
Stefanie war sozusagen mein rettendes Ufer, wenn man es so sagen will. Einige Wochen nach dem besagten Abend (Birgit hatte deswegen mal bei mir angerufen und etwas wütendes auf meinen Anrufbeantworter gesprochen), als es mir wieder besser ging, kam ich mit Stefanie zusammen. Besser, sie wollte mich, vielleicht liebte sie mich, wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Eine Perspektive namens Stefanie</strong></p>
<p>Stefanie war sozusagen mein rettendes Ufer, wenn man es so sagen will. Einige Wochen nach dem besagten Abend (Birgit hatte deswegen mal bei mir angerufen und etwas wütendes auf meinen Anrufbeantworter gesprochen), als es mir wieder besser ging, kam ich mit Stefanie zusammen. Besser, sie wollte mich, vielleicht liebte sie mich, wer weiß und ich brauchte jemanden, der mich gern hat. Außerdem wollte ich mal wieder Sex, wollte einen anderen Körper berühren, als ständig nur meinen eigenen.<br />
Es begann alles damit, daß wir mit den Leuten aus der (Pilz-) WG und noch ein paar anderen auf einer Party waren. Andrew hatte Lena dabei (bei den beiden wurde es ziemlich ernst, wenn ihr versteht, was ich sagen will) und die beiden turtelten schlimmer als zwei Teenies, die sich gerade das erste Mal geküßt hatten. Es war schön, das zu sehen. Es tat weh, die zwei anzuschauen.<br />
Steffi und ich saßen mit einigen anderen an einem Tisch, vielmehr war es eine alte Holzkiste mit dem Aufdruck eines bekannten Bananenimporteurs, darauf ein Brett, welches immer mal wieder verrutschte, wenn sich eine der darum sitzenden Personen irgendwie bewegte. Wer außer uns beiden sonst noch an dem Tisch saß, waren Leute, die wir nicht kannten, oder nur kaum, oder gerade erst kennengelernt hatten. Sie waren auch nicht sonderlich interessant, zumindest nicht so interessant, wie das, was Steffi über jede dieser Personen zu sagen hatte. Wir waren beide beschwipst und sie lästerte über die anderen und sprach mir diese Äußerungen direkt ins Ohr, sodaß ich sowieso nicht mitbekam, was sich die anderen an dem Tisch zu erzählen hatten. Sie tat dies nicht bösartig, sie war gerade genug zynisch, fies und lustig, daß ich eine gute Laune bekam. Das tat gut. Ich glaube, in diesem Moment verliebte ich mich in sie. Nicht richtig vielleicht, aber doch so stark, daß ich sie gerne in den Arm genommen und geküßt hätte. Vielleicht war es auch nur eine Art Dankbarkeit, die ich ihr gegenüber empfand.<br />
„ Schau mal, wie dieser bebrillte Bock, die Beine von der Tussi neben Dir anstarrt.“<br />
„ Welche Beine denn?“<br />
„ Tu nicht so blöd, Du hast doch selbst schon ne Erektion, von diesen Beinen.“<br />
„ Hä?!“<br />
„ Jetzt schau einfach mal, wie der Typ glotzt. Ich wette, der hat seit langer Zeit keine Frau mehr berührt. Der kennt solche Beine nur von befleckten Hochglanzfotos, was meinst Du?“<br />
Ich lachte, was nichts zu bedeuten hat, weil ich an diesem Abend und zu dieser Stunde über alles gelacht hätte, was Steffi mir sagt. „ So ähnlich geht es Dir doch auch!“ sagte sie und grinste.<br />
„ Fick Dich!“ So etwas konnte man zu dieser Frau sagen ohne daß sie beleidigt gewesen wäre. Sehr positiv. Außerdem konnte ich so einen gewissen Abstand zwischen uns noch beibehalten. Warum ich das tat, wußte ich nicht, ich fühlte mich besser, vor allem weil mir bewußt war, daß ich sie kriegen konnte. Ich wollte sie auch, das war mir klar. Vielleicht wollte ich das bisherige nicht plötzlich zerstören. Wir verstanden uns gut, Sex könnte dies ändern. Aber verdammt nochmal, das schreckliche war, daß sie Recht hatte und daß sie wußte, daß sie Recht hatte. Und ich glaube auch, daß sie wußte, sie würde mich kriegen. Ich saß in der Falle. Würde ich sie jetzt abweisen, könnte es vielleicht nie wieder so weit kommen, würde ich alles zulassen, wäre wahrscheinlich die gute Freundschaft im Arsch. Aber – ich sollte etwas unternehmen, ja, ich unternehme was, ich unternehme etwas, ich schreite zur Tat. Ich tat nichts, ich lehnte mich zurück und versuchte weiterhin Steffis Annäherung zu genießen und versuchte lässig und entspannt zu wirken. Ja, ja, ich bin ne feige Sau, das weiß ich, braucht ihr mir nicht zu sagen.<br />
Wenig später legte sie den Arm um mich, nicht plump, sondern zärtlich und wenn es nicht Steffi gewesen wäre hätte ich mir nichts dabei gedacht, sondern es als nette, freundliche Geste verstanden. Hier lag alles ein bißchen anders. Mein Herz pumpte das Blut schneller durch den Körper als üblich. Mein Herz, die Zentralbank der Gefühle, gibt Kredit an Glücksgefühlen, wie in diesem Moment, fordert aber streng die Rückzahlung, mit hohen Zinsen. Zinsen tun immer weh, zumindest bei offenen Rechnungen.<br />
Sie legte ihren Kopf auf meine Schulter, einen Arm hinter meinem Körper, mit der anderen Hand drückte sie meine Oberarm. Lächerlicherweise versuchte ich meinen Bizeps anzuspannen, damit es etwas&#8230;ja wie sollte es eigentlich wirken? Darauf habe ich ehrlich gesagt keine Antwort, männlich, vielleicht, sexy, wer weiß. Ich glaube sie mußte lächeln, als sie es bemerkt hatte. Das war weder beruhigend noch direkt beängstigend. Ich wurde nur neugierig ob ihrer Haltung, das heißt, eigentlich war ich spitz wie ein Hengst und klar denken konnte ich nicht mehr. Nicht wegen dem Alkohol, nein, ich hatte nur mehr Blut im Unterleib als im Gehirn.</p>
<p>Gegen Mittag erwachte ich, lag allein in meinem Bett, meiner Wohnung. Ich fühlte mich sehr entspannt, gut, ein Gefühl, das mich in der letzten Zeit eher selten besuchte. Die Augen noch halb geschlossen, überlegte ich, ob ich alles nur geträumt hatte, ob es sich vielleicht um einen Witz meiner verwirrten und aufgestauten Hormone gewesen ist. Ich erinnerte mich dran, wie wir, Stefanie und ich, von der Party gegangen waren, gemeinsam auf den Bus warteten und beschlossen noch zu mir zu gehen. Warum wir das getan hatten, wußte ich nicht mehr, aber ich glaube, es war ihr Vorschlag gewesen, vielleicht meiner, es ergab sich einfach würde wohl am besten passen.<br />
Auf dem Weg dann von der Haltestelle bis zu meiner Wohnung gingen wir Arm in Arm, sie links ich rechts, mein linker Arm, ihr rechter, dann ich rechts, sie links&#8230;Irgendwann, im Treppenhaus war es, hatten wir uns bei den Händen und an der Wohnungstür küßten wir uns. Plötzlich küßten wir uns, knutschten, wie junge Teenager sich an der Tür verabschieden und die Eltern schon ungeduldig in der Wohnung warten, ob ihr Kind auch gut nach Hause kommt. Nur, wir waren älter, es war meine Bude, keine Eltern, die sich Sorgen machen könnten (zumindest nicht hier, zumindest nicht wegen Sex), kein um die Ecke blicken, ob man von jemandem beobachtet würde, aber das Gefühl war das selbe. Vom Magen abwärts bis in die Zehenspitzen, zurück, zurück, hoffentlich bemerkt sie meine Erektion nicht zu früh, ihr Frauen habt es leichter, euch merkt man es nicht sofort an, was soll’s, sie könnte mich für zu geil halten, ist das denn wichtig? Vielleicht hatte sie es gemerkt, vielleicht nicht. Wir machten dann in der Diele (eine Fußmatte, ein Kleiderhaken vom Trödelmarkt, fertig) weiter, konnten es nicht abwarten, Leidenschaft, Leidenschaft, wo hast du nur so lange gesteckt, sicher nicht in meiner Unterhose, sicher, sicher war ich mir nicht, es war zu schön, ins Bett, los, im Bett&#8230;es wunderbar.<br />
Ich glaubte nicht, daß ich so real hatte träumen können, es war zu geil, zu intensiv. Wo ist sie jetzt nur, was soll das, was war geschehen? Der perfekte Sex war es sicherlich nicht, trotzdem, es war schön, keine Frage, doch, viele Fragen. War ich gut, hab ich mich angestellt wie ein Idiot – ich war gut! Sicherlich nicht in Höchstform, war schließlich lange nicht mehr im Training, aber trotzdem – hatte es ihr gereicht? Verdammt, wo ist sie, verflixte Scheiße, sie wird doch nicht schon abgehauen sein, also, das würde meinen männlichen Stolz schon irgendwie verletzen, glaube ich, hmm, nein, bestimmt nicht, doch, vergiß es. Scheiß Fragerei, was soll das ganze, hä, du Trottel, laß das, sie wird sich schon nicht beschweren, wäre auch blöd, so etwas tut man nicht, und wenn doch – was, wenn sie in unserem Freundeskreis abschätzig über meine liebhaberischen Fähigkeiten spricht? Was wenn&#8230;Nein, so ist sie nicht, dafür ist sie zu nett und überhaupt, ich sollte glücklich sein über das, was ich eben, letzte Nacht, erlebt habe. Dieses Gerede von Versagen geht mir langsam auf den Sack! Seit dem ersten sexuellen Erlebnis, hat man das, unweigerlich drängt sich einem diese Frage auf, man kann nichts machen, man wächst damit auf, während der ganzen Jugendzeit wird man danach gefragt, ob man es ihr besorgt habe, wie lange man kann, etc., scheiß Medien&#8230;es ist nicht immer leicht ein Mann zu sein. Früher vielleicht schon, da gab es noch nicht diese häufigen Partnerwechsel, unsere Eltern – ein und das selbe das ganze Leben über. Von unseren Vätern verschwendet sicher keiner die Frage daran, ob er bei Mutter gut war, oder? Wenn man eine Freundin hat, ist es auch nicht ganz so schlimm, manchmal, zugegeben, erwischt einen schon die Angst, ob es ihr reicht, ob es ihr reicht, ob es ihr reicht, ob es ihr reicht, ob sie sich nicht lieber einen anderen suchen möchte, einen, der vielleicht besser ist, jemanden, der noch besser ist, was ja beinahe ein Ding der Unmöglichkeit ist, ein bißchen Stolz haben wir schließlich auch. Bei einem One-Night-Stand (falls das hier so etwas ist, man kann nie wissen, nicht genau) ist es aber für uns die einzig wichtige Frage, wirklich, man möchte ja&#8230;Verdammt, halt endlich die Klappe, du gehst mir auf die Nerven, ich gehe mir auf die Nerven und zwar gewaltig.<br />
Stefanie kam glücklicherweise aus dem Badezimmer und legte sich wieder neben mich, ihren Kopf halb auf meine Brust gelegt, ein Bein um das meinige geschwungen; ein gutes Zeichen, ja, wirklich. Ich tat so, als schliefe ich. So lagen wir vielleicht ein paar Minuten, eine Viertelstunde oder so, es kam mir jedenfalls ewig vor, bis sie sagte:<br />
„ Na, wollen wir frühstücken gehen?“<br />
Von mir aus, wie war ich?<br />
„ Von mir aus, aber warum essen wir nicht hier?“<br />
Sie erhob ihren Kopf und lächelte mich ein wenig verliebt an. Ein weiteres gutes Zeichen, befand ich.<br />
„ Machst Du Witze? Bei Dir gibt es nichts, ehrlich, wann hast Du das letzte Mal in Deinen Kühlschrank geschaut, hä?“<br />
Mit einem leichten Seufzer blies ich die Luft aus der Lunge, sie hatte recht. Darauf war ich nicht vorbereitet, wie denn auch, ist ja nicht mein Fehler, schließlich lebe ich allein, ich brauche nicht viel.<br />
„ Schon gut, hast ja recht.“<br />
Wie war ich? Hat es Dir gefallen? Sag schon, Mädchen, ich halte es nicht mehr aus; sehen wir uns wieder?<br />
„ Ich bezahle, ist meine Schuld.“<br />
Ein bißchen verstört blickte sie in meine Richtung.<br />
„ Ich meine, daß ich nichts zu essen hier habe.“<br />
Blöde Sache, wir wußten beide irgendwie nicht, was genau wir sagen sollten, es war das erste Mal, wird es ein weiteres Mal geben, war es vielleicht das letzte Mal? Was sagt man? Immer das gleiche bei diesen One-Night-Sachen, irgendwann kommt der Moment, an dem man über dies reden muß oder man sagt einfach gar nichts, verabschiedet sich an der Tür und ist entweder zufrieden oder enttäuscht, verliebt und traurig, befriedigt und froh, daß es vorbei ist. Tja, das ging hier nicht. Sie war verliebt, hoffte ich, würde vielleicht traurig sein, wenn ich sie höflich, doch bestimmt nach draußen beförderte. Das größte Problem war jedoch, daß wir ungefähr den gleichen Bekanntenkreis besaßen – wir würden uns mit Sicherheit nochmals über den Weg laufen. Und ich? Ja, keine Ahnung, was ich wollte. Sorry, tut mir leid, weiß nicht was ich tun soll, du bist schon nett und so, aber&#8230;was aber, kein aber, nein, Birgit war mir in diesem Moment egal, wirklich! Es war etwas anderes, nur was, das blieb verborgen.<br />
Ich sträubte mich dagegen, mich in sie zu verlieben, in diesem Augenblick, wegen dieser einen Nacht. Das ist verrückt, ich weiß, ich wollte mich so gerne neu verlieben, „entlieben“ von Birgit, besonders als Andy und Lena des öfteren sah und jetzt, nun, ich hatte Angst, Angst es zu tun, Angst, irgendwas Nettes zu ihr zu sagen, woraus sie schließen könnte, daß ich sie gern habe.<br />
Später saßen wir in einem Café um die Ecke (ich wollte zu McDonalds, aber sie meinte nur, daß ich ihr nicht so billig davonkäme) und aßen Croissants mit Butter, Marmelade, Speck und sie bestellte noch Rühreier mit Speck, also all das, was wir bei McDonalds auch bekommen hätten, nur günstiger und in größeren Portionen, okay, man sollte bei so einer Gelegenheit nicht so kleinlich sein, und ich vermutete, daß sie sich ein wenig dafür an mir rächen wollte, daß ich dieses Fast-Food-Restaurant überhaupt vorgeschlagen hatte und dafür, daß wir nicht gemütlich, romantisch, vielleicht im Bett, bei mir essen konnten, sie sich extra anziehen mußte und der Morgen im Grunde schneller geendet hatte, als von ihr erwünscht. Vielleicht, man weiß ja nie. Stattdessen saßen wir in diesem Café, etwas anonym, zwischen anderen Pärchen, die eine lange Nacht verbracht hatten (wie lange war sie eigentlich?), oder auch nicht, und sie hatten sich nur zum Frühstücken hier verabredet, soll’s ja auch geben, verheiratete Paare, meinetwegen, wir fielen nicht auf, weder durch unser Aussehen, noch durch Kleidung, Geruch, Frisur, noch wegen der Tatsache, daß wir wie ein Paar wirkten. Ich fand das gut, ich fand sie gut, richtig gut, ich&#8230;ich hatte mich verliebt. Scheiße, vielleicht hatten sich auch nur meine Eier in sie verliebt, wer weiß das schon so genau, ich nicht, da war ich mir noch nie so sicher und ich beschloß, ihr das bei Gelegenheit zu sagen – Ihr wißt, daß ich so etwas nicht tun würde, so etwas macht man eben nicht, hey Babe, ich mag Dich nicht, aber mein Schwanz, ja der&#8230;Also bitte, das tut man nicht, erstens wäre das ganz schön blöd, da man sie dann das letzte Mal gesehen hätte und das wollte ich nicht, bestimmt nicht, außerdem ging es nicht, wegen oben genannter Gründe von wegen Freundeskreis und so, und zweitens&#8230;wäre das ganz schön blöd und drittens, wäre es gemein (aber andersherum wieder nicht, weil wenn ein Frau sagt, hey, ich finde dich häßlich aber meine Muschi liebt dich – uns wäre das egal, wir würden daraus schließen, daß man der perfekte Liebhaber sei, man wäre stolz und erzählt es beim nächsten Stammtisch. Warum sind Frauen da so anders?!?) und viertens, war es überhaupt nicht so, daß sich meine Genitalien in sie verliebt hätten, aber das versuchte ich mir in diesem Café die ganze Zeit über einzureden und das wiederum war – fünftens – ganz schön blöd! Wie auch immer, ich gab mich etwas steif, zurückhaltend, war froh über die Tatsache, daß wir uns gegenüber saßen und nicht nebeneinander – ich überließ es ihr, sich zuerst setzen, hielt den Stuhl für sie, das kommt meistens gut und trottete dann mit der größten Selbstverständlichkeit, die ich erzeugen konnte, auf die andere Seite des Tisches – so blieb genügend Spielraum, um sich eine Taktik auszudenken, die es natürlich nicht gab, gibt oder geben wird, denn es kommt immer anders. Sie freute sich weniger über die Sitzordnung, denn sie beugte sich, nachdem wir gegessen hatten, immer weiter zu mir herüber und ich glaube, sie spielte mit dem Gedanken, ob sie nun meine Hand nehmen solle oder nicht. Nimm sie, nimm sie endlich, auf was wartest Du noch?<br />
Wir sprachen kaum etwas, was die ganze Situation nicht wesentlich vereinfachte, zumindest konnte ich so auch keinen Mist von mir geben, oder sie mich dazu zwingen, etwas zu sagen, worauf ich noch keinen Bock hatte. Ich schob meine Hand unmerklich in ihre Richtung, versuchte dabei einen Moment abzuwarten, in dem sie sich kurz zur Seite drehte oder die Augen schloß, versuchte es als eine Geste abzutun, die mir schon in die Wiege gelegt worden war, was gar nicht so einfach ist. Ich, ich stellte mich in solchen Augenblicken nie sehr geschickt an, weil ich nicht den Mut dazu hatte, weil ich nicht wußte, was sie von mir dachte, weil es der Neuanfang für mich bedeuten könnte. Hätte man uns beobachtet, speziell mich, man hätte diesen Typen, der cool und lässig wirken wollte, den einen Arm abweisend kühl auf die Lehne des Stuhls gelegt, die andere Hand nervös auf dem Tisch weiter nach vorne schiebend, man hätte ihn entweder mitleidig belächelt, ihn ausgelacht oder schlichtweg für einen Trottel gehalten. Es war sehr peinlich! Sie lächelte mich verliebt an, im nächsten Augenblick versuchte sie, sinnlich in meine Augen zu starren oder sie blickte abwesend auf mein Haar, auf meinen Mund, meinen Hals etc. Wovor zum Teufel hätte ich Angst haben müssen, es war doch offensichtlich was sie wollte, wovor also hatte ich so großen Schiß? Mir fällt bis heute keine Antwort auf diese Frage ein, Andrew sagte einfach: das sei Liebe, man benehme sich einfach wie der letzte vanker. Basta, vielleicht ist das die Antwort. Aber es begann für mich eine neue Zeit&#8230;</p>
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		<title>Interview mit Marvin Ortega / Maintainer hinter Maryan Linux</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/04/23/interview-mit-marvin-ortega-maintainer-hinter-maryan-linux/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Apr 2008 11:33:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>neo67</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[linuxmintusers.de]]></category>
		<category><![CDATA[maryan linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Interiew wurde über E-Mail in englischer Sprache abgehalten. Marvin lebt in Costa Rica und war, bevor er mit ML (Maryan Linux) angefangen hat, Moderator des spanischen Boards auf linuxmint.com.
linuxmintusers.de:
Hallo Marvin,
Du bist die treibende Kraft hinter Maryan Linux. Bitte erzähle doch den Usern auf linuxmintusers.de etwas über Deine Person.
Marvin:
Ja, zuerst möchte ich mich dafür bedanken, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Interiew wurde über E-Mail in englischer Sprache abgehalten. Marvin lebt in Costa Rica und war, bevor er mit ML (<a href="http://maryanlinux.wordpress.com/">Maryan Linux</a>) angefangen hat, Moderator des spanischen Boards auf linuxmint.com.</p>
<p><strong>linuxmintusers.de:</strong><br />
Hallo Marvin,<br />
Du bist die treibende Kraft hinter Maryan Linux. Bitte erzähle doch den Usern auf linuxmintusers.de etwas über Deine Person.</p>
<p><strong>Marvin:</strong><br />
Ja, zuerst möchte ich mich dafür bedanken, dass Du Dir für mich Zeit nimmst und dafür, dass Du Interesse an Maryan Linux zeigst. Ich bin wirklich ein einfacher Mensch. Vor Kurzem habe ich geheiratet.<br />
Ich bin 20 Jahre alt und Student, arbeite erst seit einem Jahr mit Linux und es ist erstaunlich, was ich schon alles gelernt habe. Zur Zeit arbeite ich auch noch in der Buchprüfung.</p>
<p><strong>linuxmintusers.de:</strong><br />
Am Anfang hattest Du vor, eine Mint E17 Community Version zu entwicklen, jetzt basiert ML auf Ubuntu. Warum?</p>
<p><strong>Marvin:</strong><br />
Nun, es ist so, dass ich nie vor hatte, eine Linux Mint Edition zu entwickeln. Als ich User auf linuxmint.com war, erzählte mir Clem (Clement Lefebvre/Maintainer Linux Mint), dass er die geplante E17 Version absagen will, da sich Niemand findet, der es machen will. So habe ich mich des Projektes angenommen. Danach sind ein paar Sachen passiert, die ich hier aber nicht ansprechen möchte.<br />
ML ist nicht eine Ubuntu E17 Version. Sie basiert nur auf Ubuntu und hat das Ziel, eine Distribution zu werden mit den besten &#8220;Out of The Box&#8221; Eigenschaften. Das bedeutet, dass nach der Installation nichts mehr getan werden muss, keine Codecs installieren, keine &#8220;fehlenden&#8221; Programme nachinstallieren oder sonstiges. ML soll auch Windows User zum Umsteigen anregen durch einfache Installation und Handhabung.</p>
<p><strong>linuxmintusers.de:</strong><br />
Wie denkst Du über Dein Maryan Linux Projekt?</p>
<p><strong>Marvin:</strong><br />
Es ist ein wichtiges Projekt, auch für mich, aber der wichtigste Wert für mich ist Freundschaft. Frieden und Freundschaft sind erforderlich, wenn man mit ML arbeiten möchte. Ich habe einige E17 Distributionen ausprobiert, alle hatten viele Vorteile und alle hatten auch Nachteile.<br />
Maryan Linux ist auch anders, wir wollen eine echte &#8220;Community&#8221; Distribution werden,wo jeder User mitmachen kann, der wirklich helfen möchte.</p>
<p><strong>linuxmintusers.de:</strong><br />
Bis zur 1. Beta hat es Monate gebraucht. Was hat daran so lange gedauert?</p>
<p><strong>Marvin:</strong><br />
Viele Faktoren haben ML verzögert. Einer davon war mein Job. Sobald du keine Zeit mehr für ein Projekt hast, wird es immer langsamer. Meine wirtschaftliche Situation war auch nicht so, dass ich mir eine Standleitung ins Internet leisten konnte. Die Situation hat sich jetzt aber verbessert.</p>
<p><strong>linuxmintusers.de:</strong><br />
Wer arbeitet an ML mit? Wer ist das Kern-Team?</p>
<p><strong>Marvin:</strong><br />
Aktuell sind das Ekthor, Molom der Grafiker und ich. Ekthor kümmert sich um die Sicherheit in ML, Molom regelt alles mit dem Design und unterstützt auch mich in meiner Arbeit. Dann gib es noch einige &#8220;Künstler&#8221;, die Wallpapers, Icons etc. herstellen: Agust Verdegal, Cristina, José Rangels, Smartboyathome und Neo67 <img src='http://www.scholars.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  &#8230;und wir wachsen!</p>
<p><strong>linuxmintusers.de:</strong><br />
Was sagt eigentlich deine Frau zu Linux?</p>
<p><strong>Marvin:</strong><br />
Sie findet Linux richtig gut. Sie liebt es, damit zu arbeiten und sie hasst es, wenn ich versuche, Ihr zu erklären, wie Linux funktioniert. Du kennst das bestimmt&#8230;kompliziert. <img src='http://www.scholars.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>linuxmintusers.de:</strong><br />
Danke für das kurze Interview Marvin!</p>
<p><strong>Marvin:</strong><br />
Ich danke Dir und Grüße an die netten Leute in Deutschland</p>
<p>Das Original befindet sich auf <a title="LinuxMintUsers.de" href="http://www.linuxmintusers.de/smf/index.php?topic=288">www.linuxmintusers.de</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rolling Novel (14)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/04/22/rolling-novel-14/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 17:37:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Neue
Ich stand bei Birgit vor der Tür. B. Schuster stand auf der Klingel dieses dreistöckigen Mehrfamilienhauses. Aber wer zum Henker noch mal ist M. Meyer? Ich schaute noch einmal hin. Tatsächlich, hinter dem Strich stand ein anderer Name. Was soll denn das sein, bitteschön? Ich überlegte mir schnell ein paar Frauennamen mit M. Manuela, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Neue</strong></p>
<p class="western">Ich stand bei Birgit vor der Tür. B. Schuster stand auf der Klingel dieses dreistöckigen Mehrfamilienhauses. Aber wer zum Henker noch mal ist M. Meyer? Ich schaute noch einmal hin. Tatsächlich, hinter dem Strich stand ein anderer Name. Was soll denn das sein, bitteschön? Ich überlegte mir schnell ein paar Frauennamen mit M. Manuela, Martina, Michaela – das können doch nicht alle sein – Mandy, Marlene, Muschi (?). Das beruhigte mich nicht sehr, wenn ich ehrlich bin. Vor allem konnte man zu den ersten die männlichen Gegenstücke bilden: Manuel, Martin, Michael und dann gab es da noch Marco, Markus, Moritz, Mann, Mann, Mann. Ich klingelte trotzdem. Sie war nicht da, wie sich später herausstellte. Dafür aber ER. Er, dieser Markus, Michael, Martin usw. Ich, ziemlich betrunken, um nicht zu sagen: stockbesoffen, fragte ihn in aller Höflichkeit und mit Anstand (falls ich so etwas jemals besessen habe), ob sie zu Hause sei.</p>
<p class="western">„ Wer?“</p>
<p class="western">„ Was wer? Hier wohnt doch Birgit, oder?“</p>
<p class="western">„ Wohl betrunken was?“ sagte dieses Arschloch in seinem gestreiftem Hemd und seinen goldenen Manschettenknöpfen. Ich hätte beinahe gefragt, ob sie schon miteinander geschlafen hatten, was wohl ziemlich peinlich gewesen wäre und nichts gebracht hätte, konnte mich jedoch im allerletzten Moment zurückhalten, weiß Gott warum, dieser Scheißkerl dort oben wird schon seinen Grund dafür haben. Normalerweise fällt es mir schwer, mich zu bremsen. Ich starrte ihn also nur an, den Mund offen. Dann ging die Tür zu, einfach so, dieser Mister M schloß die Tür und ich stand da wie ein Trottel (genaugenommen war ich ein Trottel) und redete auf die Türe ein, wie schön es doch war und es wieder werden würde. Ich weiß nicht, was mich damals soweit getrieben hatte, dies zu tun, vielleicht war es der Alkohol, vielleicht auch nicht, ein Schritt nach vorne hatte ich doch schon gemacht, jetzt zwei zurück – Ach was, hundert Schritte rückwärts. Mindestens. Ich war mir sicher, daß er (ER) noch des öfteren durch den blöden Türspion schaute und sich über diesen lallenden Typen kaputtlachte. Aber das war mir egal, das heißt, es wäre mir nicht egal gewesen, wenn ich im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte gewesen wäre, aber in diesem Moment interessierte es mich herzlich wenig, ob ich mich zum Affen machte, es mußte ja endlich mal gesagt werden. Jetzt wußte ich wenigstens, daß es nichts weiter zu sagen gab, außer: ich liebe Dich. Ich liebe Dich, Dich liebe ich, ich liebe Dich, Dich, Dich. Weiß gar nicht mehr, ob ich überhaupt etwas anderes gesagt habe, außer diesen drei Wörtern, es ändert ja doch nichts an dieser Tatsache. Ich sollte wieder versuchen den Berg zu besteigen, im Tal ist es schattig, nur manchmal scheint die Sonne in die Schlucht, zu einer bestimmten Zeit – und dann sollte man ihr entgegengehen, nein, man muß! Das hatte ich vergessen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Drachensteigen</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/04/22/drachensteigen/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 17:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[Gefesselt an deinen Wurzeln
Während der Ballon treibt
Bleibt der Baum stehen

Alleingelassen auf den Wolken
In dunklen Häusern
Durch andere Menschen verkettet

Wo sitzen der Junge
Das erwachsene Mädchen
Die deinen Drachen im Wind steigen lassen

Seit du kein Kind
mehr bist
Seit du keine Träume
mehr lebst

Du willst deinen Ballon lenken
Die Natur fügt sich nicht
Wie Schaumstoff in deiner Hand

Aufgehört Träume zu träumen
Dein Ziel war es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;">Gefesselt an deinen Wurzeln</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Während der Ballon treibt</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Bleibt der Baum stehen</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Alleingelassen auf den Wolken</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">In dunklen Häusern</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Durch andere Menschen verkettet</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wo sitzen der Junge</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das erwachsene Mädchen</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die deinen Drachen im Wind steigen lassen</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Seit du kein Kind</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">mehr bist</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Seit du keine Träume</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">mehr lebst</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Du willst deinen Ballon lenken</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Natur fügt sich nicht</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wie Schaumstoff in deiner Hand</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Aufgehört Träume zu träumen</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Dein Ziel war es sie zu lenken</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Aufgehört Leben zu träumen</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der Ballon treibt mit den Schwalben</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Und unbekannt wird er bleiben</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Dein Drachenführer</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>einsam wie eine katze</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/04/11/einsam-wie-eine-katze/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 14:25:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[einsam wie
eine katze
die einsamkeit
lieben
liebebedürftig wie
ein hund
die zuneigung
suchen
einsam am tag
bei nacht
den hund als
katze hören müssen
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>einsam wie<br />
eine katze<br />
die einsamkeit<br />
lieben</p>
<p>liebebedürftig wie<br />
ein hund<br />
die zuneigung<br />
suchen</p>
<p>einsam am tag<br />
bei nacht<br />
den hund als<br />
katze hören müssen</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rolling Novel (13)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/04/11/rolling-novel-13/</link>
		<comments>http://www.scholars.de/index.php/2008/04/11/rolling-novel-13/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 14:21:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.scholars.de/?p=75</guid>
		<description><![CDATA[Schindogu – Chat
Das Internet-Café war etwa eine Viertelstunde von meiner Wohnung entfernt, wenn man zu Fuß ging und sich nicht hetzte. Andrew war mit Lena unterwegs, die Neue. Meine Stimmung besserte sich, als ich zu diesem Schuppen ging und mir die schönen Frauen ansah, die durch die Straßen marschierten und sich benahmen, als stünden sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;"><strong>Schindogu – Chat</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Das Internet-Café war etwa eine Viertelstunde von meiner Wohnung entfernt, wenn man zu Fuß ging und sich nicht hetzte. Andrew war mit Lena unterwegs, die Neue. Meine Stimmung besserte sich, als ich zu diesem Schuppen ging und mir die schönen Frauen ansah, die durch die Straßen marschierten und sich benahmen, als stünden sie in vollem Einklang mit der Welt. Dieser Anblick beruhigte mich und machte mir zugleich Angst. Angst vor der eigenen Unfähigkeit Probleme zu überwinden, Beruhigung darüber, daß es Menschen gab, die einen Sinn in ihrem Leben besaßen, oder zumindest den Schein erweckten, daß sie diesen gefunden hätten. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Das Café hieß @Mike! Ich betrat diesen Laden und ging zur Info. Was das koste und was ich machen müsse, wollte ich wissen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Wohl zum ersten mal hier?“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Ja, so war das. Der Typ, es war anscheinend der Besitzer, denn auf seinem goldenen Namensschild stand in schwarzen Lettern der Name „Mike“, blickte mich bemitleidend an. Was ist denn das für ein Kerl, der noch nie gechattet hat? Er nahm mir das Geld ab ( 15.- DM für 20 Minuten) und wies mich ein, in die gigantische Welt der Bits und Bytes und Software und Keyboard und Chatrooms und was weiß ich denn, und Ram und CD-Rom undundund. Ich glaube, ich stellte so die dümmsten Fragen, die man überhaupt erfinden konnte. Der Typ verlor offensichtlich die Nerven, als er mir alles noch einmal und noch viel öfter erklären mußte. War mir egal, ich wollte schließlich wissen, was ich da mache. Ihm war’s egal, was ich wollte und am Ende der Diskussion einigten wir uns darauf ( kurz vor einer heftigen Auseinandersetzung), daß er mir zeigen sollte, wie ich in einen Chatroom gelange und wie ich mich mit anderen Surfern unterhalten könne. Mein Pseudonym wollte er wissen. Hä? Ja, Mann, du kannst dich auch unter deinem richtigen Namen einklinken, aber – ach, gib irgend etwas ein. Ich schaute umher, sah ein paar Poster mit Frauen undsoweiter, einige Film – und Serienplakate ( unter anderem Akte X und Baywatch) und tippte los: Pamela. Also das gehe nun wirklich nicht. Warum? Hatte er nicht gesagt: irgend etwas solle ich ein&#8230;Du solltest schon ehrlich sein, dann sind die Leute ( „guys“, wie er sie nannte) auch ehrlich zu dir. Selbst im Internet. Wenn ich jetzt daher komme und mich Pamela nenne, denken alle, ich sei eine geile Braut. Dabei begutachtete er mich von oben herab, denn ich saß auf einem Stuhl, er stand direkt daneben, und verzog den Mund. Danke, so ist das also, aha. Daraufhin nannte ich mich Mike, was er nicht so komisch fand, ich schon. Er klickte dann noch auf einen Button und bevor ich fragen konnte, was er gemacht habe, war Mike verschwunden. Also der Echte, der mit dem @ vor dem Namen. Na, dann wollen wir mal, weil die Uhr mit den roten Zahlen begann herunterzulaufen. Also, warte mal, hier drücken und ich kann loslegen. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Der Administrator des Chatrooms begrüßte mich: Hallo Mike, willkommen im Plus-Chat. Mach’s Dir bequem und rede, wenn Du was zu sagen hast. Hab ich, immer.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Hallo!?!</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Manu23: Hi Mike. s/l/a?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kenny: Hallo. Schöne Grüße.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kirk: Moin.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Ich klickte Manu23 an:</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: k/f/u.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Madonna: lol. Wohl zum 1. Mal hier?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Yo!</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Manu23: sex/ language/ age.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: aha.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kirk: Kommt hier jemand aus Hamburg?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Stefan: Ja, Moin, Herr Kaleun. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kirk: lol.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Sheronda: lol. Ich auch.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: männlich/deutsch/?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Die müssen ja nicht alles wissen. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Und du/ ihr?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Sheronda: Kirk, was machst du in HH?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Madonna: Wo kommst du her?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kirk: Studieren und gammeln.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Stefan: lol, ich auch.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Manu23: Komme gleich wieder.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Sheronda: Kennt jemand ne gute Page?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kirk: Beate Uhse.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Im Kollektiv: lol.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Madonna: Hallo Mike, bist du noch da?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Ja.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Madonna: Wo kommen du her?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Und du?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kirk: Aus Hamburg, hab ich schon gesagt.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Wer redet mit dir.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Stefan: Ich hab ne Site voll Cartoons entdeckt.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kirk: Her damit.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Madonna: Aus München/ Schwabing.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Sheronda: Für mich auch.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: So, so, ich komme aus&#8230; </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Madonna: Ist es schön dort?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Ist schon in Ordnung.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Stefan: Ich war auch schon mal in &#8230;</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kirk: Wo liegt das? </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Madonna: lol.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Was heißt lol?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kirk: Lieber ohne Latex.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Stefan: lol, aber immer.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Madonna: lol.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Sheronda: lol.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Ich liebe Latex.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kollektiv: lol lol lol.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Und? </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Madonna: laughing out loud.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Danke.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Stefan: Kennst du schon die Site, wo man den Browser runterladen kann?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kirk: Nee, is ja cool.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Madonna: Hat jemand Susi gesehen?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Was bedeutet Browser?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Sheronda: Hey Stefan, warst Du schon im German-Talk?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kirk: Nee, aber was auch immer dort abgeht, ich will’s wissen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Madonna: Was gibt’s dort?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Stefan: Nee, noch nicht.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Quicky: Hey Leute, bin wieder da, was gibt’s Neues?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Nichts.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Quicky: Hey Mike.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Sheronda: Ist lustig dort, sprechen übers Ficken.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Manu23: Sorry, wurde gerade angeflüstert.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kirk: Mir wird’s hier langsam zu voll.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: FICKEN!!</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Manu23: Jetzt?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Stefan: Vorsicht Kinder, das ist ein schlimmer&#8230;</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Quicky: KRZTKRKNK.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Kirk: &#8230;Finger.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Sheronda: Yo, komm doch vorbei, Mike.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Ficken!?!</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Manu23: Was nun? </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Mike: Ficken!!!</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Dann war meine Zeit um, der „echte“ Mike kam an meinen Platz, ich wurde wieder zu Thommy. Er fragte, wie es mir denn gefallen habe, ob ich zurecht gekommen sei und ob ich noch einmal wolle. Nein, lieber nicht. Hab sowieso nichts kapiert ( Ihr etwa?). Schindogu, wie der Japaner zu sagen pflegt. Alles nutzlose Dinge. War aber trotzdem recht amüsant, mein kleiner Ausflug in die High-Tech-Welt. Und informativ!! Keine Frage. Jeder hat geredet, nur hatte niemand etwas gesagt. Was ist daran schon so toll? Ich fragte mich, worin der Unterschied zur normalen, faden und langweiligen Welt denn bestünde. Ein Vorteil freilich lag darin, daß ich meinem Gegenüber nicht in die Augen schauen mußte, wenn ich vorhatte ihn anzulügen oder im zwischendurch einmal die Wahrheit sagte. Um weitere Antworten zu finden oder weil mir einfach danach war, ging ich in die nächstliegende Kneipe. Die hatte keinen Namen, auch kein @ oder sonstwas, sie brauchte keinen Firlefanz um zu existieren. Es stand nur das Wort „Imbiß“ in leuchtenden Lettern quer über dem Eingang, daneben hing ein rostiges Schild irgendeiner Biersorte. Das „m“ in Imbiß leuchtete übrigens nicht, dafür blinkte das „b“.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">An der Bar war noch frei. Ich setzte mich. Kurz darauf bemerkte ich, daß ich mich neben einen Bekannten gesetzt hatte, wie klein die Welt doch ist. Naja, Bekannter wäre wohl etwas übertrieben, wir hatten mal auf einem Fest miteinander gequatscht, glaube ich, vielleicht bildete ich mir auch nur ein ihn zu kennen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Trinken wir was zusammen?“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Immer“, sagte ich.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Der Typ war Anfang dreißig und Elektroinstallateur. Wir redeten über dies und jenes, daß er seit beinahe zehn Jahren bei der SPD sei und seine Stimme trotzdem (oder gerade deswegen; so genau war das nicht herauszuhören) der Union gab. Arme Sau. Nach einigen Drinks wurden seine Monologe immer länger und weil er der Ältere war, fing er an, mich belehren zu wollen, mir Ratschläge zu erteilen oder einen Schwank aus seinem Leben zu erzählen. Ich weiß nicht genau, ob das zum Älterwerden dazugehört, ich meine, daß man jüngere Menschen vollquatschen muß, gerade bei einem Gespräch von Mann zu Mann und nach alkoholisiertem Gehirn. Ich wußte damals nur eins: so will ich niemals enden. Das war klar.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Weißt Du,“ sagte er, „ Weißt Du was auf meinem Grabstein stehen soll, wenn ich einmal abkratze?“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Stille. Er blickte mich an; er wollte wohl, daß ich etwas dazu sagte, also erwiderte ich: „ Nein, sag’s mir!“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Also, paß auf: Von Huren geliebt, von Hausfrauen gehaßt, das Geld in Puffs und Bars verpraßt, ein Schwanz aus Stahl, ein Sack aus Leder, das war ich! – Das weiß doch jeder!“ Er lachte in sein Glas, den Kopf vornüber gebeugt.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Amen!“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Und?“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Was?“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Ja, was hältst Du davon?“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Den Spruch kenne ich schon,“ sagte ich.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Was spielt das für eine Rolle. Das soll mal auf meinem Grabstein stehen, verstehst Du?“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Ja, ich verstehe!“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Nein, tust Du nicht! In goldenen Buchstaben, gerade zwischen den Kreuzen mit Bibelzitaten. Herrlich! Das wäre phantastisch! Verstehst Du jetzt? Verstehst Du die Ironie?“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Ja,“ sagte ich, doch ich verstand kein Wort, ehrlich Leute, was sollte man dazu noch sagen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Wenig später: „ Warst Du schon mal in einem Puff?“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Und Du?“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Sicher,“ nuschelte er.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Wieder Stille. Aber ich wußte schon, was gleich kommen würde, deshalb betrachtete ich die glänzende Spüle hinter der Theke, in der sich der goldfarbene Ventilator an der Decke spiegelte, während er sich drehte und drehte. Die dicke Wirtin mit ihrer verschmierten Schürze briet Würste und Buletten auf dem Rost und unterhielt sich lachend mit einigen älteren, versoffenen Männern am anderen Ende der Bar. Die waren wahrscheinlich jeden Tag da und bildeten die einzige Gesellschaft dieser Frau während des gesamten Tages. Die Pommes Frites brutzelten in dem vergilbten Sieb und waren in etwa so fettig wie die Haare meines Gesprächspartners, der da sagte: „ War ne lustige Geschichte.“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Was denn?“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Das mit dem Puff und den Huren.“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Ach?!“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Du glaubst mir nicht, hm?“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Ich antwortete nicht und vermied es mit dem Kopf irgendeine Bewegung zu machen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Paß mal auf mein Junge, ich erzähl’s Dir. Also, das war so: Ähm, Mann, das muß schon zehn Jahre her sein, ich saß mit einem Freund, Michel, aber den kennst Du wahrscheinlich nicht, also mit dem saß ich in einer Strip – Bar und wir tranken ein wenig und weil ich bei dem Anblick dieser Miezen auf der Bühne geil wurde, wie ein Hengst vor der Stute, fragte ich so ne halbnackte Tussi, die uns bediente, ob man hier auch mehr haben könnte als bloß Geldscheine in die Unterwäsche der Tänzerinnen zu stecken. Mann, die Frau sah aus, sag ich Dir, mit der hätte ich’s auch gerne getrieben, Junge, Junge, da fällt mir nichts mehr ein – Egal, sie brachte mich in den ersten Stock, wo sich haufenweise Frauen anboten, die zwar alle nicht annähernd so gut ausgehen hatten ,wie die Mädels im Erdgeschoß, aber was soll’s&#8230;“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Er schien kurz überlegen zu müssen, wie es denn mit seiner tollen Geschichte weitergehen sollte; vielleicht wußte er auch bloß nicht mehr, was dann genau geschehen war, vorausgesetzt, die Geschichte stimmte. Ich langweilte mich, hörte nur noch mit einem Ohr zu. Draußen, auf der anderen Straßenseite schienen sich zwei ältere Frauen sich über eine Sache aufzuregen, daneben, auf dem Asphalt, kauerte eine Landstreicher. Die beiden nahmen keine Notiz von ihm.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Ich nahm dann eine, die hatte zwar kein sonderlich hübsches Gesicht, dafür aber riesige Titten, sag ich Dir, und die schönsten Beine von diesen Schlampen, soweit ich das alles noch erkennen konnte. Wir standen dann da im Zimmer; ein großes Bett, zwei Stühle, der Rolladen nur halb heruntergelassen&#8230;“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Und dann?“ fragte ich, nur um interessiert zu wirken. Wir schauten uns in die Augen und er sah mich an als ob ich ihn bei etwas wichtigem gestört hätte, beinahe beleidigt, so schien es mir. Er hatte schon einen kräftigen sitzen, sofern man dies seinem schwammigen Blick abgewinnen konnte und schielte so sehr, daß ich mir nicht mehr sicher war, ob er mich, oder die Wand neben uns anstarrte. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Warte, ich bestell uns noch was,“ nuschelte er. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Äh, halt, ich&#8230;“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Ist schon gut, ich bezahle!“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Na, wenn das so ist. Eigentlich wollte ich mich vom Acker machen. Was soll’s. Wußte sowieso nicht wohin. Nach Hause? In die Wohnung? Wo ist Birgit, verdammt noch mal, ich will sie wiederhaben. Ich spielte kurz mit dem Gedanken, als der Typ uns noch zwei Drinks bestellte, ob ich nicht mal wieder meine Eltern besuchen sollte, am nächsten Wochenende oder so. Einfach nur rumsitzen und mir mal wieder ein paar „gute“ Ratschläge abholen. Vielleicht ist ein nützlicher Rat dabei?! Nein, sie kennen die Geschichte nicht, nicht die ganze Geschichte. Ich wußte im Moment nicht einmal mehr, ob ich ihnen von der Trennung von Birgit überhaupt etwas erzählt hatte. Was spielte das schon für eine Rolle. Eltern sind schließlich dazu da, daß sie einem gute Ratschläge geben sollen, finde ich, zumindest in der Phase, in der sie sich nicht mehr persönlich und jeden Tag um einen kümmern müssen und man selbst sich noch nicht um sie sorgen muß. Oder? Ich verwarf den Gedanken, sie zu besuchen, denn dann müßte ich mich wahrscheinlich den gesamtem Nachmittag mit meinem Vater über die Bundesligaspiele des Vortages unterhalten und bis zur Sportschau bleiben. Meine Mutter würde uns zuhören und sich wahrscheinlich freuen, daß mein Vater und ich ein Gesprächsthema gefunden hätten. Auch wenn sie dieses Thema nicht mochte. Vielleicht werde ich sie doch besuchen, vielleicht werde ich das tun. Wahrscheinlich nicht.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Der Typ stellte mir mein Glas hin. Nach dem ersten Schluck, den er feierlich mit den Worten „ Auf alle Huren dieser Welt“ begrüßt hatte, fuhr er fort.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Jetzt kommt etwas, das ich nicht erklären kann, es ist schon komisch, also ich weiß nicht, wie ich es Dir sagen soll&#8230;“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Leg einfach los!“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Also, hör zu, nicht, daß es mir peinlich wäre – sie nahm mir also einen Blauen ab, doch ich, ich hatte urplötzlich keine Lust mehr, verstehst Du, wahrscheinlich war ich zu betrunken, um die Geilheit zu halten, also sagte ich ihr, ich sagte ihr, daß ich mich einfach nur neben sie legen wollte, so eben, ich fühlte mich irgendwie einsam, Du verstehst das wahrscheinlich nicht&#8230;“ Er hielt inne, blickte mir in die Augen ( so wie vorhin, wahrscheinlich dachte er tatsächlich, daß er mir in die Augen schauen würde. Egal!), dann in sein Glas.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„<span style="font-size: small;">&#8230;Nein, das kann man nicht verstehen, einsam, ich glaube, genau das war’s, wahrscheinlich, weil kurz zuvor meine Freundin ausgezogen war&#8230;Auf jeden Fall wollte ich nicht mehr ficken. Sie sagte dann, das ginge nicht, für so etwas hätte sie keine Zeit, sie habe schließlich zu arbeiten. Daraufhin wollte ich mein Geld zurück, also nachdem wir noch eine Weile diskutiert hatten und sie schrie, ich solle sie doch sonstwo lecken, aber genau das wollte ich ja nicht mehr, verstehst Du was ich Dir erzähle? Wahrscheinlich nicht.“ Er nahm einen Schluck. Dieser Typ ging mir langsam auf die Nerven mit seinem „ Verstehst Du“ und „Wahrscheinlich nicht“ undsoweiter. Der hält mich wohl für ein total blödes Arschloch oder so was. Wichser.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Auf jeden Fall,“ sagte er ( lange mach ich das nicht mehr mit; mir selbst wurde zudem noch recht übel, vom Gelaber und vom Alkohol, ich brauchte frische Luft), „ Ging es dann so weiter, daß, als diese blöde Fotze weiterhin geschrien hatte, ihr Zuhälter, so ein osteuropäisches Arschgesicht, ins Zimmer kam und mich packte, mich mit einer Hand an der Gurgel hatte und gegen die Tür drückte. Dabei hatte er dann meine Jacke zerrissen, dieses Arschloch, meine schöne Lederjacke&#8230;“ Der Typ tat mir beinahe Leid, nicht wegen der Jacke, einfach so, in etwa, wie es einem Leid tut, wenn man in den Nachrichten vom Absturz eines Passagierflugzeugs hört. Also, nicht wirklich leid. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">War wohl nicht Dein Tag, oder?“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Nein, nein, ich hatte schon länger nicht mehr </span><span style="font-size: small;"><em>meinen</em></span><span style="font-size: small;"> Tag. Damals erst recht nicht, ich bekam noch ein paar Schläge in den Magen und wurde durch einen Seiteneingang ins Freie gebracht, weiß Gott warum, ich hatte schließlich nichts Böses im Sinn gehabt und diese Schlampe schreit trotzdem wie am Spieß&#8230;Junge, ich sag’s Dir, wenn ich nicht so besoffen gewesen wäre, hätte ich diesen Typen, also, mal ernsthaft, ein oder zwei, hätte ich ihm schon verpaßt, da kannst Du sicher sein, bamm bamm, so (dabei fuchtelte er mit den Armen herum als ob er auf jemanden einschlage. Es sah jedoch eher so aus, wie ein Kleinkind bei den ersten Schwimmversuchen), in etwa, bamm, dieser Drecksack.“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Sicher, warum auch nicht,“ erwiderte ich.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Du glaubst es vielleicht nicht, aber die Geschichte stimmt!“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Ja!“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Es geht auch noch weiter, soll ich Dir den Rest erzählen&#8230;?“ Ohne eine Antwort meinerseits abwarten zu wollen, nahm er einen Schluck. Wahrscheinlich wollte er nach seiner Rede die Stimme für einen neuen Anlauf ölen. Das war sein Fehler; ich war schneller.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Äh, ich muß weg, sorry.“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Ach, ja dann, war nett sich mit Dir zu unterhalten,“ sagte er. Unterhalten ist gut, er hat mich von Anfang an zugelabert, aber vielleicht besteht Unterhaltung gerade daraus, daß man besser nichts sagt und sich dafür etwas Dummes anhören muß. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Vielleicht kann ich Dir den Rest ein anderes Mal erzählen?!“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Vielleicht,“ sagte ich, doch eher wollte ich mir eine Woche lang Talkshows oder Glücksrad oder beides gemeinsam anschauen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Ciao, mein Junge.“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„ <span style="font-size: small;">Ciao,“ erwiderte, als ich den letzten Schluck nahm und ihm auf die Schulter klopfte. „ Überlege Dir das mit Deiner Grabinschrift noch einmal.“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Aber das hatte er schon nicht mehr gehört, er starrte traurig in sein Glas, oder auf die Theke, vielleicht hatte er die Augen auch geschlossen – vielleicht war er aber auch nicht traurig, sondern nur betrunken und müde. Soll’s ja auch geben. Wer weiß das schon? </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Ich schlenderte durch die Straßen, ziellos, unsicher und ein wenig nachdenklich. Ich war mir sicher, daß die Geschichte nicht stimmte, das es ungefähr vielleicht so abgelaufen war, aber das er plötzlich keine Lust mehr hatte, diese Frau zu bumsen, das war unwahrscheinlich. Er sei einsam gewesen, hatte er gesagt, mag ja sein, er wollte sich nur neben sie legen, möglich, ich vermute jedoch, daß er keinen mehr hoch bekommen hatte und deshalb sein Geld zurückhaben wollte, oder er ein perverses Ding mit dieser Frau anstellen wollte und darum vom Zuhälter ein paar Schläge bekommen hatte. Was spielt das eigentlich für eine Rolle? Der Typ hatte seine Geschichte eben so geschrieben, wie er es haben wollte, so, damit sie zu ihm paßt, oder so, machen wir das nicht alle ein wenig. Ich selbst übertreibe schließlich auch oft genug, wenn ich mich mit Leuten unterhalte und ihnen etwas erzähle, bei dem sie nicht dabei gewesen waren und es auf gar keinen Fall von jemandem aus ihrem Freundeskreis hätten anders erzählt bekommen können. Was soll’s also. Und sowieso, vielleicht war er tatsächlich einsam und verlassen. Einsame Menschen machen die verrücktesten Sachen, damit sie etwas Zuneigung bekommen, wie beispielsweise die Frau, die sich eine Katze anschafft oder einen Hund, damit abends jemand da ist, wenn sie von der Arbeit kommt, vielleicht auch nur einen Wellensittich. Oder der Mann, der sich ein Aquarium kauft und jedem  Fisch liebevoll einen eigenen Namen gibt, sich mit ihnen unterhält und ihnen stundenlang zusehen kann. Ich persönlich finde so etwas krank, diese Leute sind balabala oder lulululu, aber einsam sein, so richtig einsam, das können nur die wenigsten Leute. Ich bin gerne einsam, das heißt, ich bin gern alleine, aber ich brauche ein, zwei Menschen, mit denen ich eine engere Verbindung habe. Ich spreche jetzt nicht von meinen Eltern – Andrew ist eine solche Person, Birgit war es, vielleicht ist sie es noch, irgendwie, aber ansonsten habe ich nur lose Bekanntschaften, eher Trümmer von Bekanntschaften. Ich würde diese Menschen zwar, unter gewissen Umständen, als Freunde bezeichnen, sie mich allerdings wahrscheinlich als einen Bekannten, allerhöchstens als einen Kumpel oder so etwas in der Art. Ich benötige an manchen Tagen viel Gesellschaft, möchte dann aber doch alleine sein, möchte keine engen Bindungen mit anderen Menschen – Verrückt, oder? Nein, Haustiere als Lebenspartner engagieren, das ist verrückt, andere würden sich um neue Freundschaften bemühen. Ich bin nicht verrückt, nein, ich bin </span><span style="font-size: small;"><em>nicht</em></span><span style="font-size: small;"> verrückt, verdammt noch mal. Ich kaufe mir noch zwei Bier an der Tankstelle und gehe zu Birgits neuer Wohnung.</span></p>
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		<title>Rolling Novel (12)</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 19:36:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Retrospektive namens Birgit ( Teil 2)
„ Und? Was fühlst Du?“
Befriedigung hätte ich beinahe gesagt, konnte mich jedoch zusammenreißen.
„ Es war wunderschön. Und für Dich?“
„ Auch!“
Sie legte sich abermals auf mich. Eine Stellung, die sie vor etwa sieben Minuten verlassen hatte. Nun aber legte sie sich entspannt, schwer atmend auf meinen Körper und ließ ihren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Retrospektive namens Birgit ( Teil 2)</p>
<p>„ Und? Was fühlst Du?“<br />
Befriedigung hätte ich beinahe gesagt, konnte mich jedoch zusammenreißen.<br />
„ Es war wunderschön. Und für Dich?“<br />
„ Auch!“<br />
Sie legte sich abermals auf mich. Eine Stellung, die sie vor etwa sieben Minuten verlassen hatte. Nun aber legte sie sich entspannt, schwer atmend auf meinen Körper und ließ ihren Kopf auf meine Schulter sinken. Ihre beinahe dunkelbraunen Haare kitzelten meinen Hals, aber ich unternahm nichts, zu erschöpft war ich. Sie murmelte etwas und küßte meinen Oberarm. Dann schlief sie. Ihr Körper zuckte zusammen, die Muskeln verloren ihre Kraft, ihre Anspannung. Ich blieb liegen und dachte nach. Es war keine Nacht wie jede andere gewesen. Es war etwas vorhanden, das mir den Bauch einschnürte und mir eine Gänsehaut verpaßte. Ich rauchte. Unwissend ob sie es verabscheute oder es ihr egal war. Mögen konnte sie es nicht. Das war klar, mir aber egal. Ich wollte jetzt rauchen, wollte noch nicht schlafen. So lag ich eine ganze Weile, oder noch länger. Das änderte auch nichts mehr. Es war passiert, war vorbei und sollte doch erst richtig beginnen. Das wußte ich noch nicht. Ich wußte nur, daß ich mich ungewöhnlich einsam fühlte. Ich wollte jetzt allein sein.<br />
Ich schob sie vorsichtig von mir herunter und ging zum Kühlschrank um etwas Sprudel zu trinken. Ich setzte mich ans Fenster und dachte. Was ich dachte? Nichts, glaube ich, nichts wichtiges. Vielleicht dachte ich überhaupt nichts. Das änderte trotzdem nichts an der Tatsache, daß ich mich verliebt hatte. Ohne es zu wollen. Wenn man will, klappt es sowieso nicht. Ich hatte mich in Birgit Schuster verliebt.<br />
Ich löschte das Licht und legte mich neben sie zum Schlafen. Es war unsere erste Nacht. Ich war glücklich und zufrieden. Damals, als die Welt noch rosa war.</p>
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		<title>Belangloser Sinn</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/03/22/belangloser-sinn/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Mar 2008 12:13:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[
 	 	
Demokraten
die immer noch
in Demokratie
leben

was ist frei?

Christen
die immer noch
in Dogmen
leben

was ist glauben?

Träumer
die immer noch
im Traum
leben

was ist leben?

Menschen
die immer noch
Mensch sein
wollen

was ist fühlen?

Du
der du immer noch
nicht bei Dir
bist

was ist nichts?

Ich
der immer noch
im Ich
denkt

was ist nichts?
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><meta http-equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8" /><title></title><meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 2.4  (Linux)" /><br />
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<p style="margin-bottom: 0cm">Demokraten</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">die immer noch</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">in Demokratie</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">leben</p>
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<p style="margin-bottom: 0cm">was ist frei?</p>
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<p style="margin-bottom: 0cm">Christen</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">die immer noch</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">in Dogmen</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">leben</p>
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<p style="margin-bottom: 0cm">was ist glauben?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Träumer</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">die immer noch</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">im Traum</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">leben</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">was ist leben?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Menschen</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">die immer noch</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Mensch sein</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">wollen</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">was ist fühlen?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Du</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">der du immer noch</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">nicht bei Dir</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">bist</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">was ist nichts?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Ich</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">der immer noch</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">im Ich</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">denkt</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">was ist nichts?</p>
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		<title>Rolling Novel (11)</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Mar 2008 12:11:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[
 	 	
I’m easy
8.30h. Klack&#8230;hit me baby one more time&#8230;Britney Spears, es gibt wohl kaum eine schlimmere Art und Weise geweckt zu werden&#8230;my loneleyness is killin‘ me&#8230;Ich kill dich auch gleich. Hau ruck, umgedreht, klack, aus die Maus, ich stehe ja gleich auf. Mein Schädel schmerzte. Eine Nacht melancholischer Verzweiflung verursacht einen Brummschädel – wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><meta http-equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8" /><title></title><meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 2.4  (Linux)" /><br />
<style type="text/css"> 	<!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0cm } 		P.western { font-size: 12pt } 		P.cjk { font-size: 12pt } 	--> 	</style>
<p class="western"><strong>I’m easy</strong></p>
<p class="western">8.30h. Klack&#8230;hit me baby one more time&#8230;Britney Spears, es gibt wohl kaum eine schlimmere Art und Weise geweckt zu werden&#8230;my loneleyness is killin‘ me&#8230;Ich kill dich auch gleich. Hau ruck, umgedreht, klack, aus die Maus, ich stehe ja gleich auf. Mein Schädel schmerzte. Eine Nacht melancholischer Verzweiflung verursacht einen Brummschädel – wie die meisten anderen Nächte auch, wenn ich es mir recht überlege. Befragen Sie dazu doch Ihren Arzt oder Apotheker! Apropos Wochenendkrise. Ich stand so früh auf um meine vor sich hingammelnde Wohnung wieder auf Vordermann zu bringen. So gammel ich nur mit. Chipstüten, alte Zeitungen und verrotzte Taschentücher kamen zuerst in den blauen Plastiksack. Dann schaute ich unter dem Sofa nach&#8230;das mach ich zum Schluß&#8230;da drauf habe ich noch keinen Bock&#8230;nachher mit dem Staubsauger, obwohl eigentlich weniger Staub darunter zu finden war als sonst etwas, Moment, vielleicht liegt ja noch Geld dort. Ich lupfte das Sofa – guter Rücken, danke, daß Du Dich mal wieder gemeldet hast, wäre nicht nötig gewesen. Die Couch war beiseite, aber Geld fand ich keines. Nur Dreck! Dafür aber Kuschelrock Vol. 5, die dort bestimmt schon so lange lag, wie Birgit nicht mehr hier gewesen war. Aus lauter Sentimentalität legte ich sie ein und lehnt mich gegen den Heizkörper, steckte eine Zigarette an. Rauchen verursacht Krebs, warnen die EG-Minister für Gesundheit. Sonnenbaden auch, das steht allerdings nirgends.</p>
<p class="western">Ich saß da und dachte über meine Gefühle nach, was ohne Zweifel etwas sehr Schlimmes ist. Und überhaupt, kann man über ein Gefühl nachdenken und des analysieren? Wäre es dann nicht so etwas wie ein Gedanke? Ha, was für ein Scheiß. Mein Leben war augenblicklich sehr absurd. Ich lief einer Frau hinterher, die offenbar nichts mehr von mir wissen wollte. Ich legte Platten auf, die mir sagten, wie schön es doch gewesen ist. Und eine andere Frau, welche scheinbar an mir interessiert war, ließ ich links liegen, weil ich Birgit nicht Lebewohl sagen konnte, wollte. Was ein Schwachsinn. Es mußte etwas passieren, also wartete ich. Ich sollte es selbst in die Hand nehmen, aber wie stellt man das an? Ich wartete auf Erlösung.</p>
<p class="western">Dann räumte ich weiter meine Behausung auf ( nicht ohne vorher den Kuschelrock – Sampler durch Freundeskreis und Esperanto ausgetauscht zu haben). Alte Platten, zerknickte Bücher, verweste Zeitschriften, die ich mir in Übereifer und Sammelwut einmal gekauft hatte. All das sortierte ich sorgfältig in Regale und auf den Tischen. Es war sehr entspannend, vor allem dachte ich keine Sekunde an Birgit. Meinen Kleiderschrank ordnete ich neu. Da dachte ich schon an sie. Wenn ich mir die Klamotten betrachtete, die ich mir ihretwegen zugelegt hatte, uiuiuiui, so etwas konnte einem passieren, falls man auf Frauen hereinfällt und alles tut um ihnen zu gefallen. Ist doch so! Hat man, nein, darf man dann noch eine eigene Meinung haben, darf man über cool und uncool oder sexy und abtörnend richten? Andererseits sah ich um einiges gepflegter aus, als sie mich noch kleidete. Sie sagte, es gibt schon genug Menschen, die sich schlecht anziehen, da muß man schließlich nicht dazugehören. Recht hat sie. Was soll’s. Alte Jeans weckten in mir immer sentimentale Gefühle, was hatte man in diesen Dingern nicht alles erlebt. Wie oft hatte sich ein weibliches Körperteil wohl daran gerieben und aufgegeilt? Allerdings roch sie auch so. Ich steckte sie wieder in den Schrank, ganz unten, zu den Schuhen, die man nur auf Hochzeiten oder Beerdigungen trägt. Macht keinen Unterschied. Sagt man. Jeder von meinen alten Bekannten, die man auf den lästigen Klassentreffen sieht, egal ob Mann oder Frau, erzählt, daß das Leben, wie ich es führe ( und wie sie es auch geführt hatten bevor sie Hannes, David, Manuela, Sonja usw kennengelernt haben) sei dann gestorben. Schöne Aussichten sind das. Und hinter dem Rücken des glücklichen Ehepartners wird dann über die Ehe hergezogen. Doppelmoral würden viele jetzt meinen, Realität sagen die anderen. Ich sage gar nichts. Wozu auch? Bin sowieso der größte Depp von allen, vielleicht die Politiker ausgenommen, womit wir wieder bei der Doppelmoral wären und der Realität. Dann fand ich ein paar T-Shirts mit supertollen, vor allem superwitzigen Sprüchen. Die bekommt man eben zu jedem Geburtstag geschenkt, meist als Beilage zu einem anderen Scheiß. Man erkennt, daß die Leute einen überhaupt nicht kennen. Das zumindest beruht auf Gegenseitigkeit. Das ist gut so. Die Shirts nicht. Das ist klar. 10 Gründe: lieber Bier als Frauen. Das war einmal mein absoluter Liebling gewesen. Das ist peinlich, aber trotzdem, teilweise stimmte es. Nein, wäre glatt gelogen. Grund Nummer 8: Bier hat niemals Kopfschmerzen. Da ist was dran. Sonst aber auch nichts. Als ich noch eine Freundin hatte, zog ich es an, meist zum Schlafen, das nervte sie. Was sich liebt da neckt sich, oder: das leckt sich. So etwas fanden wir in der Schule, der Pubertät sehr lustig, vor ungefähr, na vorm Krieg eben. Dem Balkankrieg, vielleicht auch der Golfkrieg. Warten Sie mal einen Moment, da habe ich doch was, moment moment, ha: Laß meinen Golf in Ruhe, sonst gibt’s den Golfkrieg Teil 2. Urkomisch, finden Sie nicht? Ich auch nicht, aber das stand auf einem der anderen IchkenneDichnichtsogutzumGeburtstag-T-Shirts. Was kann man dagegen unternehmen. Eben: NICHTS. Ich entschloß mich, die Dinger wegzuwerfen, nicht einmal zu einem Umzug oder zum Renovieren würde ich das nochmal anziehen. Bin ja auch nicht ganz blöde. Die Leute kämen sonst noch auf Idee, daß sie mir weiter solche Dinger schenken sollten. Und das wollen wir doch alle nicht, oder? Doch zurück zum Bier. Mal im Ernst: Bier kann überhaupt keine Frau ersetzen. Daß ich das jetzt merke, ist zwar spät, aber man lernt eben nie aus und außerdem, haben sie schon einmal ne Nacht mit einem Bier verbracht, ich meine, es ins Bett genommen und geküßt undso? Sie perverse Sau. Ich jedenfalls nicht, ist ja eklig. Und der Geruch erst. Stellen Sie sich vor, ihr Partner, ihre Partnerin würde nach Zapfhahn riechen. Tut er? Sorry, wollte Ihnen nicht zu nahe treten, mein Beileid. Ich meine, für eine exzessive Nacht geht das in Ordnung, aber ständig. Buuaaah. Kotzübel, dann doch lieber den Geruch der alten angewichsten Jeans. Danke! Außerdem, Körpergeruch schön und gut, ABER: ein bißchen Körperpflege hat noch keinem geschadet. Jajaja, jetzt verstehe ich meine Mutter. Bei mir ist das im Moment allerdings eher eine Art Schutz gegen das allgemeine dahinvegetieren, wenn ich mal(!) wieder in Selbstmitleid und Alkohol ertrinke. Das Bad war auch das einzige Zimmer, welches ich ständig säuberte. Da ging kein Weg dran vorbei. An der Küche schon, das war etwas anderes. Die war schließlich nicht mehr lebensnotwendig seit Birgit weg war. Niemanden mußte ich nunmehr mit dahingezauberten Menüs beeindrucken ( während dem Kochen mit Oma telefonieren) und Candlelightdinner waren auch nicht mehr aktuell. Ich aß ( ich Aas!) sowieso beinahe nie in meinen eigenen vier, nein, fünf sechs, sieben, acht, neun&#8230;.vierzehn Wänden und falls das doch einmal vorkam, dann war das mit Andrew oder einem anderen Kumpel und wir saßen vor unseren Big Macs und McChicken oder gingen zur Dönerbude um die Ecke. Geschirrspülen erübrigte sich aus denselben Gründen. Ich mußte also nur ein paar Tassen ( Kaffee) und zwei Teller abspülen, was sich jedoch wegen beginnendem Schimmel an den Rändern schwieriger gestaltete als erwartet. Der Kühlschrank war genaugenommen Stromverschwendung. Abgesehen von einer Milch- und einer Orangensaftflasche und zwei Dosen Bier, die zu trinken allerdings keinen angenehmen Gedanken darstellte, weil Dosenbier nun mal so richtig schlecht und vor allem nach Metall schmeckt, beinhaltete er nur noch ein Stück Butter ( Verfallsdatum höchstwahrscheinlich abgelaufen) und einen Apfel, der aussah, wie ich, gestern Morgen. Auch er war schon leicht vom Pilz befallen.  Mehr war nicht vorhanden, im Kühlschrank, wäre auch pure Geldverschwendung gewesen. Ehrlich!</p>
<p class="western">Mit dem Frischbeziehen meiner Bettwäsche endete der Putzvorgang. Fenster und Schuhe und der Spiegel kamen auch ohne polieren aus. Sie wissen schon, Spiegel sind schön und gut, wenn man entweder gut aussieht oder gutgelaunt ist oder eine Freundin hat, mir der man vor dem Spiegel – nein, ihr sexuellen Neurotiker – stehen und sich in den Arm nehmen kann. also alles nichts für mich.</p>
<p class="western">Ich setzte mich auf die Couch und empfand schon so etwas ähnliches wie Stolz und Genugtuung. Von wegen Müllhalde und so, der soll mir bloß kommen. Dann machte ich den Fernseher an. Programm: siehe oben, nur sonntags. Schamlosigkeit ist die Mutter der Flimmerkiste. Und der Vater heißt Dummheit mit Vor – und Geldgier mit Nachnamen. Doch das ist ja nichts Neues. Das Telefon klingelte. Irgendwie weckte dieser Klang in mir jedes Mal die Hoffnung, daß es doch Birgit sein könnte, die noch was bei mir liegen hatte und es zurückhaben wollte. Dann würde ich, fies, wie ich nun mal bin, sagen, sie könne es abholen. Und dann müßte sie herkommen um es zu holen und ich würde sie dann in ein Gespräch verwickeln, sie müßte dableiben und alles wäre schön. Das sind so meine Tagträume, ja damit verbringe ich langweilige Stunden, in dem ich mir solche abstrusen Dinge ausmale. Lachen Sie nicht, das geht schneller und ungewollter als man denkt.</p>
<p class="western">„ Hi, was machst Du gerade?“ Es war ( leider) Andrews Stimme.</p>
<p class="western">„ Ich hab gerade meine Wohnung geputzt.“</p>
<p class="western">„ Sorry, ich hab mich verwählt.“</p>
<p class="western">Dann legte er auf. Er legte einfach auf, diese Sacknase, nur um ne Minute später wieder anzurufen. Warum ich denn ich mal ernst sein kann, er hat schließlich eine vernünftige Frage gestellt. Er könne ja vorbeikommen, falls er mir nicht glaube. Das tat er auch.</p>
<p class="western">Andrew war erstaunt, wie gesagt, er konnte es nicht fassen. Stolz und Genugtuung, das ist etwas Wunderbares. Er sagte ( welch köstlicher irischer Humor, hahaha), daß er endlich mal keine Angst mehr davor haben müsse, sich bei mir hinzusetzen, wegen Insekten und Milben undsoweiter. Ich sagte es ja bereits: ein irischer Witzbold.</p>
<p class="western">Da hatte er also gestern im Pub die Bekanntschaft mit Lena gemacht. Woher er sie kenne? Von irgendeiner Party oder so. Und? Nix und. Er gehe heute Abend zu ihr. Gut. Wie’s mir ginge. Gut. Schon was neues von Birgit gehört? Nein. Auch gut. Das bräuchte seine Zeit. Aha! Ich kann warten. Nee, ich kann’s nicht, aber ich muß. Konnte schließlich nicht ständig bei ihr anrufen. Mach mich doch nicht andauernd zum Affen für sie, nur damit sie wieder „psst“ machen könnte. Da kam mir der Gedanke, daß ich es das nächste Mal tun könnte, das „psst“ oder „ Sei doch mal bitte kurz leise“. Das war lächerlich und würde wahrscheinlich nichts bringen. Sie würde sich wahrscheinlich darüber freuen, daß ich nun endlich eine Neue habe, damit ich sie in Ruhe lassen würde. Nein, so billig kommt sie mir nicht davon.</p>
<p class="western">Andy sagte, er habe Angst, weil er nicht wisse, was er tun solle mit Lena und wie das denn weiter gehe. Er hatte schon seit geraumer Zeit kein ernsthaftes Rendezvous gehabt. Nur Bettgeschichten für ne Nacht. Oder zwei. Das war’s dann auch. Es war ihm offensichtlich wichtig. Das mit Lena; er war sonst kein Schisser, wenn es um das andere Geschlecht ging. Solle er ihr Blumen oder so was mitbringen? Ja, keine Ahnung. Warum er mich das frage. Weil ich verdammt noch mal sein einziger Freund sei. Da hatte er recht. Ich wäre ebenfalls zu ihm gekommen, aus demselben Grund. Bekannte hatten wir beide genug, aber ein einziger guter Freund, das war etwas anderes. Vor allem besser als überhaupt keiner. Aber auch besser als zwei, weil sich einer dann immer zurückgesetzt fühlt, besonders, wenn die beiden sich nicht gut verstehen. Mädchen machen das. Mädchen haben oft zwei oder auch drei „ beste“ Freundinnen, aber das ist etwas anderes. Unverständlicherweise funktioniert es auch bei den meisten. Ich stelle mir das sehr kompliziert vor, wenn nicht sogar unmöglich. Männer und Frauen, Mädchen und Jungs: das ist ein anderes Thema.</p>
<p class="western">„ Hast Du eigentlich schon einen neuen Versuch unternommen?“ fragte er mich.</p>
<p class="western">Nein. Soll ich? Nicken, also ja, mach schon, worauf wartest Du denn. Gut, mach ich. Nachher. Morgen vielleicht. Schon gut, sollen wir was trinken, er gehe was holen. Warum nicht, aber: Du hast heute noch ein Date, mein Freund. Eben. Ich bin völlig nervös, ich brauche jetzt was Hartes. Was ist los mit Dir, so warst Du schon lange nicht mehr. So ne Frau hatte ich schon lange nicht mehr. Bitte, Du kannst mich jetzt nicht im Stich lassen. Jaja. Und weg war er. So ne Sau. Er hatte sich verliebt. Und ich, was ist mit mir? Ich würde mich auch ganz gerne neu verlieben, aber da war schließlich diese gewisse Kleinigkeit, die mir nicht aus dem Kopf gehen wollte. Dieses seltsame Sich-klammern-an. Nur das es dieses „ an“ nicht mehr gab. Nur in Deinem Kopf. Ich wurde langsam aber beständig verrückt wegen dieser Sache. Das nennt man wohl den ganz normalen Wahnsinn. Obwohl, ich fühlte mich an diesem Sonntag besser als die Tage zuvor, weshalb, das wußte ich nicht, aber ich konnte auch an sie denken, ganz ohne eine Traurigkeit, einen Haß, das heißt, ohne Selbsthaß usw., sie könnte ich gar nicht hassen. Es schmerzte nicht mehr so sehr. Außer wenn, und so beknackt war ich nun mal, unweigerlich drängten sich in meinem kranken Gehirn diese Bilder auf, diese abscheulichen Phantasien, diese schmerzende, alles abtötende Szene, wenn ich sie mir im Arm eines anderen Mannes vorstellte, und weiter, im Bett, wie er sie berührt, nur nicht bei mir, nur nicht ich. Diese Bilder, die jeder enttäuschte Liebeskranke kennt, dieses Sich-betrogen-fühlen, dieses Gefühl der Verzweiflung, welches schon viele Menschen zum alles entscheidenden Schritt getrieben hatte, verspürte ich, wenn ich einsam und sentimental vor mich hin döste, lebte, irgendwie. Das Wunderbare daran ( war es denn wirklich wunderbar?), war, daß die Häufigkeit dieser Szenen und Bilder, die Intensität der Gefühle dabei abnahmen. Das war erleichternd, aber recht umgehen damit oder es akzeptieren konnte ich trotz alledem nicht. Meine Eifersucht darauf, daß ein anderer Mann sie berührte, keimte erst als ich Birgit nicht mehr besaß. Spät, sehr, vielleicht zu spät, dafür aber stark und verletzend, stark verletzend. Aber an diesem Tag hatte ich erstmals die Hoffnung, daß es damit vorbei sein würde, zumindest, daß die Kraft der Eifersucht, der Bilder abnehmen könnte. Ich dachte den restlichen Tag nicht mehr an sie, die Eifersucht und an Birgit. Ich fühlte mich gut, wirklich gut. Entspannt.</p>
<p class="western">Andy kam mit einer Flasche Jim Beam. Ich werde Ihnen die Schilderung des Trinkens und des Redens ersparen. Machen Sie’s doch selbst. Es ist sowieso immer das gleiche. Eine unaufhörliche Spirale, die sich ins Nirgendwo windet. Ich melde mich während der nächsten Woche wieder. Viel Spaß!</p>
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		<title>Feindliche Freunde</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Mar 2008 06:56:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Freunde
Den Wind wechseln
Dachtest du wohl
Fühltest dich sicher
Ihr Gesicht wechseln
Die Farbe bekennen
Vertraue nur dir
Fühl den Verstand
Bekenne selbst Farbe
Prüfe die Lippen
Die Zungen
Die Augen und Gesten
Sei auf der Hut
Merke die Namen
Morgiger Feinde
Wenn sie wichtig genug
Für einen Platz sind
Sonst lass sie laufen
Und in tiefe Schluchten stürzen
Bis niemand mehr sie
Kennt und nennt
Was das Schlimmste ist
Fühl ohne Gedanken
Denk ohne Gefühle
Gib [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Freunde<br />
Den Wind wechseln</p>
<p><em>Dachtest du wohl<br />
Fühltest dich sicher</em></p>
<p>Ihr Gesicht wechseln<br />
Die Farbe bekennen</p>
<p><em>Vertraue nur dir<br />
Fühl den Verstand</em></p>
<p>Bekenne selbst Farbe<br />
Prüfe die Lippen<br />
Die Zungen<br />
Die Augen und Gesten</p>
<p><em>Sei auf der Hut</em></p>
<p>Merke die Namen<br />
Morgiger Feinde<br />
Wenn sie wichtig genug<br />
Für einen Platz sind</p>
<p><em>Sonst lass sie laufen</em></p>
<p>Und in tiefe Schluchten stürzen<br />
Bis niemand mehr sie<br />
Kennt und nennt<br />
Was das Schlimmste ist</p>
<p><em>Fühl ohne Gedanken<br />
Denk ohne Gefühle</em></p>
<p>Gib deinen Freunden<br />
Und deinen Feinden<br />
Neue Gesichter</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rolling Novel (10)</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Mar 2008 06:52:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung, Achtung&#8230;
&#8230;wir unterbrechen die Geschichte des jungen Thomas Berber, der soeben in lächerlicher Melancholie ersäuft für eine wichtige Durchsage: auf der Autobahn A 81 Stuttgart Richtung Singen kommt Ihnen zwischen Kreuz Stuttgart und Böblingen Nord ein Falschfahrer entgegen&#8230; Bitte fahren Sie äußerst rechts und vermeiden sie riskante Überholmanöver&#8230;Wir melden, wenn die Gefahr vorüber ist&#8230;Achtung Autofahrer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Achtung, Achtung&#8230;</strong></p>
<p>&#8230;wir unterbrechen die Geschichte des jungen Thomas Berber, der soeben in lächerlicher Melancholie ersäuft für eine wichtige Durchsage: auf der Autobahn A 81 Stuttgart Richtung Singen kommt Ihnen zwischen Kreuz Stuttgart und Böblingen Nord ein Falschfahrer entgegen&#8230; Bitte fahren Sie äußerst rechts und vermeiden sie riskante Überholmanöver&#8230;Wir melden, wenn die Gefahr vorüber ist&#8230;Achtung Autofahrer, auf der A 81 Stuttgart Richtung Singen kommt Ihnen zwischen Kreuz Stuttgart und Böblingen Nord ein Falschfahrer entgegen&#8230;Bitte fahren Sie äußerst rechts und vermeiden Sie Überholmanöver&#8230;Wir melden, wenn die Gefahr vorüber ist&#8230;Danke und nun geht es weiter mit&#8230;</p>
<p>Der Mond bestrahlte eine Wolkenbank und es war zweifellos ein schöner Anblick. Rein ästhetisch betrachtet, ohne dem eine Bedeutung zukommen zu lassen. Doch in ein paar Minuten würde es vorbei sein, der kaum spürbare Wind würde die Wolke zerstückeln. Ich hoffte (!) diesen Augenblick festhalten zu können, aber er rann mir durch die Finger, wie bei dem Versuch, Wasser aufzuhalten. Wie oft hatte ich es schon versucht, diesen einen ganz bestimmten Moment zu fangen, der mir so bedeutsam erschien. Stellen Sie sich vor, sie stehen am Flughafen und nehmen Abschied von einer Person, die Ihnen sehr viel bedeutet, nehmen sie in den Arm und wissen, daß Sie gleichen gehen müssen. Die Mitarbeiterin des Zollamtes wirft Ihnen einen ungeduldigen Blick zu, aber Sie, Sie wollen nicht loslassen, wegen der Schönheit dieses Augenblicks, wegen dem Wunsch, daß die Zeit doch stehen bleiben möge und mit dem Wissen, daß Sie sich gleich, im nächsten Moment umdrehen und durch das Tor gehen werden. Dann, ja dann ist alles vorbei, sie können nicht mehr zurück zu diesem Augenblick. Ihnen bleibt nur die Hoffnung auf einen weiteren, derartigen Augenblick, der schmerzend und schön zugleich ist. Ein Teufelskreis. Es ist zum Verzweifeln. Das ist es was am Ende bleibt: Die Hoffnung und die Verzweiflung, das Verzweifeln und das Hoffen. Der Glückliche, der diese beiden Dinge zu überwinden vermag. Diesem, und nur diesem Menschen glaube ich, wenn er sagt, daß er zufrieden und glücklich sei.</p>
<p><strong>Des Nachts&#8230;</strong></p>
<p>Lauthals schreiend erwachte ich! Und sah den Mond auf seiner ihm bestimmten Bahn – Es war nur ein Traum! Und ich schlief abermals&#8230;</p>
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		<title>GNOME 2.22.0 erschienen</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/03/12/gnome-2220-erschienen/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 12:36:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Neben diversen Fehlerbehebungen gegenüber den Vorgängern hat der neue GNOME-Desktop auch einige neue Features und Applikationen zu bieten:
Aus den GNOME-Release-Notes:
&#8221; GNOME 2.22 ist die neueste Ausgabe des GNOME-Dektops: einer beliebten, mehrere Plattformen unterstützenden und freien Desktop-Umgebung. Der Fokus liegt bei GNOME auf einer einfachen Bedienung, auf Stabilität und erstklassiger Internationalisierung und Barrierefreiheit. GNOME ist freie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben diversen Fehlerbehebungen gegenüber den Vorgängern hat der neue GNOME-Desktop auch einige neue Features und Applikationen zu bieten:</p>
<p>Aus den <a href="http://library.gnome.org/misc/release-notes/2.22/">GNOME-Release-Notes</a>:</p>
<p align="justify"><em>&#8221; GNOME 2.22 ist die neueste Ausgabe des GNOME-Dektops: einer beliebten, mehrere Plattformen unterstützenden und freien Desktop-Umgebung. Der Fokus liegt bei GNOME auf einer einfachen Bedienung, auf Stabilität und erstklassiger Internationalisierung und Barrierefreiheit. GNOME ist freie und quelloffene Software und stellt alle Werkzeuge bereit, die ein Anwender heutzutage erwartet. Darunter zum Beispiel E-Mail, Groupware, einen Internet-Browser, Dateiverwaltung, Multimedia und Spiele. Weiterhin eine flexible und mächtige Basis für Software-Entwickler, die sowohl Desktop-Anwendung als auch mobile Lösungen entwickeln.&#8221; </em></p>
<p align="justify">Natürlich ist dieses Release nicht mit einem Major-Release à la KDE4 zu vergleichen, aber man erkennt, dass sich GNOME (wenn auch sehr sehr langsam) in die richtige Richtung entwickelt.</p>
<p>Neben neuen Applikationen wie bspw. Cheese wurde vor allem der Webbrowser Epiphany grundlegend verändert:</p>
<p>Die HTML-Rendering-Engine wurde ausgewechselt und die bisherige Gecko-Engine des Mozilla-Projekts durch Webkit ersetzt &#8211; mal sehen, wie sich der &#8220;neue&#8221; Browser in der Praxis nun verhält!</p>
<p>Weitere Neuerungen kann man in den oben verlinkten Release-Notes nachlesen!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rolling Novel (9)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/03/11/rolling-novel-9/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 18:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.scholars.de/index.php/2008/03/11/rolling-novel-9/</guid>
		<description><![CDATA[Der Abend
Den Fernseher einschalten und entspannen, das ist schon etwas wert, wenn man keine Lust zum Nachdenken hat. Über Liebe und Verzweiflung beispielsweise, was sich ja gegenseitig bedingt. Am liebsten wäre mir jetzt etwas Einfaches, etwas Banales. Nein, nicht wie Liebe. Aber da Liebe ja das Top-Thema unserer Drehbuchautoren ist und weil‘s ja immer so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Abend</strong></p>
<p>Den Fernseher einschalten und entspannen, das ist schon etwas wert, wenn man keine Lust zum Nachdenken hat. Über Liebe und Verzweiflung beispielsweise, was sich ja gegenseitig bedingt. Am liebsten wäre mir jetzt etwas Einfaches, etwas Banales. Nein, nicht wie Liebe. Aber da Liebe ja das Top-Thema unserer Drehbuchautoren ist und weil‘s ja immer so herzzerreißend spannend ist, flimmerten haufenweise Darstellungen zu diesem Thema über den Bildschirm. Viele Frauen ( besonders während der Zeiten der Hormonschwankungen) können dabei heulen. Tempo, tempo, her mit dem Tempo. Ich? Nein! Höchstens darüber, daß mein Drehbuchautor niemals mit einem Happy – End schließt, sondern mir den Pflock noch ins Herz stößt, ihn rumdreht oder er beendet die Geschichte mit einem unbestimmten, unbefriedigenden Schluß. Was immerhin näher an der Realität ist. Aber warum gerade ich? Hat keinen Sinn darüber zu verzweifeln.<br />
Ich entschied mich letzten Endes dafür „ Stirb langsam 2“ anzuschauen, weil da nichts passiert außer Bruce Willis. Aber das kam gerade recht, trotz Happy – End. Aber keine Lovestory wie auf den anderen Sendern: „ Ich liebe eine Hure!“, deutsche Produktion. Muß ich noch mehr sagen? Vielleicht „ TV Roman“. Aber jetzt reicht’s! Endgültig.<br />
Danach kam Ingolf – zurück – zu – Lück &#8211; Lück. Danke – Anke. Super, Ihr könnt das schon toll mitsprechen, Ihr da hinten, geniale Leistung, ja, Euch meine ich, Euch, deren Leben genauso wenig zu bieten hat wie meines. Aber Ihr seid schließlich lustig. Den Spaß, den Ihr habt, merkt man Euch deutlich an. Winkt doch noch einmal, ja, so ist’s gut. Kenn ich Dich nicht vom Ballermann? Das waren Zeiten. Wir Deutsche verstehen was vom Feiern, da kann keiner kommen, da kann uns keine Nation den Alk..das Wasser reichen. Nun wirklich nicht. Wir sind eine Spaßgesellschaft, pissen wir doch gemeinsam an den Strand und rufen im Chor: Ficken! Das verbindet, das ist Nationalstolz!<br />
Danach schaltete ich ab, den Fernseher, das Hirn wollte nicht. Schade. Wußten Sie schon, daß sich Gehirn und Samstagabend – Fernsehunterhaltung gegenseitig wunderbar ergänzen? Stellt man das eine an, ist das andere beinahe unerträglich, nichtig. Doch zusammen geht es nicht. Das ist sicher.<br />
Ich setzte mich ans Fenster. Der Autolärm hatte abgenommen, die Geräusche des Lebens nahmen zu. Ich hörte andere Menschen unten auf der Straße, unter meinem Fenster vorbeigehen. Sie gingen irgendwo hin, um die Sorgen des Alltags vergessen zu können. Es war schließlich die Nacht zum Sonntag! Menschentrauben wuchsen und entfernten sich, ein Pärchen auf der Straßenseite gegenüber, unter einer Laterne, welches sich vor fünf Minuten noch geküßt hatte, stritt sich heftig. Das ist Liebe. Wie gesagt: banal, aber real. Wenn ich mich jetzt betrachtete, konnte ich nur zugeben, daß diese beiden besser dran waren als ich selbst. Wenigstens hatten sie einen anderen Menschen – auch wenn’s nur zum Streiten war. Ich hatte nicht einmal das. Dachte an Birgit, logisch, und wie sehr ich sie liebte. Jedenfalls redete ich mir dies ständig ein, bis oder weil ich es glauben wollte. Ich hoffte, daß sie mich auch noch liebte und daß sie schon wieder zu Vernunft kommen würde. Hoffen und Vernunft in einem Satz – das gibt Bauchschmerzen. Durch Hoffnung wird man sowieso nur unglücklich, ich meine, wie oft tritt das schon ein, was man sich erhofft hatte. Dann ist man eben unglücklich und enttäuscht. Das ist das Problem. Liebe auch, das Leben im allgemeinen ist ein Problem, und die Zeit! Aber die Hoffnung ist der Ursprung allen Übels. Ich hoffe, daß dies klappt, das ich gesund bleibe, meiner Familie nichts zustößt, blablabla. Und weil wir Menschen nun einmal blöd sind, hoffen wir. Die Hoffnung stirbt zuletzt und mit ihr der Mensch. Man könnte auch sagen: der Mensch ist unglücklich und gehemmt solange er hofft&#8230;</p>
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		<title>Review zu LinuxMint auf pro-linux.de</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/03/10/review-zu-linuxmint-auf-pro-linuxde/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 08:59:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf pro-linux.de ist ein Artikel von Wolfgang Fogl (widux) zu LinuxMint veröffentlicht worden!
Artikel:  LinuxMint: elegant &#8211; aktuell &#8211; komfortabel? 
Diskussion: 	Pro-Linux: Vorstellung der Distribution LinuxMint
                     
Camway
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf<a href="http://www.pro-linux.de"> pro-linux.de</a> ist ein Artikel von Wolfgang Fogl (widux) zu LinuxMint veröffentlicht worden!</p>
<p>Artikel:  <a href="http://www.pro-linux.de/berichte/linux-mint.html">LinuxMint: elegant &#8211; aktuell &#8211; komfortabel? </a></p>
<p>Diskussion: 	<a href="http://www.pro-linux.de/news/2008/12431.html">Pro-Linux: Vorstellung der Distribution LinuxMint</a></p>
<blockquote><p>                     <a href="http://www.scholars.de/blog/wp-content/pics/2008/03/gnome_mint.png" title="gnome_mint.png"><img src="http://www.scholars.de/blog/wp-content/pics/2008/03/gnome_mint.thumbnail.png" alt="gnome_mint.png" /></a></p></blockquote>
<p>Camway</p>
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		<title>Rolling Novel (8)</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 15:55:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[The day after&#8230;
Ich erwachte. Irgendwie. Meine Augen behielt ich geschlossen, ich spürte nur, wie mir jemand über den Kopf streichelte und mein Arm sich um einen nackten Schenkel klammerte. Das Radio trällerte – mein Kopf ebenfalls. Was war geschehen? Scheiße&#8230;Pils und Pilz. Scheint sich nicht zu vertragen. Nein, wirklich nicht! Meine Zunge war taub, meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>The day after&#8230;</strong></p>
<p>Ich erwachte. Irgendwie. Meine Augen behielt ich geschlossen, ich spürte nur, wie mir jemand über den Kopf streichelte und mein Arm sich um einen nackten Schenkel klammerte. Das Radio trällerte – mein Kopf ebenfalls. Was war geschehen? Scheiße&#8230;Pils und Pilz. Scheint sich nicht zu vertragen. Nein, wirklich nicht! Meine Zunge war taub, meine Mundhöhle trocken und mein gesamter Körper zitterte. Mir war kalt. Das waren keine normalen Pilze, echt nicht. Das kann nicht sein. Verdammt ist mir kalt. Dem Schenkel auch. Aber er fühlte sich trotzdem gut und weich an. Trotz Gänsehaut. Ich hoffte inständig, daß es sich um einen Frauenschenkel handelte und wenn mich mein Tastsinn nicht vollkommen verarschen wollte, gehörte dieser Schenkel auch zu einem weiblichen Wesen. Also hoch mit den Lidern und nachschauen um wen oder was es sich drehte. Ich öffnete also die Augen und bewegte meinen Kopf in die Richtung, in der ich das Gesicht der streichelnden Person vermutete, bzw, wohin mich die Form des Schenkels leitete. Kein Kopf zu sehen. Ich entdeckte nur Titten, die unter einem grauen T-Shirt versteckt waren und die Aufschrift „ Big Balls“ trugen. Ich schloß die Augen, weil ich mir plötzlich nicht mehr so sicher war, ob ich tatsächlich schon wieder unter den Lebenden weilte. Das kann nicht sein, nein nein nein, hört der Wahnsinn den gar nicht mehr auf. Was war das fürn Zeug? Titten, Titten, schon wieder Titten, was soll denn das bitte? Ein Gedanke schoß mir durch den Kopf, mit ihm kam dann so etwas wie Erleichterung. Willkommen zurück in der Realität! Ich erinnerte mich dunkel, daß alle Frauen in dieser anderen Dimension vollkommen nackt waren ( außer Marylin, schade!), doch diese Titten hier waren von einem grauen Tuch aus Baumwolle bedeckt. Schlußfolgerung: etwas stimmte nicht. Diese Dinger gehörten zur gegenständlichen Welt, es konnte nicht anders sein. Außerdem veränderten sie weder Farbe noch Größe. Das war schön. Ich schaute noch einmal zu ihnen hinauf und sie waren immer noch da, in gleicher Farbe und Größe und die atmende Lunge darunter ließ sie sich gleichmäßig heben und senken. Dann erschien das Gesicht. Es war verschwommen, aber ich erkannte ein gutmütiges, liebliches Lächeln darauf. Es war Stefanie, die mich im Arm hielt, beziehungsweise, auf deren Bauch mein Kopf gelegen hatte und deren Schenkel ich festhielt. Sie richtete sich auf, ließ mich los und ging zur Tür.<br />
„ Möchtest Du Kaffee?“<br />
„ Und einen Sprudel bitte,“ krächzte ich, die Decke um mich wickelnd.<br />
Warum Steffi? Ein grausamer Gedanke durchquerte mein Gehirn, ich werde doch nicht etwa&#8230;Nein, bitte nicht, das kann unmöglich&#8230;Dann fiel mir ihr Grinsen ein, ihre Füße, die mich gestern berührten&#8230;ich bin immer so melancholisch, wenn ich etwas trinke&#8230;mein Gott! Aber sexy ist sie, gar keine Frage und nett auch undsoweiter. Aber warum verdammt noch mal kann ich mich an nichts erinnern. Ich tastete, so schnell es meine zitternden Hände zuließen, an meinem Körper herum – Tatsache, ich war nackt, richtig nackt, ohne Blättchen vor der Anaconda. Ein gewaltiges Schamgefühl überkam mich. So ähnlich mußte sich Adam gefühlt haben als er das erste Mal vor Eva stand und sich der rein physiologischen Unterschiede bewußt wurde. Sie hatte mich ausgezogen. Dort drüben lagen meine Sachen, schön ordentlich über den Stuhl gehängt. Sie hatte mich wirklich ausgezogen, ich hatte es nicht gemerkt. Der Pilz muß mich vollkommen ausgeknockt haben, wenn ich mich nicht einmal daran erinnern kann. Ich konnte mich an gar nichts erinnern, wieso dann ans Ausziehen? Beruhigend klang das nicht. Was ist nur los mit Dir? Panik, daß ich nicht gut war, nein, daß ich sehr gut war und es nicht mitbekommen habe, auch nicht, vielmehr, was überhaupt passiert war. Ich überlegte kurz, ob ich mich anziehen sollte, damit wenigstens ein kleines Stück meines Selbstbewußtseins zurückkäme, da stand sie auch schon wieder in der Tür, mit einer Tasse Kaffee und einem Glas Wasser. Ich vergrub meinem Kopf im Kissen, weil ich sie nicht ansehen wollte, konnte. Mein Gehirn versuchte sich sie nackt vorzustellen, aber außer ein paar Playmates und Birgit, wie sie sich auf meinem Bettlaken räkelt, vermochte es nichts zu kreieren. Ich mußte sie schließlich doch anschauen und eingestehen, daß sie unglaublich sexy war. Sie trug außer diesem T-Shirt und einer Boxershort nur noch weiße Socken und ihre hellbraunen Haare fielen ihr auf die Schultern und legten sich sanft um ihren Hals. Das ist jetzt zwar nicht Vorstellung von einer Frau, wie sie die meisten aus dem Fernseher kennen, aber mir ist es ehrlich gesagt noch nie passiert, daß mir eine Frau frühmorgens, nach einer durchzechten Nacht, einen Kaffee in Strapse, Spitzen – BH und Schuhen mit Pfennigabsätzen serviert. Und die Realität sieht um einiges besser aus, meine Freunde. Dieser Schmuddel-Look von Steffi berührte mich sehr. Trotzdem wurde mir schlecht bei dem Gedanken es letzte Nacht mit ihr getrieben zu haben, vor allem hatte ich keinen blassen Schimmer, wie ich mich ihr gegenüber verhalten sollte. Sollte ich den zufriedenen Liebhaber mimen oder weiterhin den Kumpel?<br />
Sie mußte es gemerkt haben, was ich dachte als sie sich zu mir auf das Bett setzte um mir das ( Aspirin-) Wasser und den Kaffee zu reichen, denn sie sagte:<br />
„ Ich glaube, ich weiß, was du gerade denkst.“<br />
So? Sehr beruhigend hörte sich das in dem Moment nicht an. Adrenalinschub, der meine Nervenfasern so sehr reizte, daß ich beinahe ein Schock bekommen hätte.<br />
„ Aber ich kann Dich beruhigen,“ sagte sie. Dann tue es doch endlich, dachte ich. „ Du warst einfach genial!“<br />
Der Schock war da. Ich will sterben, ich will hier weg, gebt mir noch mal so einen Pilz, bitte.<br />
Sie lachte. Sie lachte mich tatsächlich aus: „ Geil!“. Was soll denn das werden wenn es fertig ist. Warum fällt es mir verdammt noch mal nicht ein, was geschehen ist? Was soll jetzt passieren?<br />
„ Wa&#8230;wa&#8230;was ist geil?“ stammelte ich, wollte es aber gar nicht wissen, sondern zog die Decke über den Kopf. Sie enthüllte mich wieder und sagte: „ Keine Angst, beruhige Dich wieder, okay. Wir haben es nicht miteinander gemacht! Das hast Du doch gerade gedacht, oder?“<br />
Ich nickte und glotzte sie an. Ich wußte nicht, ob ich mich schon erleichtert fühlen sollte.<br />
„ Wieso war ich dann genial? Hä? Vor allem, bei was war ich genial?“<br />
„ Überhaupt nicht.“<br />
Sollte ich nun geehrt, bedrückt oder beruhigt sein, war die Frage, die sich mir unweigerlich aufdrängte.<br />
„ Ich wollte Dir nur einen Schrecken einjagen.“<br />
„ Ist Dir gelungen.“<br />
Ich trank das Wasser in einem Zug, in der Hoffnung, daß durch die Tablette meine Gehirnzellen wieder zurecht gerückt würden.<br />
„ Du hast es verdient,“ sagte sie und fuhr mir mehrmals quer durch die Haare, „ Wie konntest Du Dich nur auf so einen Idioten und seine blöden Drogen einlassen, hm?“<br />
„ Weiß nicht! Wer ist dieser Mecki überhaupt?“<br />
„ Jochen Schneider. Er studiert mit mir zusammen und ist so ziemlich das letzte Arschloch mit dem ich zu tun haben möchte.“<br />
„ Mmh, was sucht der dann bei euch in der Wohnung?“<br />
„ Er ist ein guter Freund von Frank, aber ich habe ihn gestern danach auch gleich rausgeschmissen.“<br />
„ So, so! Ich hab da mal ‘ne Frage.“<br />
„ Ja?“<br />
„ Da wir ja nicht miteinander gevö..naja, du weißt schon, wie kommt es dann, daß ich nackt bei Dir im Bett liege, Du mir den Kopf streichelst und ich Deinen Schenkel umarme?“<br />
„ Also, ich habe Dich hierher gebracht, nachdem Du diesen Müll geschluckt hast und versuchtest unsere Poster abzulecken&#8230;“<br />
„ Albert Einstein?“<br />
„ Und die Warhol – Kunstdrucke.“<br />
Mir wurde schlecht. Sie war sichtlich erfreut darüber, mich leiden zu sehen.<br />
„ Was habe ich sonst noch gemacht?“<br />
„ Also, da wären&#8230;“<br />
„ Nein, Stopp, ich will’s lieber nicht wissen.“<br />
„ Okay. Dann habe ich Dich ausgezogen, bevor ich diesen Wichser rausschmiß, und habe Dich ins Bett gelegt.“<br />
„ Hättest Du mir nicht etwas anlassen können, ich meine ja nur, so?“<br />
„ Das warst Du selbst,“ erwiderte sie und fügte bekräftigend „ Wirklich“ hinzu. Wahrscheinlich schaute ich etwas ungläubig.<br />
„ Jetzt ohne Scheiß. Du lagst da drin und hast Dir dann im Liegen Unterhose und Strümpfe ausgezogen&#8230;“<br />
„ Scheiße!“<br />
„ Und hast die Sachen durchs Zimmer geworfen.“<br />
„ Scheiße, Scheiße noch einmal.“<br />
Es war wohl jetzt die Zeit für eine Entschuldigung und um Dankeschön zu sagen gekommen.<br />
„ Steffi,“ sie schaute mir in die Augen, „ Vielen Dank für alles und es tut mir leid, daß ich Dir solche Umstände gemacht habe.“<br />
„ Schon okay, krieg‘ Dich wieder ein, du warst dann ja ziemlich ruhig und erst als ich dann deinen Kopf genommen habe, fingst Du an, an meinem Schenkel rumzumachen.“<br />
„ Tut mir leid.“<br />
Sie schüttelte den Kopf und sagte, sie sei ja daran schuld, daß ich mich an sie gekuschelt hätte und daß mir dies nicht peinlich sein müsse. War‘s aber.<br />
„ Trotzdem tut’s mir leid. Ich werde keinen Pilz dieser Art mehr anrühren.“<br />
„ Schwätzer!“<br />
„ Auf jeden Fall, nur wenn du nicht in der Nähe bist.“<br />
Daraufhin schlug sie mit dem Kopfkissen auf mich ein und zog mir die Decke weg.<br />
„ Oh, Entschuldigung, hatte ganz vergessen, daß Du ja nackt bist.“<br />
„ Schon gut,“ sagte ich. Das üblich Peinlichkeitsgeschwätz eben. Ich zog die Decke wieder über meine Weichteile.<br />
„ Hier,“ sie warf mir Unterhose und T-Shirt zu, „ Willst Du duschen?“<br />
„ Ja, gern!“<br />
„ Die Handtücher liegen bei mir im Schrank, unten rechts.“<br />
„ Danke, Du bist schwer in Ordnung, Steffi.“<br />
„ Ich weiß,“ antwortete sie verschmitzt.<br />
„ Wart‘ mal kurz,“ sie blieb in der Tür stehen, „ Wo ist eigentlich Andy?“<br />
„ Der? Der liegt noch im Wohnzimmer auf der Couch und schläft.“<br />
„ Wie ist es ihm denn ergangen?“ wollte ich wissen.<br />
„ Ähnlich. Nur ohne mich.“<br />
Dann ging sie zur Tür raus und ließ mich allein. Was hatte ich gemacht? Ich glaubte, nein, ich war mir sicher, daß sie mehr wollte als nur meine Bekannte zu sein, bei der man sich kurz mal trifft um Party zu machen. Ich spürte dies irgendwie. Doch da gab es nun einmal Birgit und, ach verdammt, wie komm ich da wieder heraus? Jetzt erst einmal unter die Dusche. Und zwar heiß, sehr heiß. Ich muß irgendwie dieses verflixte Zittern loswerden. Das nervt. Wie es schien, hatten sie, diese WG-Menschen, die gleichen Probleme wie ich mit meiner Bruchbude. Man konnte die Knöpfe drehen und wenden wie man wollte, es kam nie der gewünschte Erfolg. Dreht man den Knauf für warmes Wasser bekommt man entweder: kalt (was ja anfangs noch verständlich wäre, aber nach fünf Minuten einfach lästig ist) oder brühheiß; dreht man am anderen Knauf: heiß oder Eisstückchen; und zusammen aufdrehen bringt sowieso nichts, dann erreicht man die Ergebnisse von vorhin nur nacheinander oder überhaupt nichts. Es ist wie beim Versandhaus Klamotten bestellen ( falls man so etwas tun sollte): Bestellt man das eine, welches einem beim durchackern durch den Katalog gefällt, bekommt man zwar das gewünschte Produkt, nur sieht die Farbe im Original dann so aus, wie die Farbe des im Prospekt daneben abgebildeten Stückes oder umgekehrt oder die falsche Größe oder gar nicht ( was immer noch besser ist), aber: verdammt noch einmal, man erwischt niemals das richtige Produkt und überhaupt steht einem beispielsweise der Pullover nicht annähernd so gut wie diesem Supermodel-Brad-Pitt-Verschnitt aus dem Katalog. Mit Hochglanzfoto! Warum können die nicht irgendwelche Typen aus einer versifften Kneipe nehmen, mit Bierbauch, Nickelbrille, Schnauzbart und sonstwas, solche Leute gibt es schließlich haufenweise, und ziehen denen die Klamotten an? Dann kann man wenigsten hinterher sagen, daß zwar die Größe nicht stimmt, aber immerhin, man sieht in besagtem Pullover besser aus und dann wären alle zufrieden. Auch mit falscher Farbe. Andererseits könnten dann ein paar arme Schweine die Kataloge nicht mehr als Wichsvorlage benutzen.<br />
Naja, irgendwann hatte ich es dann geschafft, in etwa die gewünschte Wassertemperatur zu bekommen, ein bißchen zu heiß, aber das kam mir dann doch entgegen. Ich zitterte nicht mehr, aber die Gänsehaut blieb. Ich zog mich an und ging in die Küche. Niemand zu sehen. Im Wohnzimmer schnarchte nur Andrew. Ich ließ ihn machen, wußte doch, wie er sich fühlen würde, wenn er aufwacht. Das kann warten. Dann kam Stefanie zur Tür herein mit einer Tüte vom Bäcker. Ich nahm noch mal Kaffee.<br />
„ Wo sind denn die anderen?“<br />
„ Weg!“<br />
„ Tolle Auskunft.“<br />
„ Laß mich doch erst einmal zur Türe hereinkommen. Die sind einkaufen gegangen oder so. Ich glaube Frank trifft sich mit ner Tussi, aber genau weiß ich’s nicht; Ela wurde von ihren Freund abgeholt und Martin bringt die Filme zurück.“<br />
„ Ich muß ihm noch Geld geben, hm.“<br />
„ Das geht schon in Ordnung, „ sagte sie, „ Frank und Torben ( Quentin, nur zur Info), bezahlen.“<br />
„ Echt?“<br />
„ Haben sie wenigstens gesagt.“<br />
„ Na gut.“ Dann nach einer kurzen Pause. „ Kann ich auch ein Brötchen haben?“<br />
„ Was soll der Scheiß? Glaubst du, ich habe die Dinger gekauft, damit man sie nicht ißt?“<br />
„ Entschuldigung.“<br />
„ Was ist mit dem dort?“ sie zeigte auf Andy, der davon recht unberührt weiter schnarchte.<br />
„ Ich weck ihn gleich, dann verschwinden wir.“<br />
„ Stimmt was nicht mit Dir?“<br />
„&#8230;?“<br />
„ Ihr könnt schon hierbleiben, ich meinte nur, ob er vielleicht was essen will.“<br />
„ Da, wo der jetzt ist, braucht er nichts zu essen.“<br />
„ Hast wohl recht.“ Wenigstens lächelte sie nun wieder und ich fühlte mich wohl dabei in ihrer Nähe zu sein.<br />
Später dann, nachdem mein Körper sich seiner normalen Funktionen wieder bewußt geworden war und wir gut gegessen und, vor allem, ich viel Wasser getrunken hatte ( zwecks trockener Fresse und sonst was), saßen wir im Wohnzimmer; ich schaute einen Cartoon, sie laß die FAZ.<br />
Andrew war ebenfalls wieder bei Bewußtsein und duschte. Seinen Flüchen zufolge hatte er dieselben Probleme wie ich.<br />
„ Du, sag mal,“ begann ich, „ Warum hast Du das für mich getan?“<br />
„ Was denn?“ Sie las weiter.<br />
„ Na, mich ins Bett gebracht und so, ich meine das Streicheln, naja.“<br />
„ Ich wollte nicht, daß Du im Wohnzimmer einpennst.“<br />
„ Deshalb hast Du mir den Kopf gestreichelt?“<br />
Ich sah sie an, sie wieder in die Zeitung.<br />
„ Ich dachte, das tut Dir vielleicht gut, Du hast schlecht geträumt wie’s aussah.“<br />
„ Ah, okay.“ Stimmte im Grunde ja auch.<br />
„ Du hast irgendwas von Birgit gelabert, da dachte ich, du brauchst etwas Zärtlichkeit.“<br />
„ Oh, tja dann.“<br />
Sie biß die Zähne zusammen und nickte mir zu. Ich verdammte Schweinebacke, ich Idiot! Aber eigentlich hatte alles seine Richtigkeit. Birgit war schließlich die First Lady. Trotzdem befriedigte mich der Gedanke nicht, daß ich, völlig stoned, oder sagt man „ mushroomed“ (?), na voll zu eben, von Birgit labere und das im Bett einer anderen Frau. Junge, es wird Zeit, daß Du Dir über ein paar Sachen klar wirst. Es war alles klar, oder auch nicht, irgendwie schon, aber nicht adäquat. Ich wünschte, ich hätte den Pilz nie genommen.<br />
Nach dem Duschen packten Andy und ich unsere Sachen und verschwanden. Er in den Pub, weil er sich dort mit jemandem verabredet hatte, aber nicht mehr genau wußte wann ( Ich glaube so um 15.00h) und wollte auch nichts genaueres über seine Verabredung sagen, da es „noch nichts Konkretes“ sei. Wie er denn aussähe, so beschissen wie ich oder erholter, wollte er wissen. Gut, gut, geht schon, don’t panic! Wir waren uns darüber einig, daß da noch etwas hinzugemixt worden ist. Andy sagte was von „ French Paper“, daß die Pilze auch noch irgendwo eingetaucht wurden, aber da war ich mir nicht so sicher. Ist auch egal, war ein Rausch, der ist vorbei, gut überstanden. Ciao, ich geh nach Hause, zwecks Erholung.</p>
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		<title>Faustwort</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 15:50:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Wort am Ende
Es steht allein
Viel zu selten
Gesprochen
Zu oft steht
Man allein
Am Ende
Wenn die Faust kam
Statt dem Wort
Gebrochen
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wort am Ende<br />
Es steht allein<br />
Viel zu selten<br />
Gesprochen</p>
<p>Zu oft steht<br />
Man allein<br />
Am Ende<br />
Wenn die Faust kam<br />
Statt dem Wort<br />
Gebrochen</p>
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		<title>Rolling Novel (7)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/03/01/rolling-novel-7/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Mar 2008 16:16:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[Sweet Evening oder eine Huldigung an Andy Warhol
Die Woche hatte nichts interessantes zu bieten, der Wochenalltag hatte mich gepackt. Den folgenden Freitag verbrachten wir ( Andrew und ich) bei einigen Freunden in deren WG. Da wir nichts besseres zu tun hatten, beschlossen wir ein paar Filme auszuleihen um so die gerade anbrechende Nacht totzuschlagen. Martin, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sweet Evening oder eine Huldigung an Andy Warhol</strong></p>
<p>Die Woche hatte nichts interessantes zu bieten, der Wochenalltag hatte mich gepackt. Den folgenden Freitag verbrachten wir ( Andrew und ich) bei einigen Freunden in deren WG. Da wir nichts besseres zu tun hatten, beschlossen wir ein paar Filme auszuleihen um so die gerade anbrechende Nacht totzuschlagen. Martin, Stefanie und ich hatten das große Los gezogen und durften nun zur Videothek fahren.<br />
„ Bringt doch ein paar kultige Filme mit,“ schrien uns die anderen hinterher.<br />
Toll. Was ein Dilemma: Keiner von uns dreien sprach darüber, weil es jedem zu peinlich war zuzugeben, daß er nicht wisse, was das heiße. Aber ich wette, daß es den beiden so ging wie mir und daß sie dieselben Fragen hatten. Was heißt bitteschön kultig? Wer entscheidet das nun, ob ein Film kultig ist, oder doch schon irgendwie zu kommerziell. Steht das irgendwo drauf? Hallo, ich hätte gerne einen kultigen Film, aber bitte plötzlich. Und dann würde mir der Typ an der Kasse wahrscheinlich eine reinhauen, wenn er vor lauter Lachen überhaupt noch dazu käme. Ist doch so: alle reden davon, aber keiner weiß, was das bedeuten soll (Antworten bitte an: www. kultigerchat.de).<br />
Na ja, wir standen also zwischen riesigen grauen Regalen und bunten Kassettenhüllen, auf denen zwar hilfreicherweise Nummern klebten und Schilder auf denen stand, daß sich Diebstahl nicht lohne, weil kein Inhalt, nur leere Hüllen usw. Doch zum Teufel noch mal, nirgends stand etwas von Kult. Neuheiten, Zeichentrickfilme, Unsere Kinderecke, ab 18 Jahren, das bedeutet: nur für Erwachsene oder umgekehrt, für Erwachsene ab 18 Jahren oder ab 18 Erwachsenen ist auch egal. Wichsen kann schließlich jeder, lesen nicht.<br />
Daher beschloß ich, mich vornehm aus der Diskussion um Kult oder Okkult oder sonst einem Mist herauszuhalten und schnappte mir das Joypad ( Nein, das ist kein Sexspielzeug) eines Spielecomputers ( Konsole). Der Name des Spiel klang asiatisch ( Shing-tsu-hoi oder so ähnlich), die Musik kam aus den Charts, wahrscheinlich geremixt von Oli P. oder auch von einem anderen der „jungen Wilden“ und es ging darum – wer hätte es gedacht – den anderen Spieler, beziehungsweise den computergesteuerten Gegner in Stücke zu hauen. Der Kämpfer, den ich für mich ausgewählt hatte, besaß den Namen Wong-tschji-mao oder auch anders, ist ja schließlich egal, er hatte zwei Bambushölzer mit Sägen daran und einer riesigen Axt und frei übersetzt bedeutet der Name etwa: Der-seine-Gegner-mit-Eßstäbchen-erdolcht oder heißt es auch einfach gar nichts, wer will das schon so genau wissen. Auf jeden Fall trümmerte ich auf alle Knöpfe des Joypads ein und Wong-tschji-mao auf Tschi-ho-ping ( eine Frau!) und gerade als ich zum Todesschlag ansetzen wollte, sagte eine Angestellte zu mir, daß das da eigentlich für Kinder dastehe und ich doch, wenn es schon unbedingt sein muß, etwas sanfter damit umgehen solle. Ich brabbelte irgendwas von aufgestauten Aggressionen und daß mich das beruhige, was mir einen bemitleidenden Blick ihrerseits einbrachte, sie mich dann jedoch alleine ließ und ich fortfahren, ich meine forttöten konnte. Ha, Zack Bumm Zack, Mist, Arschl&#8230;, hier, nimm das du Sau und das, ich werde dir in den Arsch treten, du, ah, so eine bist du also, nimm das und das und hier und dort und&#8230;Ich war im nächsten Level – meine Gegnerin tot. Ha, hier komme ich, der König der Schlächter, der Henkergott, the Excellency of Execution. Ein paar Leute schauten mich etwas schief an, kümmerten sich dann doch nicht weiter um mich und meine lächerliche Darbietung. Und es ging auch schon weiter. Zong, Crash und hier und da, nimm diesen Schlag du Drecksack und friß meine Axt ( die ich dann doch den beiden Bambusstäben vorzog – brutality came over me), hier, ohh, von hinten, du hinterfotzige Schweinebacke, du willst also, daß ich dir den Arsch aufreiße&#8230;<br />
„ Nein, ich wollte nur wissen, ob du uns beim Aussuchen etwas helfen könntest,“ lächelte mich Stefanie an.<br />
Etwas peinlich berührt ließ ich Wong-tschji-mao stehen und ging mit Steffi mit.<br />
„ Habe mich wohl ein wenig von diesem Kinderspielzeug mitreißen lassen, hm?“ sagte ich um eben dazu etwas gesagt zu haben. Stefanie nickte nur, würdigte mich jedoch keines weiteren Blickes. Wahrscheinlich wollte sie nicht laut loslachen, sondern zog es vor lautlos zu lachen.<br />
Kinderspielzeug? Wow, dachte ich, und mit so was spielen die wirklich? Ist das bekannt? Ich erinnere mich noch, wie wir uns damals freuten als es Bruce Lee auf dem Amiga gab, wo man jedoch mehr Früchte als sonst etwas zerschlagen mußte. Da floß kein Blut und es flogen auch keine Gedärme durch den Bildschirm. Die Diskussion um die Ursachen von Littleton dürften dann auch geklärt sein. Von wegen Scheidung und Ablehnung und so. Hm, ich stelle mir die beiden Schlächter von Littleton vor. Ihre verblüfften Gesichter hätte ich gerne gesehen als nirgends der Schriftzug aufleuchtete: Try the next level.<br />
„ Also, wir haben hier,“ erläuterte Martin beinahe feierlich, „ Der Pate, 1. Teil, ein paar Tarantino-Filme, Half-Baked und einen Gangster-Film. Was meinst Du?“<br />
„ Kultig,“ sagte ich, „ Nehmen wir doch am besten alle mit.“<br />
„ Und wer zahlt?“<br />
„ Ach, wir legen einfach zusammen, wird schon irgendwie gehen,“ meldete sich Steffi zu Wort.<br />
„ Gut, wir müssen aber noch bei der Tankstelle vorbei, also beeilt euch.“<br />
„ Yo!“ gangsterte Martin.</p>
<p>Einkaufszettel für die Tankstelle:<br />
Chips ( weil es halt sonst nichts zu essen gibt. Das moderne Studentenfutter für lange Abende)<br />
Wein &amp; Bier ( Synonym für Alkoholika aller Art)<br />
Zigaretten  ( um was zum fummeln zu haben)<br />
Kaugummis ( falls es doch noch zum richtigen Fummeln übergeht)<br />
Cola ( für, na sie wissen schon, PAUSE)</p>
<p>Endsumme: 32,89 €. Gegeben: 40 .- €. Rückgeld: 7,11 €. Vielen Dank für ihren Besuch. Gute Fahrt wünscht ihnen ihr tolles Tankstellen-Team. Haben Sie schon den Tiger im Tank?</p>
<p>Wir fuhren mit Stefanies Twingo zurück ( ohne Tiger, da Steffi am Steuer, weil anständig, zumindest als Fahrerin: also gerade mal ein Kätzchen im Tank). Ich saß hinten zwischen den gekauften Produkten und war in etwa so eingequetscht wie die Frau von Ottfried Fischer bei der Missionarsstellung, also so stelle ich mir das jedenfalls vor, weil Martin es nicht auf die Reihe bekam, seinen Sitz weiter nach vorne zu stellen. Oder er tat es einfach nur um mir auf die Nerven zu gehen und weil er nun einmal so ein verdammter Witzbold ist – aber eben doch nett und so.<br />
„ Wo soll der Hebel sein?“<br />
„ Rechts oder links unterm Sitz,“ sagte Steffi, beide Hände am Steuer, „ Also entweder hoch oder runter damit.“<br />
„ Da ist kein Hebel.“<br />
„ Mach jetzt Martin,“ antwortete ich genervt, „ Sei nicht so witzig, mir faulen die Beine ab.“<br />
„ Ich sag dir doch, da ist kein Hebel. Ergo, ich kann auch nicht daran ziehen.“<br />
„ Stell dich doch nicht so blöd, Mann.“<br />
„ Leck mich, such den verdammten Hebel doch selber.“<br />
„ Gute Idee!“<br />
Ich lehnte mich zwischen Fahrer- und Beifahrersitz nach vorn und wurstelte mit meiner Hand irgendwo herum, nur nicht am Hebel. Martin fuchtelte wie wild mit den Händen und lachte. Ich war mir sicher, daß er den Hebel schon längst gefunden hatte, mir aber unbedingt auf die Nerven gehen wollte. Darum spielte ich mit und schlug ihm auf den Schenkel. Er zog mich noch weiter nach vorn, so daß ich fast den Schaltknüppel an der Kehle hatte und mit meiner Zunge das Radio hätte bedienen können. Darauf fand ich einen Hebel, na, sie können es sich schon denken: es war der falsche. Martins Sitz ging nach oben und nach unten, je nach Betätigung des Hebels. Mir machte das Spaß, lachte, konnte sonst ja nicht mehr viel ausrichten in dieser Lage. Martin fand das auch komisch und drückte meinen Kopf gegen die Armaturen und so weiter. Als ich schließlich – aus purer Hilflosigkeit – die Warnblinkanlage anschaltete und Martin, da sich neben meinem Ohr nun eine Box befand, das Radio voll aufdrehte, hielt das Auto plötzlich und Steffi schrie etwas von wegen Idioten und Scheiß – Männern und Kindern und daß das sowieso dasselbe sei undsoweiter undsofort. Sie packte mich am Nacken und weil wir nicht aufhörten zu lachen, drohte sie damit uns rauszuwerfen, daß wir doch laufen sollten und drückte immer stärker zu. Folge: ich schrie und Martin schrie auch. Vor lachen und weil eben alle schrien.<br />
„ Setz Dich sofort wieder nach hinten,“ brüllte sie und rammte mir ihre Fingernägel in die Haut.<br />
„ Ich geh ja schon, aaah, laß jetzt los.“<br />
Zum Glück tat sie das auch und ich konnte mich wieder nach hinten begeben. Poff! Kracks! Hä? Ach du Scheiße! Ich hatte mich auf eine der Chipspackungen gesetzt. Chiliroter Kopf seitens Stefanie, Martin erstickte beinahe vor lachen und ich versuchte die Krümel aufzusammeln, versprach etwas von „ wieder in Ordnung bringen“. Stefanies Stimmung war nun vollends am Nullpunkt oder drunter, eher doch drunter, weil sie dieses Gänsehautgefühl ausstrahlte. Tja, zumindest hatten wir die letzten Minuten dann doch noch den Tiger im Tank und ein nicht ganz so süßes ( Raub-) Kätzchen als Fahrerin. Jetzt bloß nicht lachen, sonst setzt uns diese Frau noch auf die nächste Hauswand oder Laterne, sie hatte nun diesen Shing-tsu-hoi-Blick drauf, also Obacht liebe Kinder.<br />
Im Hinterhof des WG-Gebäude-Komplexes für Studenten stiegen wir aus. Martin und ich vermieden es uns in die Augen zu blicken. Sonst Gelächter und Herzinfarkt bei Steffi.<br />
„ Habt ihr alles?“ knirschte sie.<br />
„ Ja, müßte alles sein,“ sagte ich.<br />
„ Bis auf die Chips-Krümel schon,“ konnte sich Mister OhneRücksichtaufGefühle nicht verkneifen. Lachen ebenfalls nicht.<br />
„ Ich sag’s euch, ihr fangt heute noch eine, wenn ihr nicht aufhört.“<br />
„ Aber ich hab doch gar nichts ges&#8230;“<br />
„ Schnauze,“ unterbrach sie meinen Schülerversuch mich herauszureden, womit sie auch recht hatte. Aber so wenig Humor hatte ich ihr ehrlich gesagt nicht zugetraut.<br />
Sie mußte die Geschichte dann natürlich vor allen Leuten breittreten. Die kommentierten es mit Gesichtsausdrücken von: helle Begeisterung und Zustimmung ( Männer) bis zornigem Kopfschütteln und bösen Blicken ( Frauen).<br />
Aber jetzt konnten wir ( die fünf Bewohner der WG, Andy und ich, und ein paar Studienkollegen der anderen) endlich die Filme anschauen, was natürlich mit der Diskussion begann, welcher Film zuerst angeschaut werden sollte. Ich hielt mich raus, weil einfach nervig und weil&#8217;s mir egal war. Ich beschaute die WG, in der man jedesmal etwas neues entdecken konnte. Also, die wohnten zu fünft ( Michaela, Stefanie, Martin, Reiner und Frank) in einer Sechs-Zimmer-Wohnung. Die geschlechtsspezifische Zugehörigkeit der Zimmer erkannte man an den üblichen Merkmalen, wie Playmates, Fußballtrikots, leere Bierflaschen (obwohl das im Zuge der Emanzipation doch keine reine Männerdomäne mehr darstellte) und herumliegende Büstenhalter, romantische, unrealistische Poster mit einem knutschenden Pärchen, darüber ein Regenbogeneinhorn oder so ähnlich etc. Sie hatten die Wohnung sehr gemütlich bis modern eingerichtet, da alle Bewohner vorhatten ihr Studium durchzuziehen und noch mindestens zwei Jahre bis zum Diplom hatten. So sehr sich die einzelnen Zimmer auch voneinander unterschieden, so sehr war im Wohnzimmer alles zusammengeworfen worden. Aber es sah toll aus. Die Romatik-Poster waren Andy Warhol – Kunstdrucken gewichen, was zwar immer noch recht bunt daherschien, aber doch schon irgendwie Charakter hatte, die BHs wurden durch herumliegende Hausschuhe und Strümpfe ersetzt und eine Nachbildung des FIFA-Weltpokals stand auf dem Fernseher, doch auch, darauf hatte der weibliche Teil des Ensembles bestanden: ein paar kitschige Plüschtiere zum anfassen während einsamer Stunden oder so.<br />
Die anderen hatten sich dann doch noch auf einen Film geeinigt, kompromißbereit wie wir jungen Menschen nun einmal sind. „ From Dusk Til Dawn“ sollte den Anfang darstellen mit George-FrauenaufsKreuzleger-Clooney und einem Tarantino, der gerade einmal die schauspielerischen Fähigkeiten aufweist, um in einer Seifenoper nicht aufzufallen. Und natürlich Harvey Keitel, der als deprimierter gottverlorener Priester durch den Film brummt wie eine „Harvey“ Davidson; ansatzweise benimmt er sich sogar wie sein alter Saufkumpane De Niro, aber sonst ist er eben doch nur Harvey oder auch Keitel. Den Rest der Bagage kann man getrost unter „ mal probiert“ oder „ knapp daneben“ abhaken, dem Drehbuch merkt man an, daß es einer blöden Kifferlaune entsprungen ist, aber doch ist alles eben lustig. Irgendwie, irgendwo, irgendwann. Trotzdem oder gerade deswegen ist er dann doch kultig ( s.o.), der Film, wegen der COOLEN Sprüche und so. Daß jeder den Film schon gesehen hatte (mindestens einmal), vereinfachte die Sachlage, da sowieso nichts zu kapieren bzw, keine Handlung, weil man nicht aufpassen mußte, daß man etwas verpaßte oder jemandem störte, falls man sich mit seinem Nebenmann ( -frau) zu laut unterhalten sollte. Außer während der MEGACOOLEN Stellen. Dann mußte natürlich zurückgespult werden und man kassierte böse Blicke. Einer der Studienkollegen war ein richtiger Kenner der ( O-Ton) „ beinahe schon legendären Tarantino-Filme und konnte die wichtigsten – falls es die gab – Stellen auswendig mitsprechen, weil x-mal gesehen und halt ein totaler Quentin-Freak und so. Für die Szene vor dem Titty-Twister mit dem ganzen Pussy-Geschwätz mußte extra auf „ Pause“ gedrückt werden, damit dieses Auswendiglernenkannhaltdochnichtjeder-Genie es uns vorspielen konnte. Erst auf deutsch, rote Pussy, schwarze Pussy, gelbe Pussy, spanische Pussy usw, dann auf englisch, red pussy, black pussy, yellow pussy, spanish pussy etc, dann Beifall, weil irgendwas mußten wir schließlich tun, nachdem er uns diese Szene wie ein richtig tougher Schauspieler vorgeführt hatte und Gelächter oder Schweigen hätte ihm sicherlich Genick und Herz gebrochen. Letzten Endes konnte der Film dann weitergehen und ich in die Küche, zum Kühlschrank, weil „ alle Flaschen leer“. Der Tarantino unter uns und Frank – der, seit er diesen Film zum ersten Mal gesehen hatte, nur noch schwarze Anzüge trug, drunter ein weißes T-Shirt – ließen es sich nicht nehmen mit ihren „ Brüdern im Geiste“ mit Jack Daniel’s anzustoßen und schrien etwas von: Onkel Dittmeyer ist tot – es lebe Jack Daniel’s. Schade drum, mehr wollte mir im Moment nicht dazu einfallen. Aber: ev’rybody be cool! Das war wichtig. Der Film nicht. Andy mußte sich übrigens mit Reiner ( Geschichte, 3. Semester) notgedrungen über die politischen und religiösen Mißstände seiner Heimat unterhalten und sah in etwa so glücklich aus wie Joschka Fischer beim Joggen. Doch Reiner war nun einmal ein Freund, und es war mitunter seine Wohnung – konnte man schließlich nichts machen. Stefanies Wut hatte sich offenbar gelegt. Sie füßelte mich unter dem kleinen Wohnzimmertisch fortwährend an und wenn ich darauf reagierte und sie ansah, grinste sie so dämlich ( aber halt doch irgendwie süß), wie nur Frauen grinsen können, wenn sie glauben etwas Böses und Unartiges angestellt zu haben. Ich schrieb dieses Verhalten von Steffi eher dem Alkoholkonsum denn meiner sexuellen Anziehungskraft zu. Allenfalls glaubte ich, sie wolle mir so zu verstehen geben, daß sie mir die Eskapade in ihrem Twingo verziehen hatte. Sie ist wirklich ein nettes Mädchen.<br />
Juliette Lewis – ebenfalls ein nettes Mädchen – verschwand in ihrem Wohnmobil Richtung Wüste, was soviel bedeutete, daß der Film zu Ende war – nicht ohne vorher noch den Abspann mit dem Hinterhof – Schrottplatz – Friedhof des Titty – Twister besprochen zu haben. Mit Tarantino und Frank. Doch anstatt nun „Pulp – Fiction“ anzuschauen ( wie unser Quentin vehement forderte) legte Michaela nun „ Der Pate, Teil 1 der Trilogie“ ein, was jedoch den Nachteil vorwies, daß dieser Film beim zweiten oder dritten Mal anschauen ( die ganz harten Jungs schauten ihn sechs, sieben Mal an) noch langweiliger ist, als der vorherige. Aber wenigstens hatte dieser hier eine Handlung aufzuweisen, was ja gar nicht schlecht ist. Man kann jedoch nicht alles haben.<br />
Nach dem drölfzehnten Filmereignis an diesem Abend waren wir, was unsere Laune und Nerven und den Alk-Vorrat betraf, am Ende. Doch dann kam einer der Kommilitonen (Quentin?) auf die Wahnsinnsidee, man könne jetzt kiffen, es spräche schließlich nichts dagegen, denn das sei eben ULTRAKRASS. Und weil kraß nun mal kraß klingt und zufälligerweise auch wie Gras ( nicht zu vergessen: Günter Grass), rauchten wir und vielleicht war sowieso alles kraß, wenn man Quentin und Frank beim Bauen zuhörte. Ist ja Wurst! Während die beiden weiter bauten kam Schneider in die Wohnung gerannt, den aber alle Mecki nannten – wenn Sie ihn sehen könnten, wüßten Sie warum – und der hatte aus „Damm“ ( für uns Outsider: Amsterdam. Anm.d.Red.) die krassen Pilze mitgebracht. Weil krasses Gras rauchen mit der Zeit langweilig wird und weiß Gott Pilze was ganz besonderes seien. Steffi füßelte nicht mehr, sondern hatte ihren Kopf unter einem Sofakissen begraben, weil sie „ immer so melancholisch ist, wenn sie was getrunken hat“.<br />
„ Was sind das für Pilze?“<br />
„ Keine Ahnung, Mann,“ meinte Mecki, „ Hab sie einfach gekauft.“<br />
„ Einfach so.“<br />
„ Einfach so,“ dabei funkelte sein Zungen-Piercing. Er war eben trendy genug sich so ein Ding stechen zu lassen.<br />
„ Schon probiert?“ fragte ihn Quentin.<br />
„ Ich?“ Mecki, der Heavy Guy, war sichtlich gekränkt über diese mißtrauische Frage.<br />
„ Wer sonst, hm?“<br />
„ Ja sicher hab ich die schon probiert, was denkst du denn? Du wirst voll abgehen sag ich Dir!“<br />
„ Echt? Was is das fürn Zeug?“ wollte ich wissen.<br />
„ Ich sag’s Dir doch. Ich weiß es nicht, echt keine Ahnung, aber die beamen Dich volles Rohr weg. Ich schwör’s!“<br />
Worauf Andy sagte, der aus seinem Schlaf erwacht war, den der Gangsta-Film verursacht hatte: „ Schwör auf deine Mutter, Mann!“<br />
Ich lachte, worauf Mecki Schneider: „ Wie seid denn ihr drauf?“<br />
„ Ultrakraß, Mann,“ antwortete ich, Mecki verdutzt, aber Haltung bewahrend.<br />
„ Jetzt gib mal so ein Ding her,“ sagte ich.<br />
Plötzliche Unsicherheit machte sich breit als ich diesen Pilz ( oder was immer das auch sein sollte; sah eher aus wie ein gepreßtes Stück Scheiße) in Händen hielt und ich fragte: „ Wie verträgt sich das mit Alk?“<br />
„ Keine Ahnung, Mann.“ War ja klar. Wie konnte ich nur so blöd sein zu erwarten, daß dieser Wichser auch nur irgendwas wußte. Andrew schnappte sich auch einen von diesen Dingern und mich am Kragen und fragte mich, ob ich das Zeug auch wirklich zu nehmen gedenke. Ich bejahte. Er schaute mich fragend an, schüttelte den Kopf, und prostete mir mit seinem Pilz zu. Cheers, today without beers. Lustig, lustig tralalalala, friß diese Scheiße und verrecke! Nee, lieber doch nicht, also das Verrecken, das Fressen schon.<br />
Wir schluckten die Dinger. Ich sah Andrew an, er mich. Was passierte jetzt? Nichts! Wir sahen zu Mecki, der da sagte, das bräuchte seine Zeit, bis sich das Gift in unserem Körper breitgemacht habe. Gift – hä?<br />
„ Natürlich Gift oder glaubst Du die Wirkung kommt nur vom Fressen und Schlucken?“<br />
Okay, okay wie lange das denn nun dauern würde, bis sich das Gift und so, er wisse schon. Ah, richtig: Keine Ahnung, Mann! Wir sollten uns doch hinsetzen und warten.<br />
Also setzte ich mich neben die ach so deprimierte Stefanie und wartete. Worauf eigentlich? Auf das Gift, richtig. Ich dachte an Birgit, Mist, und ihren Typen, der geheimnisvolle Psst!-Typ. Ob sie jetzt wohl richtig mit ihm zusammen sei, oder ob sie mich vielleicht, eventuell, gerade so mal zwischendurch, doch ganz gerne wieder haben möchte. Fazit: Unwahrscheinlich, aber: Nichts ist unmöglich. Zumindest in der Werbung. Soweit konnte ich also noch einigermaßen klar denken.<br />
Etwa eine Viertelstunde später war’s damit vorbei. Ein Durcheinander von goldenen Lichtern wirbelte jeweils an den Außenseiten meiner Augen umher und alles erschien kräftig und bunt. Die einzelnen Gegenstände flogen wie energiegeladene Teilchen auf mich zu, durch mich hindurch und auch nicht und sowieso und gar nicht und denken war vorbei, nun endgültig, dafür aber Panik, als die Gegenstände des Zimmers mich wieder als Sieb benutzten und zurückflogen und wiederkehrten. Ich glaubte zu schreien und stand auf, setzte mich, stand abermals auf. Das Gelächter nahm ich überdeutlich wahr, jedoch von allen Seiten und dann überhaupt nicht und als Echo , was mich noch mehr irritierte. Von wegen ultrakraß und so. Ultrascheiße! Alles drehte sich, die Farben wurden intensiver, der Rausch auch. „ Ist das geil, ist das geil, geil, geil, geil&#8230;“ glaubte ich Andy rufen zu hören. Irgendjemand brüllte durchs Zimmer und packte mich an den Schultern. Der grinsende Poster-Albert-Einstein bekam auch schon einen grünen Touch oder war das mein Gesicht oder rot, vielleicht bäbäbä und so, weiß nichts. Die Gegenstände verloren ihren Charakter – ich den Verstand. Die Farben auf den Gesichtern und den Körpern der anderen ( ich hoffte zumindest, daß es die anderen waren und nicht irgendwelche Halluzination – Mutanten) wurden bunter und die Gesichter lachten und drehten sich in alle Richtungen der Koordinatenachsen. Plötzlich überkam mich das Gefühl mitten in dem Kerzenständer zu stecken, der in der Vitrine stand, nein, ich war der Kerzenständer und gleichzeitig der Mittelpunkt eines Riesenrads auf dem Sommerfest, nanana, huihuihui, weiter, ich wurde von diesem jemand, der mich gepackt hatte, aus dem Zimmer gezogen. Hundert Stimmen, Millionen lachender Gesichter und kreischender Töne. Alles bunt und überhaupt, überall scharf nachgezogene Konturen. Sätze, Zitate, alles flog durch meinen Kopf und raus, die Bibel nennt dieses Ereignis Armageddon, ich nicht, aber trotzdem, cogito ergo sum, non cogito ergo dumm, einfach alle möglichen Dinge, unser Laden, ich bin Superman oder was ähnliches, ich seh‘ den Erdball als Tennisball nur röter und gar nicht. Das erschreckendste aber war, daß ich meinen Körper von außen sah, und plötzlich wurde ich von unsichtbarer Hand und Stimme in einen dunklen Raum geleitet. Dann wurde es hell und hundert Blitze schossen in meine Augen, also schloß ich sie, was nichts half, aber dennoch schmerzte – Immer wieder Stimmen, Schreie, Blitze&#8230;Die Dinge drehten sich sonderbar und alles schien zu schweben &#8230;..sehr sonderbar! Energien und Lichter durchströmten mich, ich rief nach Birgit oder irgendwer rief sie, ein Stuhl, der vollkommen glatt war, und überhaupt ich hab da jetzt kein Bock mehr drauf, alles war total platt und poliert, ich auch und leuchtete. Immer wieder Albert Einstein, der mir seine giftgrüne Zunge herausstreckte und hellblaue Augen hatte. Hallo Herr Einstein: E = mc², hab ich recht? Seine Zunge wurde daraufhin gelb oder trocken, dann war er weg. Und dann sah ich nur noch Wong-tschji-mao, dann Pink, ein pinkfarbener Bildschirm war vor meinem Gesicht – dann wieder blau, und Balou und Mogli, versuch’s mal mit Gemütlichkeit undsoweiter, rote Streifen auf dem Schirm. Jetzt erschien mir Marylin, die Monroe und auch sie war pink, Mister President, Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Peng, Dallas, J.R. Ewing, hahaha, mit Zigarre und Hut. Alles blinkte grell auf und neonfarbene Menschen und irgendwie kam ich dann durch das Neon zur Ruhe. Stark aufgewühlt und doch von Ruhe und Gemütlichkeit durchströmt und getränkt und gekränkt, nicht mehr lustig und alles war Neon auch meine Gedanken und oberflächlich und alles letztendlich scharf und beruhigend, aufwühlend und ich war in einem riesigen Werk von Andy Warhol gefangen.<br />
Dann wurde es dunkel&#8230;richtig schwarz&#8230;und noch eine Steigerung der Verdunklung&#8230;dunkle, schwarze Nacht&#8230;ohne Sterne&#8230;nur schwarz und Warhol&#8230;Einstein und Monroe mit einer Blechdose&#8230;dann schwarz und dunkel&#8230;Tod des Tages&#8230;Geburt der Nacht&#8230;im Schwarzen Loch gefangen&#8230;war ich&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Aasgeier</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/03/01/aasgeier/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Mar 2008 16:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.scholars.de/index.php/2008/03/01/aasgeier/</guid>
		<description><![CDATA[Ihr glaubt, dass ich mir zuviel herausnehme;
Dass ich mich vor den kahlen Augen
Der dumpfen farblosen Menge
Durch die Luft schwinge,
wie eine capa vor den Hörnern des Stieres.
Später weiß keiner mehr etwas davon;
Weiß niemand auch nur eine Silbe dieses
Beiwerks;
Nur meine Taten
Werdet Ihr noch in Eurem Maschendraht-Gedächtnis
In teigig-triefender Masse umherwälzen,
Ohne Zutat, ohne Geziere!
Nur die pure einfältig große Tat
Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr glaubt, dass ich mir zuviel herausnehme;<br />
Dass ich mich vor den kahlen Augen<br />
Der dumpfen farblosen Menge<br />
Durch die Luft schwinge,<br />
wie eine capa vor den Hörnern des Stieres.</p>
<p>Später weiß keiner mehr etwas davon;<br />
Weiß niemand auch nur eine Silbe dieses<br />
Beiwerks;<br />
Nur meine Taten<br />
Werdet Ihr noch in Eurem Maschendraht-Gedächtnis<br />
In teigig-triefender Masse umherwälzen,<br />
Ohne Zutat, ohne Geziere!<br />
Nur die pure einfältig große Tat<br />
Und meine Lieder!</p>
<p>Euer Garten aber, wird Euer Zeuge sein<br />
Ob gut genug Eure Erde sein wird,<br />
Wie gut gehegt, gegraben<br />
Und gepflanzt wurde<br />
Dann werdet Ihr sehen, was Eure Taten wert sind,<br />
Ob die schaffende Hand nicht zu sehr vom Lichte<br />
Anderer gelenkt und geblendet wurde<br />
Ob dann – wenn meine Lieder singen –<br />
Überhaupt Blumen sprießen auf Euren Gräbern.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neues von Raptor &#8211; dem verbesserten Menü für KDE4</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/03/01/neues-von-raptor-dem-verbesserten-menu-fur-kde4-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Mar 2008 10:59:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Arbeit an Raptor, einem alternativen System-Menü für KDE4, schreitet voran.

Neben einigen Neuerungen unter der Oberfläche, hat das Team um Siraj (Maintainer), Pinheiro (Concept Developement and Design), riccardo (Algorithmics and Code,) und dracorx (Technical writer) Zuwachs bekommen. Malcom kümmert sich nun um TOM, und luke pflegt die von Pinheiro entworfene Homepage! Auf dieser (siehe untenstehender Link) kann man die aktuellen Entwicklungen und Neuerungen verfolgen.
Man darf gespannt sein, wie sich Raptor weiterhin entwickelt und wir warten gespannt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Arbeit an Raptor, einem alternativen System-Menü für KDE4, schreitet voran.</p>
<p><img SRC="http://www.scholars.de/blog/wp-content/pics/2008/03/raptor.thumbnail.png" ALT="raptor-menu" /></p>
<p ALIGN="justify">Neben einigen Neuerungen unter der Oberfläche, hat das Team um <a HREF="http://twitter.com//sirajrazick/">Siraj</a> (Maintainer), <a HREF="http://pinheiro-kde.blogspot.com/">Pinheiro</a> (Concept Developement and Design), <a HREF="http://blog.ruphy.org/">riccardo</a> (Algorithmics and Code,) und dracorx (Technical writer) Zuwachs bekommen. Malcom kümmert sich nun um TOM, und luke pflegt die von <a HREF="http://pinheiro-kde.blogspot.com/">Pinheiro</a> entworfene Homepage! Auf dieser (siehe untenstehender Link) kann man die aktuellen Entwicklungen und Neuerungen verfolgen.</p>
<p ALIGN="justify">Man darf gespannt sein, wie sich Raptor weiterhin entwickelt und wir warten gespannt auf den ersten Prototypen!</p>
<p ALIGN="justify">Eure Meinungen zu Raptor würden mich sehr  interessieren&#8230; Ich finde, es ist eine sehr gute Alternative zum aktuellen KDE4-Menü.</p>
<p>Zur Homepage: <a HREF="http://www.raptor-menu.org/">raptor-menu.org</a></p>
<p>Infos zum Team findet man <a HREF="http://www.raptor-menu.org/people">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>bewusstlos</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/27/bewusstlos/</link>
		<comments>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/27/bewusstlos/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 18:12:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[tage der nacht
zeit für dunkelhände
stimmen
ich stimme dafür
für nächte im tag
für wochen nur
stumme stille
für wochen
ohne augen
noch höre ich nichts
die handlappen
der blinden stürme
decken die sicht ab
wie schneewehen im sommer
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>tage der nacht<br />
zeit für dunkelhände<br />
stimmen<br />
ich stimme dafür<br />
für nächte im tag<br />
für wochen nur</p>
<p>stumme stille<br />
für wochen<br />
ohne augen</p>
<p>noch höre ich nichts<br />
die handlappen<br />
der blinden stürme<br />
decken die sicht ab<br />
wie schneewehen im sommer</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>sidux &#8211; mehr als ein &#8220;gepimptes&#8221; Debian</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/27/sidux-mehr-als-ein-gepimptes-debian/</link>
		<comments>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/27/sidux-mehr-als-ein-gepimptes-debian/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 16:25:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.scholars.de/index.php/2008/02/27/sidux-mehr-als-ein-gepimptes-debian/</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem ich innerhalb von 2 Jahren schon so ziemlich alle Distributionen durchgetestet hatte, fiel mein Blick nun auch auf sidux in der aktuellen Version sidux-2007-04.5 Weihnachtsspecial &#8220;Ερως&#8221; (Eros).
Laut diverser Aussagen soll es das schnellste debianbasierte Linux sein &#8211; also wie geschaffen für meinen altes Notebook (1400 MHz, 768 MB RAM). Gut, nichts wie los. Runter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p ALIGN="justify">Nachdem ich innerhalb von 2 Jahren schon so ziemlich alle Distributionen durchgetestet hatte, fiel mein Blick nun auch auf sidux in der aktuellen Version sidux-2007-04.5 Weihnachtsspecial &#8220;Ερως&#8221; (Eros).</p>
<p ALIGN="justify">Laut diverser Aussagen soll es das schnellste debianbasierte Linux sein &#8211; also wie geschaffen für meinen altes Notebook (1400 MHz, 768 MB RAM). Gut, nichts wie los. <a HREF="http://sidux.com/Article303.html">Runter</a> mit der ca. 700 MB großen Live-CD und gebootet. Das Design des (standardmäßigen) KDE-Desktops von Eros läßt zu wünschen übrig, aber wer wählt eine Distribution aufgrund des Designs? Ok, will man ein durch zusätzliche Tools verbessertes und sexy Ubuntu haben, dann ist man mit LinuxMint perfekt bedient&#8230;aber das ist ein anderes Thema.</p>
<p ALIGN="justify">Auf dem Live-Desktop findet man auch sogleich (neben den gemounteten Partitionen und Festplatten) drei Starter: das <em>sidux-Handbuch</em>, ein Starter für eine Verbindung zum <em>sidux-IRC-Channel</em> und den <em>Installer</em>.</p>
<p ALIGN="justify">Hmm, also gut. Als erstes werfen wir mal einen kurzen Blick ins <a HREF="http://manual.sidux.com/de/welcome-de.htm">Handbuch</a>, auch wenn man vor lauter Vorfreude und Neugier beinahe platzt. Schon zu Beginn wird mir klar, dass dies die richtige Entscheidung war. Kurz und knapp wird man in sidux eingeführt, ohne dass dabei das wesentliche unter den Tisch fällt.</p>
<p ALIGN="justify">10 Minuten später hat man sich da Wichtigste eingeprägt und kann nun den Installer starten (weitere Screenshots zum Installer findet man <a HREF="http://manual.sidux.com/de/hd-install-de.htm#Inst-prep">hier</a> im Handbuch).</p>
<p ALIGN="justify">                                           <a HREF="http://www.scholars.de/index.php/2008/02/27/sidux-mehr-als-ein-gepimptes-debian/sidux_installer/" REL="attachment wp-att-31" TITLE="sidux_installer"><img SRC="http://www.scholars.de/blog/wp-content/pics/2008/02/installer1-de.thumbnail.png" ALT="sidux_installer" /></a></p>
<p ALIGN="justify">Nachdem man den Willkommens-Bildschirm gelesen und weitergeklickt hat, gelangt man zum Reiter &#8220;Partitionieren&#8221;. Alles recht übersichtlich &#8211; ich wähle gparted als Partitionsprogramm aus, da ich die gparted-Live-CD als zuverlässigen Partner beim Anlegen, Löschen und Bearbeiten von Partitionen kennen- und schätzenglernt habe.<br />
Soweit alles klar, die Übersicht ist selbsterklärend und dürfte auch Neulingen keine Probleme bereiten. Einziger Nachteil: die restlichen Partitionen werden automatisch nach /media/sdaX gemountet &#8211; leider keine Möglichkeit andere Einhängepunkte (außer für die Extra-Home-Partition) festzulegen. Nun, man kann nicht alles haben. Kann ich später ja nachholen.</p>
<p ALIGN="justify">Im nächsten Reiter werden Bootloader und Zeitzone festgelegt. Positiv überrascht die Möglichkeit, dass man zwischen LILO und GRUB als Bootloader auswählen kann. Aus Gewohnheit nehme ich GRUB, da mir dessen Syntax schon vertraut ist. Weiter&#8230;</p>
<p ALIGN="justify">Die Reiter &#8220;Benutzer&#8221; und &#8220;Netzwerk&#8221; bringe ich in 20 Sekunden hinter mich und kann nun endlich mit der Installation beginnen&#8230;Ich drücke auf &#8220;Installation beginnen&#8221; und mache mir einen Kaffee und schiebe mir noch eine Pizza in den Ofen. Die dürfte fertig sein bis die Installation abgeschlossen ist, steht schließlich ausdrücklich dabei, dass die Installation zwischen 5 und 15 Minuten dauert (auf älteren Systemen zwar bis zu 1 Stunde, aber so alt ist mein Notebook schlielßich auch noch nicht). Dennoch bleibt eine gewisse Skepsis zurück ob der versprochenen Installationsgeschwindigkeit. Aber ok, komme ich also später wieder&#8230;</p>
<p ALIGN="justify">Ca. 15 Minuten später komme ich wieder, schalte den Backofen aus und gieße mir anschließend noch den Kaffee ein. Überrascht stelle ich fest, dass die Installation schon fertig ist und nur kanpp über 11 Minuten gedauert hat. Hmm, scheint wohl tatsächlich etwas schneller zu gehen als erwartet und sidux wurde hier seinem Ruf als schnellstes Linux schon einmal gerecht.</p>
<p ALIGN="justify">Der Reboot geht ebenfalls schneller von statten als ich es selbst von Debian Etch gewöhnt bin.<br />
Der Desktop ist derselbe wie der der Live-CD, aber da kann man natürlich nichts anderes erwarten &#8211; darum kümmere ich mich später. Die üblichen Verdächtigen wie OpenOffice, Iceweasel &amp; Co. sind alle schon installiert und ich schenke ihnen ersteinmal keine weitere Beachtung. Vielmehr interessieren mich die siudx-eigenen Programme und Skripte.</p>
<p ALIGN="justify">Beginnen wird doch gleich einmal mit dem sidux-Kontrollzentrum (<a HREF="http://manual.sidux.com/de/siduxcc-de.htm#siduxcc">siduxcc</a>).</p>
<p ALIGN="justify">                                          <a HREF="http://www.scholars.de/index.php/2008/02/27/sidux-mehr-als-ein-gepimptes-debian/sidux_control/" REL="attachment wp-att-32" TITLE="sidux_control"><img SRC="http://www.scholars.de/blog/wp-content/pics/2008/02/sidux-control.thumbnail.png" ALT="sidux_control" /></a></p>
<p ALIGN="justify">Sehr schön, denke ich mir. Alles Wichtige auf einmal zusammengefasst. Neben den System-Informationen findet man noch die Rubriken &#8220;Anzeige&#8221;, &#8220;Dienste&#8221;, &#8220;Internet&#8221;, &#8220;Kernel&#8221; &#8220;Netzwerk&#8221; und &#8220;Software&#8221;. Ich beschließe, mich um eine Aktualisierung des des Kernels und der Software später zu kümmern, schließlich gibt es dazu ja das Skript <em>smxi</em>.</p>
<p ALIGN="justify">Als erstes konfiguriere ich das Netzwerk, um es mir per WLAN auf dem Sofa gemütlich machen zu können. Von Debian und *buntu war mir bekannt, dass das zu meiner Belkin-Karte gehörige Modul &#8220;rt61pci&#8221; ziemlich rumzickt und ich den aktuellen Treiber manuell wohl nachinstallieren muss. Scheiß drauf, denke ich mir, das ist ne Sache von 2 Minuten. Aber ich entscheide mich vorerst dafür, es dabei zu belassen und mein Glück mit dem integrierten &#8220;rt61pci&#8221; zu versuchen. Eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte. Die Verbindung, die unter Debian und *buntu stets nach einigen Minuten abbrach, hat mich bisher noch nicht im Stich gelassen. Doch der Reihe nach. Mit <a HREF="http://manual.sidux.com/de/internet-connecting-de.htm#netcardconfig"><em>Ceni</em></a> richte ich meine WLAN-Verbindung ein und beim 2. Versuch habe ich die Verbindung auch hergestellt. Das klappte schon einmal. Sehr schön!<br />
Was nun? Es funktioniert alles. Bildschirm und Grafikkarte &#8211; perfekt. Sound &#8211; ebenso. Hmm, ich dachte sidux sei etwas für Profis&#8230;Na, wieder etwas dazugelernt. Also gut, ich klicke mich weiter durch das System und erfreue mich an den aktuellen Versionen der installierten Programme (auch nach einigen Tagen hatte ich selbst mit OpenOffice 2.4 keinerlei Probleme&#8230;).</p>
<p ALIGN="justify">Ok, eine halbe Stunde später entscheide ich mich, eine Systemaktualisierung durchzuführen. Also schnell in den Textmodus wechseln und als Root &#8220;smxi&#8221; ausführen. Das Skript ist klasse!! Da wird mir klar, dass selbst interessierte Neulinge keinerlei Probleme mit sidux haben dürften. Ich überspringe das Angebot einen neuen Kernel zu installieren und fahre mit dem dist-upgrade fort. Es läuft automatisch fort und fragt nur ab und an, was ich denn zu tun gedenke! Ich tippe, brav wie ich bin, entweder &#8220;y&#8221; oder &#8220;n&#8221; oder die entsprechende Nummer ein. So installiere ich mir zusätzlich zur Aktualisierung der bereits installierten Programme, kurz einmal Opera, Skype und XFCE. Ist ja einfach, ok. Nach Ende des Skripts starte ich es erneut, um mit Hilfe von smxi den neuen Kernel doch noch zu installieren. Gesagt, getan&#8230;auch dies verläuft ohne Probleme und ich reboote ins neue System und mache mich am Feinschliff zu schaffen&#8230;</p>
<p ALIGN="justify">Nach einem Besuch der Homepage fiel mir auf, dass die Neue Version &#8220;Nyx&#8221; schon in Kalenderwoche 4-6 erscheinen sollte &#8211; nach durchsuchen des Forums und einigen Threads wurde mir schnell klar, dass auch hier auf die Nähe zu Debian und seiner Philosophie großer Wert gelegt wird. Wie auch bei den Releases von Debian gilt hier das Motto: &#8220;It&#8217;s done, when it&#8217;s done!&#8221; Und das ist nur zu befürworten! Diese Ansicht vertreten wohl auch die meisten sidux-User, denn ausser ein paar Nachfragen informativer Natur, gibt es keinerlei Meckern und alle sind der Meinung, dass ein paar Tage/Wochen länger warten besser ist, als ein &#8220;unfertiges&#8221; und instabiles System aufgetischt zu bekommen, nur damit der Release-Plan eingehalten wird. Ebenso gibt es trotz des aktuellen Hypes um KDE4 keinerlei Ambitionen, diesen früher in sidux zu integrieren &#8211; so widerprüchlich es auch klingen mag: trotz der sidux Basis aus den Debian unstable (Sid) Quellen, lässt man sich nicht vor lauter Ungeduld dazu hinreißen neue Pakete einzubauen, bevor diese nicht ausgiebig getestet und für stabil befunden wurden.</p>
<p ALIGN="justify">sidux bringt von Haus aus alles mit, was man sich von einer anständigen Distribution erhofft. Auch für Linux-Neulinge dürfte es kein Problem sein, sich mit sidux zurechtzufinden &#8211; sofern sie sich für die Abläufe des Systems ein wenig interessieren und nicht gleich in Panik verfallen, wenn sie das Wort &#8220;Konsole&#8221; hören. Will man natürlich nur ein fertiges System haben, ohne ein wenig hinter die Kulissen zu schauen, ist man bei *buntu, LinuxMint und Co. besser aufgehoben, aber darum geht es ja bei einem &#8220;richtigen&#8221; Debian-System auch nicht.</p>
<p ALIGN="justify">Sollten doch einmal Fragen und Probleme auftauchen, findet man im Forum und im #sidux-IRC-Channel kompetente Hilfe. Und mit ein wenig Glück kann man sogar &#8220;slh&#8221; (der die Kernels öfter raushaut als ich meine Unterhosen wechsel) und &#8220;h2&#8243; (den Maintainer von &#8220;smxi&#8221;) antreffen und sie mit Fragen bombadieren. Ansonsten findet man bei &#8220;devil&#8221;, &#8220;towo|&#8221;, &#8220;x-un-i&#8221; und vielen anderen ausgezeichnete und geduldige Helfer.</p>
<p ALIGN="justify">Auch bestätigt sich meine Befürchtung nicht, dass das System aufgrund der Debian-Sid-Quellen instabil ist! Richtig ist allerdings die Aussage bzgl. der Geschwindigkeit von sidux und die Aussage &#8220;sidux &#8211; aktuell und sauschnell&#8221; trifft es auf den Punkt. Ich hatte vorher kein schnelleres System in den Fingern.</p>
<p ALIGN="justify">Negativ fällt für Debian-Liebhaber allerdings auf, dass der GNOME-Desktop nicht supported wird. Einerseits werden hierfür im Forum die recht unverständlichen Argumente ins Feld geführt, dass für echte &#8220;Poweruser&#8221; sowieso nur KDE in Betracht kommt, andererseits (und das ist gut nachzuvollziehen), fehlen einfach 2-3 Maintainer, die sich um die GNOME-Pakete aus Sid kümmern und diese pflegen. Immerhin handelt es sich um ein Projekt ohne finazielle Unterstützung eines Unternehmens wie Red Hat oder Canonical und daher ist es etwas schwieriger neue Entwickler ins Boot zu holen &#8211; man wird sehen, vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch GNOME vom sidux-Team supported wird.</p>
<p ALIGN="justify">Ein weiterer negativer Aspekt war, dass im Forum teilweise gegen Mark Shuttleworth und seine Millionen, die er in Ubuntu und Linux im allgemeinen steckt, gewettert wird. Dies wirft einen kleinen (wirklich kleinen) Schatten auf die ansonsten großartige und freundliche sidux-Community -man sollte nicht vergessen, dass durch Leute wie Shuttleworth unter anderem das Interesse von Hardwareherstellern geweckt wird und somit alle Linux-Distributionen und -Anwender etwas davon haben. Sei&#8217;s drum! Auch das ist ein anderes Thema und gehört vielleicht an anderer Stelle etwas genauer erörtert&#8230;</p>
<p ALIGN="justify">Wer also ein schnelles und aktuelles Linux-System haben will, kommt an sidux nicht vorbei. Und man freut sich schon darauf, dass die Entwickler demnächst über &#8220;Nyx&#8221; sagen: &#8220;IT&#8217;S DONE!!!</p>
<p>Greez wubuntu</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>HowTo: Synchronisation eines Nokia E65 mit Evolution</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/24/howto-synchronisation-eines-nokia-e65-mit-evolution/</link>
		<comments>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/24/howto-synchronisation-eines-nokia-e65-mit-evolution/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Feb 2008 09:40:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses HowTo beschreibt die Bluetooth-Synchronisation zwischen Mobiltelefon und Evolution mittels Multisync-gui am Beispiel des Nokia E65 (z.T.auch auf andere Mobiltelefone von Nokia übertragbar).
(Dieser Artikel ist eine freie Übersetzung des Beitrags von wubuntu im Wiki von linuxmint.com)
getestet für:

Daryna&#8221; Main/XFCE


Ubuntu 7.04 (Feisty)


Ubuntu 7.10 (Gutsy)


 sidux (eros)

Als erstes muss man sich natürlich die passenenden Pakete herunterladen und installieren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p ALIGN="justify">Dieses HowTo beschreibt die Bluetooth-Synchronisation zwischen Mobiltelefon und Evolution mittels Multisync-gui am Beispiel des Nokia E65 (z.T.auch auf andere Mobiltelefone von Nokia übertragbar).</p>
<p><em>(Dieser Artikel ist eine freie Übersetzung des Beitrags von wubuntu im Wiki von linuxmint.com)</em></p>
<p>getestet für:</p>
<ul>
<li>Daryna&#8221; Main/XFCE</li>
</ul>
<ul>
<li>Ubuntu 7.04 (Feisty)</li>
</ul>
<ul>
<li>Ubuntu 7.10 (Gutsy)</li>
</ul>
<ul>
<li> sidux (eros)</li>
</ul>
<p ALIGN="justify">Als erstes muss man sich natürlich die passenenden Pakete herunterladen und installieren. Da die Multisync-Pakte in den Repositories von Ubuntu nicht mehr die aktuellsten sind, ist es notwendig folgende Pakete von dieser Seite herunterzuladen und mit dem GDebi-Paketinstaller zu installieren.</p>
<ul>
<li>libopensync-plugin-evolution2-dev_0.22-feisty2_i386</li>
</ul>
<ul>
<li>libopensync-plugin-evolution2_0.22-feisty2_i386</li>
</ul>
<ul>
<li>libopensync-plugin-syncml_0.22-feisty1_i386</li>
</ul>
<ul>
<li>libopensync0_0.22-feisty2_i386</li>
</ul>
<ul>
<li>libsyncml0_0.4.4-feisty1_i386</li>
</ul>
<ul>
<li>msynctool_0.22-feisty2_i386 (Terminal-Utils)</li>
</ul>
<ul>
<li>multisync-gui_0.91.0+svn20061129-etch1_i386 (GUI)</li>
</ul>
<p ALIGN="justify"><em>(Hinweis: es gibt momentan noch keine aktuellen Pakete für Gutsy, aber die &#8220;feisty&#8221;-Pakete funktionieren auch für Daryna)</em></p>
<p>Nach der Installation der Pakete startet man das Programm mit</p>
<p><strong>Code:</strong><br />
<code>multisync-gui</code></p>
<p>bzw. über das Startmenü<br />
<em>Daryna &#8211;&gt; Zubehör &#8211;&gt; Mutlisync-gui</em></p>
<p>Anschließend muss man eine neue Gruppe anlegen:</p>
<p><em>Hinzufügen &#8211;&gt; neue Gruppe</em> (Name beliebig wählbar)</p>
<p ALIGN="justify">&nbsp;</p>
<p ALIGN="justify">Dann müssen über <em>bearbeiten</em> und <em>Add Member</em> die Plugins<br />
<em>evo2-sync</em> und <em>syncml-obex-client</em> hinzugefügt werden.</p>
<p>Zuerst konfigurieren wir das <strong>evo2-sync Plugin</strong>:<br />
<em>Addressbook, Calendar und Tasks</em> auf <em>Persönlich</em> stellen.</p>
<p ALIGN="justify">Die Einstellungen für das Nokia E65 sind etwas komplizierter.</p>
<p ALIGN="justify">Als Beispiel: Einstellungen, die einwandfrei funktionieren, sehen wie folgt aus:</p>
<p>Code:<br />
<code>&lt;?xml version="1.0"?&gt;<br />
&lt;config&gt;<br />
&lt;bluetooth_address&gt;XX:XX:XX:XX:XX:XX&lt;/bluetooth_address&gt;<br />
&lt;bluetooth_channel&gt;11&lt;/bluetooth_channel&gt;<br />
&lt;identifier&gt;PC Suite&lt;/identifier&gt;<br />
&lt;version&gt;1&lt;/version&gt;<br />
&lt;wbxml&gt;1&lt;/wbxml&gt;<br />
&lt;type&gt;2&lt;/type&gt;<br />
&lt;usestringtable&gt;1&lt;/usestringtable&gt;<br />
&lt;onlyreplace&gt;0&lt;/onlyreplace&gt;<br />
&lt;onlyLocaltime&gt;0&lt;/onlyLocaltime&gt;<br />
&lt;recvLimit&gt;0&lt;/recvLimit&gt;<br />
&lt;maxObjSize&gt;0&lt;/maxObjSize&gt;<br />
&lt;contact_db&gt;contacts&lt;/contact_db&gt;<br />
&lt;calendar_db&gt;calendar&lt;/calendar_db&gt;<br />
&lt;note_db&gt;notes&lt;/note_db&gt;<br />
&lt;/config&gt;</code></p>
<p>Für das XX:XX:XX:XX:XX:XX müsst ihr eure MAC-ID eintragen. Ausserdem kann es sein, dass ihr den &lt;bluetooth_channel&gt;11&lt;/bluetooth_channel&gt; auf 10 stellen müsst.</p>
<p ALIGN="justify">Jetzt muss eine Bluetooth-Verbindung zwischen eurem Mobiltelefon und eurem Rechner hergestellt werden, was über das Bluetooth-Applet sehr einfach geht.</p>
<p>Ok, jetzt einfach noch auf Aktualisieren klicken und mit ein bisschen Glück funktioniert es !</p>
<p>Für Leute, die lieber das Terminal benützen wollen: hier mal das Kommando, das für meine Einstellungen funktioniert:</p>
<p><strong>Code:</strong><br />
<code>syncml-obex-client -b XX:XX:XX:XX:XX:XX 14 --dumpinfo --slow-sync text/x-vcard<br />
Contacts --wbxml --identifier "PC Suite"</code></p>
<p ALIGN="justify"><em>(Hinweis: Möglicherweise muss zur Synchronisation per Terminal das Paket libsyncml-utils nachinstalliert werden)</em></p>
<p><strong>Probleme:</strong></p>
<p><u>Spracheinstellungen</u><br />
Sollte während des Synchronisations-Vorgangs auf dem Telefon die Meldung System-Fehler (o.ä) auftauchen, sollte man die Sprache des Telefons versuchsweise auf Englisch stellen (bei einigen Usern klappt es nur auf Englisch, bei anderen auch auf Deutsch &#8211; keine Ahnung woran das liegen könnte  ). In vielen Fällen funktioniert es danach.</p>
<p><u>Telefon-Software aktualisieren</u><br />
Falls ihr noch Windows neben eurem GNU/Linux-System auf der Platte habt, könnt ihr versuchen, die Software des Telefons mit der mitgelieferten Software PC-Suite upzudaten und es noch einmal versuchen.</p>
<p><strong>VORSICHT: Beim Aktualisieren der Telefon-Software werden alle Daten gelöscht &#8211; also vorher unbedingt mit der PC-Suite ein Backup eurer Daten vornehmen!!!</strong></p>
<p ALIGN="justify">So, das war&#8217;s dann auch schon. Falls ihr Fragen und/oder Verbesserungsvorschläge hierzu habt, könnt ihr die natürlich hier posten.</p>
<p ALIGN="justify">Feedback zu funktionierenden (auch andere Marken) oder nicht funktionierenden Telefonen sind natürlich für andere User sehr wichtig!</p>
<p>Also her damit.</p>
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		<title>How-To-Seite von devilx</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/24/how-to-seite-von-devilx/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2008 09:33:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Autor  devilx hat ein kleines How-To zur Synchronisation eines Nokia Mobiltelefons mit der Novell-Suite Evolution  verfasst.
Hier geht&#8217;s zur Seite:  HowTo: Synchronisation eines Nokia E65 mit Evolution
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Autor  devilx hat ein kleines How-To zur Synchronisation eines Nokia Mobiltelefons mit der Novell-Suite Evolution  verfasst.</p>
<p><strong>Hier geht&#8217;s zur Seite:</strong>  <a HREF="http://www.scholars.de/index.php/2008/02/24/howto-synchronisation-eines-nokia-e65-mit-evolution/">HowTo: Synchronisation eines Nokia E65 mit Evolution</a></p>
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		<title>Rolling Novel (6)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/23/rolling-novel-6/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Feb 2008 06:37:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Retrospektive namens Birgit ( Teil 1)
Im Grunde war er sehr unkompliziert, der Beginn unserer Beziehung. Natürlich war das Ende für sie auch recht unkompliziert. Sie ging einfach. Und ich ließ ein Loch zurück, dessen ich zu stopfen ( noch) nicht in der Lage war. Wie gesagt: für sie gab es soweit keine großen Komplikationen.
Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Retrospektive namens Birgit ( Teil 1)</strong></p>
<p>Im Grunde war er sehr unkompliziert, der Beginn unserer Beziehung. Natürlich war das Ende für sie auch recht unkompliziert. Sie ging einfach. Und ich ließ ein Loch zurück, dessen ich zu stopfen ( noch) nicht in der Lage war. Wie gesagt: für sie gab es soweit keine großen Komplikationen.<br />
Doch zurück zum Anfang. Es war kurz vor der Eröffnung unseres Shops. Ich besuchte für meinen damaligen Arbeitgeber – eine kleine Zeitung – das Richtfest für ein Erlebniscafé, was immer das auch sein sollte. Nicht daß sie jetzt denken, ich hätte darüber schreiben sollen, nein nein, es hatte nur kein anderer Mitarbeiter die Zeit ( die Lust) dazu, dorthin zu gehen. Ich war froh darüber, endlich aus dem kleinen Zimmer herauszukommen, in das man mich verfrachtet hatte um die Meldungen, die von den riesigen Presseagenturen eintrafen, zu ordnen und weiterzuleiten. Vor allem aber war ich glücklich, dieses ständige Ticken und Tacken, Piepen und Zippen der verdammten Fax – Geräte nicht mehr hören zu müssen. Vielleicht waren sie ja schon einmal in so einem Raum und wissen wovon ich spreche, wenn nicht – Glück gehabt. Ich mußte also den ganzen Tag in diesem Raum sitzen ( Kaffee gab’s kostenlos) und die Meldungen entgegen nehmen, und das nur, weil die anderen zu faul dazu waren, sich sie selber zu holen. Mir war’s ja recht. So kam ich wenigstens zu Geld. Dip Zip piep +++ öltanker vor frankreichs küste gesunken +++ örtliche funktionäre und umweltschützer sprechen von gewaltiger katastrophe +++ bitten ausland um hilfe +++ Und dazwischen das ständige Dip Zip tut tut piep ratatack bumm ( piep zip usw = +++). So ähnlich etwa, aber ehrlich, ich träumte nachts davon. Selbst die Frauen in meinen Träumen sagten des öfteren Zip Dip undsoweiter. Können Sie sich das vorstellen? Doch was tut man nicht alles um an Geld zu kommen. Jaja, die größte Hure dieser Welt, ist das Geld. Dafür verkauft man schon einmal seine Nachtruhe.<br />
Ich war also auf diesem Fest, in diesem riesigen weißen Zelt, das voll von wichtigen Menschen war ( zu denen ich jetzt natürlich auch gehörte) und tat so, als ob ich wirklich die Absicht hätte irgendein Text über diese Feier zu schreiben. Ich hatte mich für diesen Anlaß extra chique gemacht. Chique im Sinne von Geld natürlich. War ich doch schließlich ein geladener Gast, eine Very Important Person.<br />
An dem Tisch, der mir zugewiesen wurde, saßen außerdem noch:<br />
ein junger Möchtegern – Manager einer Telekommunikationsfirma,<br />
der Besitzer einer Schuhladenkette,<br />
ein höherer Bankangestellter mit Frau ( Freundin, Geliebten, Cousine, Schwester – so genau war das nicht heraus zu bekommen)<br />
ein Mann ( scheinbar ohne Beruf), der mich an einen zurückgebliebenen Sozialpädagogen aus den Siebzigern erinnerte: längere, ungewaschene Haare, der Ansatz eines Vollbarts, Mitte 40 schätzte ich, Wollpulli, der unter einem (mutig!) violetten Jackett versteckt war, Kordhose, und ein Blick, der irgendwie den Eindruck erweckte, daß er immer noch auf eine sozialistische Revolution hoffe,<br />
und natürlich WHAT A GIRL BIRGIT, beziehungsweise Fräulein Schuster von der AOK.<br />
Wir waren also nett zusammengewürfelter Haufen, der sich – wie immer auf solchen Empfängen – nicht viel zu sagen hatte, jedoch ununterbrochen redete, diskutierte&#8230;Gelaber. Ich ließ mich davon nicht sonderlich stören, besuchte des öfteren das Buffett ( sprich: büffeh; zu deutsch: Büfett) um auch immer ordentlich was auf dem Teller zu haben. Bei solchen Feiern heißt es eben: zuschlagen. Die haben auch gewisse Vorteile, diese Empfänge. Man muß nicht zahlen, nicht aufräumen, kann soviel essen, wie man will etc. Meine Favoriten an diesem Tag waren: Garnelen in Cocktailsauce, Krabbencocktail, Rührei mit Speck und Zwiebeln, Putenbrust in Weinsauce und, neben den diversen Salaten, auch Hausmannskost, sprich Leberwurst auf einem Laugenbrötchen. Später dann, sehr viele Sekt- und Weingläser später, spielte ich schließlich, als mich niemand beobachtete, mit der in Wasser und Eis schwimmenden Butter und den Erbsen, das ultimative Spiel für langweilige Stunden: Schiffe versenken. Die schon etwas ranzigen Stückchen Butter stellten die feindliche Flotte dar. Aber soweit sind wir noch nicht. Also zurück mit dem Recorder, surrsurrsurr&#8230;Zwischen die Ansprache des Erlebniscafégeschäftsführers und meiner „Schlacht der sieben Weltmeere“. Damit es für sie einfacher ist den Überblick zu behalten: dieser Zwischenraum beträgt zeitlich etwa drei Stunden.<br />
Das Tischgespräch wurde von Minute zu Minute, von Glas zu Glas, von Satz zu Satz lustiger. Und peinlicher! Ich wurde schnell zum Tischaffen von Dienst ( TvD) befördert und versorgte diese Langweiler ununterbrochen mit wahnsinnig komischen Gags. Einerseits wußte ich nicht, was ich sonst den ganzen Nachmittag hätte tun sollen, andererseits versuchte ich ( denn sie sah, sieht umwerfend aus) Birgits Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Das hörte sich dann ungefähr so an:<br />
„ Sie sind also von der Zeitung, Herr Berber?“ fragte mich der Schuhladenbesitzer.<br />
„ Ja,“ antwortete ich und schielte wie immer zu Fräulein Schuster, die meinen Blick eher verkrampft und mit einem gelangweilten Lächeln erwiderte.<br />
„ Werden wir dann demnächst etwas von Ihnen über dieses Etablissement zu lesen bekommen?“<br />
„ Mit Sicherheit,“ sagte ich, „ dieses, wie sagten Sie doch gleich&#8230;“ ( Scheiß Fremdwörter). Nein, im Ernst, diesen Leuten gefällt es, wenn man sich ein bißchen dumm darstellt. Das gibt denen gleich ein Gefühl von geistiger (!) Überlegenheit.<br />
„ Etablissement.“<br />
„ Genau, dieses Etablissement wird einen eigenen Artikel bekommen. Gleich nach den Sportnachrichten.“ Sportnachrichten? Blödes Geschwätz. Aber nicht nur ich befand dies für solches.<br />
„ Ich hätte es eher bei den lokalen Nachrichten erwartet,“ erwiderte Birgit Schuster.<br />
„ Wieso?“ fragte ich blöde, „ Weil es ein Lokal ist?“<br />
Die Begleitern des Bankers hielt sich die Serviette vor den Mund und kicherte, der Sozialpädagoge lachte ( hohoho) und der Manager und der Schuhladenbesitzer lagen sich vor Lachen beinahe in den Armen, die Armen. Ich schlug dann noch mit der flachen Hand auf den Tisch und rief: Hey! Was noch einmal einen Lacher einbrachte. Nur Birgit fand’s irgendwie nicht so komisch. Schade, sie kann wunderbar lachen.<br />
„ Jetzt mal im Ernst,“ sagte der Tele-Manager, „ Warum gerade neben den Sportnachrichten?“<br />
„ Das ist ganz einfach, meine Herrschaften und Damschaften ( kurze Unterbrechung für hahaha und hohoho), weil dieses ständige Essen und Trinken anstrengender ist als jede Sportart, hahaha&#8230;“<br />
Gebrüll. Gelächter.<br />
Dann der Sozialpädagoge:<br />
„ Und wer als letzter noch gerade laufen kann&#8230;“<br />
„ Der hat gewonnen,“ unterbrach ihn der Schuh-Mann.<br />
„ Genau,“ rief ich, hahahahohohihihi, und schlug dem alten Schuhmann auf die Schulter.<br />
Der Bankerfrau kamen fast die Tränen. Mir auch. Aus Mitleid und Eifersucht auf diese Blödheit. Die lachten doch tatsächlich über Witze, die nicht einmal mehr meine Eltern komisch fanden und das will was bedeuten, besser, das muß irgendwas bedeuten. Vielleicht: reason for suicide oder etwas in der Art. Wer weiß das schon. Fräulein Schuster alias Birgit lachte gar nicht, nur ab und zu war ein Lächeln auf dem wohl süßesten Schmollmund der Menschheit zu sehen. Das gefiel mir! Erstens: weil sie wunderbar aussah, wenn sie lächelte und zweitens: weil sie die Szenerie auch eher als peinlich empfand.<br />
Auch wenn sie ( Birgit) das später immer wieder bestreiten sollte glaube ich doch, daß ich ihr an diesem unserem ersten Zusammentreffen ziemlich auf die Nerven ging. Ich meine, ich tat das zwecks Aufmerksamkeit von Birgit, siehe oben, und um diese Sesselfurzer aufzuziehen und war in etwa so lustig wie ein Nachmittag mit Andreas Türck und Sonja und dem Rest der Schnarchsäcke. Birgit sagte dann zwar hinterher, sie hätte mein Spiel damals sofort durchschaut, doch hätte sie es auch niemals zugegeben, falls sie gedacht hätte, daß ich tatsächlich einen derartigen Sinn für Humor besäße. Doch imponiert haben mußte ich ihr seinerzeit trotzdem. To be continued&#8230;</p>
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		<title>Der Moralist</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Feb 2008 06:32:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Kanzel
Vor den Ohren
Zornige Augen
Auf sie gerichtet
Alles nur ihre Schuld
Für Ohren
Hob er den Finger
Nicht nur einmal
Alle lieben sie ihn
Mit ihren Ohren
Und Fingern
Warum sie nicht
„ Recht und Gesetz!“
Rief er
„ Recht und Gesetz!“
Schall es zurück
Blaugeschlagene
Weibliche Augen
Und Lippen
Bewundernde Augen
Viel glasige Augen
Und blinde Flecken
Ruhen auf ihm
Abends im Bett
Er denkt an seine Kanzel
Sie weint stumm in ihr Kissen
Der die
heilige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Kanzel<br />
Vor den Ohren</p>
<p><em>Zornige Augen<br />
Auf sie gerichtet<br />
Alles nur ihre Schuld</em></p>
<p>Für Ohren<br />
Hob er den Finger<br />
Nicht nur einmal</p>
<p><em>Alle lieben sie ihn<br />
Mit ihren Ohren<br />
Und Fingern<br />
Warum sie nicht</em></p>
<p>„ Recht und Gesetz!“<br />
Rief er<br />
„ Recht und Gesetz!“<br />
Schall es zurück</p>
<p><em>Blaugeschlagene<br />
Weibliche Augen<br />
Und Lippen</em></p>
<p>Bewundernde Augen<br />
Viel glasige Augen<br />
Und blinde Flecken<br />
Ruhen auf ihm</p>
<p><em>Abends im Bett<br />
Er denkt an seine Kanzel<br />
Sie weint stumm in ihr Kissen</em></p>
<p>Der die<br />
heilige Moral<br />
vertritt</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rolling Novel (5)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/rolling-novel-5/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 13:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Kater
Wie nicht anders zu erwarten, hatte ich einen Kater, und was für einen. Da würde die Bezeichnung: gestiefelter Kater wohl eher passen, denn es hämmerte nur so in meinem Kopf. Gebückt, halb auf dem Boden kriechend, schleppte ich mich zum Schrank neben der Spüle und kramte wie ein Wilder nach Kopfschmerztabletten, schmiß sie in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Kater</strong></p>
<p>Wie nicht anders zu erwarten, hatte ich einen Kater, und was für einen. Da würde die Bezeichnung: gestiefelter Kater wohl eher passen, denn es hämmerte nur so in meinem Kopf. Gebückt, halb auf dem Boden kriechend, schleppte ich mich zum Schrank neben der Spüle und kramte wie ein Wilder nach Kopfschmerztabletten, schmiß sie in ein Glas und goß Sprudel darüber. Das heißt, erst verschüttete ich die halbe Flasche auf die Arbeitsplatte und den Boden, bevor ich dann das blöde, aber sehr nützliche Zeug herunterschlucken konnte. Dann legte ich mich wieder ins Bett und wartete darauf, das die Tablette ihre Wirkung tat.<br />
Zum Glück war Sonntag. Ich konnte also den ganzen Tag damit verbringen wieder auf die Beine zu kommen. Ich legte die neue Platte von den Fanta Vier auf und glotzte an die Decke. Passend zu meinem Zustand kam dann auch bald der Song MfG ( Mit freundlichen Grüßen). Genau wie die Abkürzungen in diesem Song fielen mir abgekürzte Szenen der letzten Nacht wieder ein ( Mit freundlichen Grüßen aus deinem ramponierten Gedächtnis). Das baute mich nicht sonderlich auf, wenn ich ganz ehrlich bin. Die Szene, die mir nicht aus dem Kopf gehen wollte, war die, als ich Birgit beobachtete, wie sie mit einem anderen Mann herumknutschte. Stimmt ja, deswegen habe ich ja auch mit dieser komischen Batik – Tussi herumgemacht. Was war ich nur für ein Vollidiot!<br />
Kurz darauf ( ich dachte noch immer an Birgit) klingelte das Telefon, aber ich ging nicht ran. Es war Andrew, der irgendein unverständliches Zeug auf meinen Anrufbeantworter quatschte. Ich blieb liegen und wartete. Auf was wartete ich eigentlich? Auf nichts. Genau, nichts sollte mehr passieren, nichts wollte ich mehr wissen, schon gar nicht von Frauen. Trotzdem raffte ich mich auf und rief Birgit an ( Was war ich doch für ein Arschloch).<br />
Was sie gerade so mache, wir hatten ja gestern gar keine Zeit miteinander zu reden und so. Das übliche Gequatsche, wenn man gar nichts zu sagen hat. Oh, sie macht mal dies, mal das und sie studiert jetzt wieder. Ist ja toll. Wie es Anika ginge, wollte sie wissen. Wem? Ach ja, die Einkaufstaschentussi von gestern Nacht. Keine Ahnung, sagte ich, was ein Gelächter ihrerseits hervorrief. Nicht, daß es reichte mich daran zu erinnern, nein, sie mußte mich mit ihrem Lachen auch noch vollständig demütigen. Dann hörte ich eine männliche Stimme im Hintergrund, Birgit machte: Psst. Das reichte mir vollkommen. Ich legte auf und mich wieder ins Bett, zog die Decke über den Kopf und hätte beinahe angefangen zu heulen. So scheiße war mir zumute. Aber ich besann mich eines besseren, wusch mich und ging auf die Straße. Die beste Medizin gegen üble Gedanken.<br />
Die Sonne schien, es war fast keine Wolke am Himmel zu sehen und ich zog meine Sonnenbrille auf, da meine Augen noch sehr empfindlich waren. Dann ging ich zum Geldautomaten und da stand es: 4327,59 DM. Na wenn das kein Glück ist. Ich wußte zwar schon vorher, daß ich einiges auf meinem Konto hatte, aber es tat gut, es wieder und wieder zu lesen. 4327,59 DM! Ich konnte mich überhaupt nicht davon losreißen. Das erste positive Ergebnis an diesem Tag. Plötzlich sprach mich eine Frau an, warum denn das solange dauerte und ich sagte ihr, daß ich Geld habe. Sie fragte mich nur, ob ich Drogen nehme und ich solle mich doch bitte beeilen. Dazu gab sie mir noch einen bemitleidenden Blick. Ich hob fünfzig Mark ab und ging schnell um die nächste Ecke.<br />
Am nächsten Kiosk hielt ich an und trank noch einen Kaffee, dazu kaufte ich mir eine Zeitung. Vorne war ein Bild von Steffi Graf, daneben Andre – Ich – rasiere – mir – die Brusthaare – eigenhändig – Agassi. Darunter stand: Liebe? Tja, woher soll ich das wissen? Wen interessiert das überhaupt, ob die beiden ab und zu&#8230;? Liebe? Warum eigentlich nicht? Sollen sie doch, was geht’s mich an. Bundeskanzler Schröder weist heftige Kritik des Koalitionspartners von sich. Danke, aber ich lese Zeitung um etwas Neues zu erfahren. Kanzler Schröder ist sowieso das Beste, was der verstaubten deutschen Kultur passieren konnte. Verstehen Sie mich nicht falsch, aber so amüsant wie Heute war die Politik noch nie. Die Witze über das alte Schwergewicht haben doch schon nach ein paar Wochen ihren Reiz verloren. Jetzt aber, ja, da gibt es beinahe jeden Tag etwas anderes über das man lachen muß. Ich klappte die Zeitung zu, beschaute noch einmal das Bild der beiden Frischverliebten und nahm mir vor, nicht mehr an Birgit zu denken. Im nächsten Augenblick wurde mir bewußt, daß ich es genauso wenig schaffen würde, wie mit dem Rauchen aufzuhören. Ich war einfach süchtig nach ihr. Aber was soll’s, Vorsätze sind dazu da, daß man sie bricht, sonst würde man ja irgendwann keine Vorsätze mehr haben, die man sich als Vorschrift setzen kann. Und außerdem sollte man einfach damit aufhören als es sich nur vorzunehmen. Aber wie sollte ich aufhören etwas zu tun, über das ich keine Kontrolle hatte?<br />
Ich ging zu Andrew. Er war nicht zu Hause. Ich nahm mir den Ersatzschlüssel, der hinter dem Briefkasten klemmte, und trat ein. Wie ich es vermutet hatte, lag Andy auf der Couch, der Fernseher lief. Derrick huschte quer über den Bildschirm und ich befürchtete, daß Andy vielleicht Alpträume hätte, einen Herzanfall oder gar an seinem eigenen Erbrochenen zu ersticken drohte. Deshalb weckte ich ihn entschlossen und schnell. Keine der Befürchtungen traf zu. Langeweile, war die kurze, doch alles erklärende Antwort. Tja, für so etwas sind Engländer einfach nicht geschaffen; für einen unterhaltsamen Sonntagnachmittag mit Horst Tappert und Fritz – Ich – fahr – den – Wagen – vor – Wepper. Er blinzelte kurz und fragte, wo ich denn den ganzen Tag gesteckt hätte. Ich erklärte ihm kurz was Sache war, worauf er erwiderte, daß er sich dies schon fast gedacht habe, mich aber nicht darauf ansprechen wollte. Danke vielmals, ich schaffe das schon alleine.<br />
In der Küche war es, wie überall in dieser Wohnung, sauber. Das krasse Gegenstück also zu meinem „ Rattennest“, wie Andy zu sagen pflegte. Und überhaupt, er erzählte herum, daß der einzige Unterschied zwischen meiner Wohnung und einer Mülldeponie darin bestände, daß meine Wohnung im zweiten Stock liege. Nun ja, er hatte sicher nicht ganz unrecht, aber Mülldeponie war etwas überzogen. Soweit ich weiß, spielen sich auf einer Mülldeponie keine derartigen Liebesdramen ab, beziehungsweise gibt es dort keine solchen Schwachköpfe wie mich.<br />
Ich stand also in der Küche und machte ( wieder einmal) Kaffee. Es war 17.32 Uhr, wie ich an der Digitaluhr des Mikrowellenherdes ablesen konnte; viel zu früh eigentlich für „ Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ ( GZSZ, wie man im Volksmund zu sagen pflegt) und außerdem war Sonntag. Trotzdem kam er, dieser ausgesprochen hilfreiche Seifenopernsatz: Wenn du sie wieder haben willst, mußt Du es ihr zeigen. Du mußt um sie kämpfen. Hä? Was is‘ los? Hatte Andrew das gesagt? Bin ich noch am Leben?<br />
Meine These, daß Briten und deutsche Unterhaltung nicht zusammenpassen, hatte sich bestätigt. Ich fragte ihn, ob er denn wisse, daß Soap-Operas nichts mit der Realität zu tun hätten. Er schaute mich kurz an, er hatte verstanden. Piss off!! Knapp aber schlagkräftig. Dann ging er ins Wohnzimmer, ich schaute weiter nach Kaffeefiltern. Uhhh Melitta, macht Kaffee im Überfluß.<br />
Beim Kaffee war er wieder ruhig und fing abermals davon an. Er wisse, wie es ist, wenn Mann von einer Frau verlassen wird und zusehen muß, wie sie mit anderen ( O-Ton) bastards herumhängt. Wie bitte? Ach so, Sandra! Okay, er weiß es. Weiter. Ich dürfe nicht wegrennen, so wie er, ich müsse ihr zeigen, was sie mir bedeutet. Wie denn? „ Weiß nicht!“. So, weiß er nicht. Toll. Er würde sich mit mir aber etwas überlegen. Schön, wenn man zu blöd ist selbst mit seinen Problemen fertig zu werden, müssen das eben andere für einen übernehmen. Ob ich sie denn noch liebe und ob sie es denn wert sei, sich für sie den „ Arsch aufzureißen“? Wert? Ja, nein, keine Ahnung, drauf geschissen – Ja, sie ist es wert – glaube ich, weiß ich. Ich sei ein Vollidiot. Super, das wußte ich schon. Gespräch beendet. Neues Thema: Arbeit. Alles klar, keine „ roten Zahlen“, sehr gut, man kann davon leben. Nächstes Thema: der Abend. Irish Pub, mal wieder, oder ( dabei zog Andy eine Einladung für eine Hip-Hop-Party aus der Tasche) eine fette Jam-Session im alten Lagerhaus an der Bundesstraße Nummer X. Perfekt, Abend gesichert. Nächstes Thema: kein Thema. Schluß mit diskutieren, aber doch noch nicht so ganz fertig mit der Welt ( The Sun Also Rises), also los geht’s und bloß nicht an Birgit denken, will mir ja nicht den Abend vermiesen lassen, zudem von einer Frau, die ich dort ( hoffentlich) niemals treffen würde.<br />
Der Genuß alkoholischer Getränke in kleinen Mengen wirkt anregend, in größeren berauschend. Durch Einwirken auf das Zentralnervensystem, besonders des Großhirns, werden die Koordination der Muskelbewegungen gestört und die psychischen Abläufe nicht mehr zureichend kontrolliert. Die Alkoholverträglichkeit ist individuell verschieden. Als kritische Tagesmenge gilt für den Mann 60 Gramm reiner Alkohol ( etwa 1 l Wein), für die Frau etwas weniger. Konstitution, Klima und körperlicher Zustand beeinflussen ebenfalls die Wirkung des Alkohols.<br />
Tür auf, eingetreten, wir befinden uns plötzlich in einem riesigen Raum, vollgestopft mit Menschen aller Arten, Kulturen, etc. Es war auf den ersten Blick einfach genial, was hier für eine Stimmung herrschte. Also los zur Bar und sich dann unter die Leute begeben, vielleicht trifft man ja bekannte Artgenossen – wenn nicht, macht man sich eben bekannt. Sehr beliebt bei pubertierenden Jugendlichen ist hierfür das Auswendiglernen sämtlicher Songtexte, die sich im oberen Drittel der Charts befinden und dann: lautes Mitgröhlen. Tatsächlich befanden sich unter der tanzenden Menge einige wenige dieser Individuen, leider hatten sie allesamt einen entscheiden Fehler: sie waren schon über Zwanzig. Naja, was soll’s. Ist ja nicht mein Leben. Die Frage aber, die mich nach einiger Zeit beschäftigte war, was die Veranstalter sich wohl dabei gedacht haben mögen, dieser Party den Beinamen Hip Hop zu geben. Backstreet Boys? Britney Spears? Lou Bega? Chart- Party hätte wohl besser gepaßt, oder AlleLiederhörensichgleichan – Party. Hip- Pop hätte ich meinetwegen auch noch durchgehenlassen, jedoch waren weder die Mehrzahl der Leute noch die Musik auch nur ein bißchen hip. Egal, ich war schließlich hier um mich zu amüsieren, nicht um über Musikrichtungsbezeichnungen zu diskutieren. Das, was ich brauchte, gab es hier en masse: Frauen. Richtig, geh Deinen eigenen Weg! Vergiß, was vorher war, Birgit gab es nicht (mehr), hör‘ nicht auf Andrew und sein Gerede übers Kämpfen. Es gab da ja auch noch andere Frauen. Bloß nichts verkomplizieren.<br />
Nach ein paar Drinks ging sogar mir der Beat dieser Chartsheuler in die Beine, peinlich aber wahr. Andrew hatte alles unter Kontrolle. Er saß mit einer nicht übel hübsch aussehenden Frau an der Bar und benutzte seinen englischen Akzent ( oh, ihr neugierigen „ weltoffenen“ Frauen) um mit ihr ins Gespräch zu kommen. Nach einer kleinen Weile ergab sich meistens ( ungefähr) so eine Szene:<br />
Sie: Bist Du nun Engländer oder Amerikaner?<br />
Er : Ire!<br />
Sie: Ah so, ist ja interessant.<br />
Sie ( denkend): Wo liegt das?<br />
Undsoweiter undsoweiter undsoweiter. Ein Klassiker, dieses Gespräch. Ich hatte es ebenfalls schon mal probiert und einen Abend lang mit einem „ englischen“ Akzent gesprochen, bin dabei jedoch kräftig auf die Schnauze gefallen. Er saß an der Bar, mich dagegen zog es ins Geschehen, ins feuchte Getümmel, auf die nach versagenden Deodorants riechenden Tanzfläche.<br />
Erste Frau: knappes Esprit-Oberteil, lange schwarze ( sehr enge) Hose, leider Buffalo-Plateauschuhe, aber das macht nichts, die kann man sich ja wegdenken, falls man das kann, wenn nicht, dann muß man sie eben wegtrinken. Gesicht: hübsch. Lachst du mich an? Tanzt du zu mir herüber? Zu wem gehörst du? Scheinbar zu niemandem. Noch ‘ne Drehung&#8230;Scheiße, der Macker stand vor mir und was für einer. Er schaute mich an, sein Blick Marke: Beim-Aufladen-der-Batterien-gestörter-Muskel-Android-ist-sehr-sehr-böse, fiel auf mich, wie ein Baseballschläger. Ich machte mich vom Acker, aus Rücksicht auf meine schon wimmernde Nase. Shit, Glück gehabt, oder auch Pech, wie man’s nimmt. Wohl eher ersteres, denn Frauen mit solchen Wachhunden haben noch ganz andere Überraschungen auf Lager.<br />
Mein nächstes Opfer war ganz in H&amp;M Tücher gehüllt. Von hinten eine sehr ansprechende Erscheinung ( lag dies am Alkohol oder an der Nebelmaschine?). Hinterrücks, in Jäger-Manier angeschlichen, erste „ zufällige“ Berührungen, Begutachtung der Vorderseite&#8230;Oh mein Gott. Ich starrte plötzlich in ein riesiges, lachendes Konterfei von OLI P. Das Mädchen war wohl gerade im fünfzehnten Lebensjahr angelangt, aber aufgetakelt wie Madonna in ihren besten Jahren.<br />
Nächster Versuch: klare Abfuhr erhalten. Du bist nicht mein Typ. Danke, habe ich bereits erwähnt, daß ich ein Cousin namens Brad Pitt habe? Nein? Pech gehabt, ich auch. Ist ja auch nicht wichtig. Mir war die Lust am Jagen gründlich vergangen. Andrew kam und fragte, was ich denn so treibe, ich wäre urplötzlich verschwunden. Kleiner Ausflug ins Reich der Teenies, jaja, so war das, habe nur getanzt, hatte sonst nichts besonderes vor. Andere Frauen? Ach was! ich doch nicht, das wisse er doch, aber trotzdem vielen Dank dafür, daß er mich an Birgit und den Kampf erinnert habe. Ich solle mich entscheiden, was ich denn wolle und mich not so bad benehmen. Was sollte ich denn tun? Was was was was?<br />
Was im Augenblick zu tun war wußte ich: das Glas auffüllen und vergessen. Beim Hinausgehen rempelte ich noch ein paar Leute an. Keine Absicht, `schuldigung. Das Riesenrad dreht sich und dreht sich, unaufhörlich, sehr beständig. Vor der Tür trafen wir noch ein paar Bekannte, woher wir sie kannten, fiel mir im Moment jedoch nicht ein. Sie waren jedenfalls auch auf den vielversprechenden Flyer hereingefallen und saßen nun vor dem Lagerhaus und kifften. Andy mischte gleich kräftig mit, ich wollte kein Spielverderber sein, wenn Sie verstehen was ich sagen will, beziehungsweise nicht sage.<br />
Es wurde noch ein recht lustiger Abend. Zum Schluß lag ich dann auf einer Motorhaube und döste. Ich dachte, ich werde hier noch ein bißchen liegenbleiben. Danach ab ins Bett. Schlafen. Morgen ist Montag. Neue Woche, neues Glück<br />
Ich fuhr mit dem Bus, weil ich keine Lust hatte zu gehen oder zu trampen. Außerdem regnete es. Das Wetter bleibt heiter und trocken. So so, nicht bei uns. Reingefallen, tut uns aufrichtig leid. Spenden Sie doch mal wieder etwas an die Kirche oder essen sie ihren Teller auf. Vielleicht hilft es. Vielleicht auch nicht. Wir können es nicht ändern. Die Preis der Einzelfahrscheine ist wieder angehoben worden, zwecks Sanierung der öffentlichen Verkehrsmittel. Ja doch, nehmt das Geld, macht mich arm. Außerdem brauche ich mehr als doppelt so lange wenn ich fahre, dafür zahle ich doch gern. Alte Frauen mit leeren Einkaufstaschen fuhren mit mir nach der Innenstadt. Tratsch, Klatsch, laber. Frau K. aus der M- Straße hat schon wieder ein neues Auto&#8230;Ja, das habe ich auch schon gehört. Toll. Aber jetzt kommt es. Einen neuen Mann auch. Praktisch. Tratsch, einen Doktor. Wie nett. Tratsch, Klatsch, laber, Klatsch, Doktor, zwei Kinder. Sprich jetzt, wenn du was zu sagen hast, im Bus hört man Dir zu, hier kannst Du zeigen, welche rhetorischen Fähigkeiten in Dir schlummern. Das gibt es nicht, zwei Kinder, Tratschthemawechsel, ( hört das denn nie auf?) blabla, Spitzenschneiden beim Friseur Soundso, der sei gut, so nett, aber, tratsch Klatsch, Sie wissen schon, der gestikuliert immer so sonderbar, laber, tratsch, lahmer Tratsch, so sind eben die jungen Leute von Heute, fette Beute, und Tschüß, darf ich mal durch, ich muß aus- und umsteigen, außerdem bluten meine Ohren. An der Bushaltestelle hatte ich dann die Möglichkeit zur Regeneration meiner Ohren bis es abermals ins Schlachtgetümmel ging. Dieses Mal glaubte ich mehr Glück zu haben, denn ich ergatterte einen Platz in der vorletzten Reihe. Die Oma – Plätze sind gleich hinter dem Fahrer, also außer Reich- besser Hörweite. Entspannung machte sich deutlich breit auf meinem Trommelfell. Hä? Was? Nicht schon wieder, ich werde verfolgt. Zwei türkische Männer unterhielten sich miteinander. Auf türkisch selbstverständlich. Wieder Gelaber, noch mehr Tratsch, aber doch uninteressanter, weil unverständlich. Also Augen zu und sich auf etwas anderes konzentrieren. Urlaub, schöne Landschaften, das bräuchte ich jetzt, egal wo, nur weg von hier. Doch alles was mir einfiel waren Bilder meines letzten Urlaubs. Last-Minute, 1289.- DM, zwei Wochen türkische Riviera, all inclusive, das heißt, mit Diarrhoe und Ausschlag vom Swimmingpool. Ich erinnerte mich daran, wie ich den falschen Kurs gemietet hatte und ein türkischer Reiseführer mir auf dem Bazar irgendwas verständlich zu machen versuchte, ich ihn jedoch nicht verstand, genauso wenig wie die beiden Typen hinter mir. Birgit lachte, ich sei doch ein Trottel, aber ein süßer. Tja, war einmal. Alles erinnert mich daran. Schlimm, echt schlimm, zwei sich unterhaltende Türken erinnern mich an Birgit. Der Trottel bin ich noch immer, nur das Süße ist auf der Strecke geblieben. Schicksal, kann man nichts machen.<br />
Aussteigen. Noch zehn Meter bis zum Laden. Kaffee machen, Schilder aufhängen, Geld zählen. Andrew kommt Montags immer zu spät, deshalb eröffnete ich schon; wird sowieso keiner kommen, um dieses Zeit doch nicht. 9.30 Uhr, viel zu früh um einzukaufen. Also Zeitung herausholen und lesen. Milch in den Kaffee, Kaffee in die Milch, und umrühren. Ich saß auf dem Stuhl hinter der Theke und freute mich auf diesen Tag. Ich hoffte, daß viel los sein würde, damit ich so wenig wie möglich Zeit zum Nachdenken hätte. Ja, wirklich. Es ist einfach nicht sentimental zu werden, wenn man etwas zu tun hat, aber hockt man nur stupide herum – was dann? Aus diesem Grund bekam ich an den Wochenenden des öfteren eine kleine Krise, weil man da schließlich nichts anderes macht außer herumhängen. Doch jetzt war es wieder überstanden, frisch ans Werk. Laßt die Woche beginnen und begrüßt sie mit lautem Jubelschrei. Schön wäre es gewesen. Das einzige, das laut war, war die Kaffeetasse beim Aufschlagen auf den Fußboden. Egal, ich lasse mir die Laune nicht verderben, Zewa ist zur Stelle und weiter geht’s. Andy kam dann irgendwann, murmelte etwas auf englisch und verschwand im Lager. Inventur war angesagt. Gut, ich kümmerte mich um den Verkauf. Zwei Typen begutachteten die Trikots der englischen Premier League ( 100.-DM das Stück; zwei für 189.-DM). Das riecht nach Geld. So, noch geschwind und beiläufig auf das Angebot hinweisen. Sie sprangen nicht darauf an.<br />
„ Nein, wir können keine Namen auf die Trikots drucken, tut mir leid.“<br />
„ Na macht nichts, wir nehmen trotzdem eins.“<br />
„ Eins?“ fragte ich nach, in der Hoffnung, sie würden es sich noch einmal überlegen.<br />
„ Ja, es soll ein Geschenk werden,“<br />
„ Und welches?“ Zögern, kurzes Beraten, kennt man ja, wahrscheinlich keine Ahnung davon.<br />
„ Dieses hier.“<br />
„ Aha, das ManU – Trikot soll es sein. Ist er ein Fan von denen?“<br />
„ Nein, er ist Bayern – Fan, soll ein Gag sein.“<br />
Sehr witzig, dachte ich, 100.-€ für einen verdammten Scheiß-Gag auszugeben, wo doch noch der gesamten Nation das Herz wegen dieser Niederlage blutet. Vielleicht bluten auch nur die Herzen der Bayern, aber die würden doch am liebsten selbst eine eigene Nation sein. Egal, blödes Gelaber, und Schüüüß.<br />
12.00 Uhr, Schule aus, eine Horde männlicher Teenies betritt die Bühne und beschaut sich Taschenmesser und Armeezubehör. Geil, diese Doc Martins möchte ich haben. Frag erst einmal deine Mutter, hätte ich am liebsten gesagt, aber es sind schließlich potentielle Kunden, kann ich also nicht machen, schön zurückhalten. Es roch förmlich nach Hormonstau und Pickeln, doch ich hielt mich zurück, ließ sie weiter in den COOLEN Sachen wühlen und widmete mich zwei jungen Frauen, die sich die neuen Buffallo- Schuhe zur Brust nahmen. Jawohl, das sind die Schuhe, die sich nicht zwischen Turnschuh und Gummihammer entscheiden konnten. Hey, steht Dir sehr gut, muß ich schon sagen. Danke, aber die Farbe – ich weiß nicht so recht. Was „Moni“ dazu meint, wollte sie wissen. Moni war die Freundin und sah aus wie dieser Schuh, also ungefähr, nicht ganz so&#8230;Na lassen wir das. Nase rümpfen und Schulter zucken. Eindeutige Aussage. Also holte ich vier andere Kartons mit unterschiedlichen Modellen, beziehungsweise verschiedenen Farben. Ja, ich bin mir sicher, das ist das neueste, was der Markt zu bieten hat. Telefon. Kann ich Euch kurz alleine lassen? Sicher, kein Problem. Jetzt konnten sie wenigstens in Ruhe über Teint, Make-up und der dazu passenden Farbe der Schuhe diskutieren. Machen mich die Schuhe nicht zu groß? Meinst Du das gefällt ihm? Undsoweiter undsofort, kennt man ja. Ich für meinen Teil konnte es mir auf jeden Fall gut vorstellen. War oft genug bei Birg&#8230;Fuck, bei anderen Frauen dabei gewesen. Telefon, ja ja ich komme schon. Wer ist dran? Irgendein Typ, der sich als Fahrer eines Zustelldienstes ausgab, fand unseren Laden nicht. Sie müssen vorne an, äh wo stehen Sie denn genau? Ah, ja&#8230;Sie müssen vorne an der großen Kreuzung rechts ab und dann die zweite – Moment, nein die dritte Straße links, ja doch , die dritte ( Mann, der nervt) und gleich die erste wieder rechts. Ja, in dieser Straße ist er. Nein, sie müssen schon noch ein Stück fahren. Hausnummer 23, richtig, auf der rechten Seite, man sieht ihn, hängt ein Schild dran ( leck mich doch), sicher, Sie können direkt davor parken, kein Problem, macht nix, keine Ursache, Ciao ( du Arschloch). Puh, geschafft, das gleiche denkt dieser Idiot wahrscheinlich auch gerade. Mir doch egal, drauf geschissen. Verschnaufpause. Die Teenies waren zum Glück schon weg, bald ist Mittagspause.<br />
„ Könnten Sie mir den Schuh eine Nummer größer bringen?“ fragte die Buffalo – Frau, Freundin von Moni.<br />
„ Sicher, was ist das denn für eine Größe?“<br />
„ Keine Ahnung.“<br />
Toll, gib mal her. Ah, da steht’s: 37.<br />
„ Also einen 38er,“ sagte ich mehr für mich als für andere Ohren, doch sie ließ es sich nicht nehmen darauf zu antworten.<br />
„ Eigentlich habe ich schon 37, aber die scheinen kleiner auszufallen, oder?“<br />
Richtig, gut mitgedacht. Prima.<br />
„ Ja, die fallen immer etwas kleiner aus,“ sagte ich eben, obwohl ich keine Ahnung davon hatte. Mir glaubt man letztendlich. Bin schließlich vom Fach, dem widerspricht man nicht, sonst gibt es Krach. Glücklicherweise paßten die Schuhe und auch die Farbe und der Teint und die Form und was weiß Gott noch alles. Geld her, jetzt gibt es kein zurück mehr, wiedersehen, beehren Sie uns bald wieder.<br />
12.55 Uhr. Noch fünf Minuten bis zur Mittagspause, aber noch war es nicht vorbei, ich hatte in dieser Beziehung Erfahrung. Jetzt kommen sie erst: meine Lieblingskunden 3 &#8230; 2 &#8230; 1 &#8230; Bingo!<br />
„ Haben Sie noch offen?“<br />
Lächeln! „ Aber sicher, was wünschen Sie?“<br />
Es war eine Frau, Mitte 40 etwa. Sie suche ein Geschenk für ihren Markus, der übermorgen Geburtstag habe. Sie wüßte nicht genau was ihm gefiele, die unschlüssige Jugend von Heute. Verstehe. Ob ich ihr denn helfen könne? natürlich, dafür bin ich da ( Lächeln!!). Was soll es denn sein?<br />
„Vielleicht etwas zum anziehen&#8230;“<br />
So, so, vielleicht. Könnte sich die Dame wohl ein bißchen beeilen, ich habe nämlich jetzt Mittagspause, sagte ich nicht, sondern drehte das Schild an der Türe um, damit nicht noch mehr entschlußfreudige Menschen auf die Idee kämen mich in meiner Pause zu unterhalten.<br />
„ Was trägt er denn für Kleider, ich meine, in welche Stilrichtung gehen die denn?“<br />
„ Oh, da kenne ich mich nicht so aus; aber die weiten Hosen haben es ihm in letzter Zeit sehr angetan. Schrecklich, finden Sie nicht auch?“<br />
Schrecklich finde ich nur das Wort „ schrecklich“( und die ölige Stimme dieser Tus..äh, pardon, s’il vous plait, Dame), es klingt für mich irgendwie wie ein Synonym für Scheiße, aber nur für Besserverdienende. Doch was soll’s. Ich zeigte ihr unsere Homeboy – und Dickies- Kollektionen ( zu 130.-, beziehungsweise 98.-€).<br />
„ Wie können die Jungen nur in so etwas herumlaufen, also zu meiner Zeit hätte es das nicht gegeben.“<br />
Aha, wußte ich es doch. So eine ist das also. Zu meiner Zeit, zu deiner Zeit, zu seiner Zeit, zu keiner Zeit&#8230;Hallo, wir leben nun einmal nicht mehr in deinem Jahrzehnt, oder Jahrhundert, was weiß ich denn. Andere Zeiten, andere Sitten, High-Technology und Plastik-Titten. So sieht es heute aus. Aber aus irgendeinem Grund kam mir dies so bekannt vor. Meine Eltern. Die Jugend von heute hat doch keinen Mumm mehr in den Knochen! So langweilig, so träge sind die geworden! Als ich so alt war wie du heute, da bin ich noch auf die Straße gegangen und habe protestiert. Schön. Toll. Im Grunde sind die doch daran schuld, wenn es jetzt kaum noch Dinge gibt, gegen die man protestieren kann. Gegen korrupte Politiker? Alt-Nazis? Ausländerhaß? Arbeitslosigkeit? Umweltverschmutzung? Repetitio non placent. Und in die Reihe der sogenannten Umweltschützer einbringen, die sich auf die Schienen setzen, um einen Castor – Transport zu stoppen, hinterher aber dann laut lachend mit ihren zwanzig Jahre alten VW-Bus wegfahren und an der nächsten Tankstelle Diesel in ihn reinkippen, möchte ich nicht. Doch genug davon, bringt nichts, sich darüber jetzt auszulassen.<br />
„ Also, haben Sie sich schon entschieden?“<br />
Beeile Dich ( 13.07h), habe schließlich nicht ewig Zeit.<br />
„ Sagen sie mal, kann man bei Ihnen auch Gutscheine kaufen?“<br />
„ Sicher, verstehe, sie wollen nicht das falsche kaufen für ihren Sohn.“<br />
Während ich die Schachtel mit den Gutscheinen herausholte fragte ich sie, an was für einen Betrag sie denn dabei gedacht hätte.<br />
„ Zweihundertundfünfzig.“<br />
Zweihundertundfünfzig Steine. Die zehn Minuten, die sie von meiner Mittagspause geklaut hatte, waren geschenkt. Ich stellte einen Gutschein aus und beförderte ihn mitsamt der Dame aus dem Raum. Jetzt auf ins Hinterzimmer mit der Aufschrift „ private“ und ran an den Speck, das heißt, eigentlich an die Salami und die Pilze auf der Pizza, die Andy sicherlich schon bereitgestellt hatte. Abgesehen davon habe ich noch nie auf einer Speisekarte gelesen, daß es Pizza Speck ( was heißt das auf italienisch?) gibt. Hört sich auch nicht sehr einladend an, oder? Man bekommt irgendwie ein schlechtes Gewissen dabei und würde sicherlich damit rechnen, daß der Kellner antwortet: davon haben sie doch schon genug, oder: könnte ich bei eine Scheibe abschneiden. Egal, nach einem Ristorantebesuch hat man sowieso ein kaum zu umgehendes Völlegefühl, so ein Calzone – Gefühl eben. In diesem Sinne: Guten Appetit!</p>
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		<title>Rolling Novel (4)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/rolling-novel-4/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 13:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[Party 3
Nachdem ich fertig geraucht hatte verließ ich diesen Haufen von Wichsern. Unten, auf dem Treppenabsatz traf ich dann doch noch Andy. Ich erzählte ihm von der Scheiße, die sich oben abspielte und wir nahmen das Zeug von der Tankstelle und machten uns vom Acker. Wir betranken uns im Park. Sinnlos würden jetzt manche sagen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Party 3</strong></p>
<p>Nachdem ich fertig geraucht hatte verließ ich diesen Haufen von Wichsern. Unten, auf dem Treppenabsatz traf ich dann doch noch Andy. Ich erzählte ihm von der Scheiße, die sich oben abspielte und wir nahmen das Zeug von der Tankstelle und machten uns vom Acker. Wir betranken uns im Park. Sinnlos würden jetzt manche sagen, aber sinnlos betrinken kann man sich gar nicht. Man kann sich allerhöchstens besinnungslos trinken. Und wir waren kurz davor. Wir pissten noch ein paar Leuten in ihre gepflegten Vorgärten und fanden das komisch. Peinlich wäre der richtige Ausdruck dafür gewesen. Aber was spielte das schon für eine Rolle. Die Comedyserien im Fernsehen sind ja auch nicht lustig, aber peinlich ist das denen trotzdem nicht. Sie verdienen ja Geld mit dem was sie machen und darauf sind sie stolz!<br />
Zu allem Überfluß an Peinlichkeiten traf ich dann noch Birgit. Meine Ex. Besser, ich war ihr Ex. Sie hatte nämlich mich verlassen und ich fand, daß sie immer noch meine Freundin sei. Das sagte ich ihr auch immer, sie fand das ziemlich blöd und kindisch, wie sie sagte. Ex steht übrigens für „ Ex und nie wieder Sex“; habe ich mal irgendwo gelesen und ist ein ziemlich schlechter Spruch, zugegeben, aber er brachte es genau auf den Punkt. Ich durfte niemals wieder ran. In meinem Fall könnte man auch sagen: extrem bekackt. Nur weil ich ihr immer noch hinterherlaufe.<br />
Jedenfalls nahmen uns Birgit und ihre Bekannten ( ihre Bekannten wohl gemerkt. Denn sie sind nur solange deine Bekannten, solange du der Freund bist) mit auf irgendein Fest, von einem Typen namens Alfred oder so ähnlich. Der veranstaltete eine Einweihungsparty, soweit ich das richtig verstanden habe. Andrew hatte sich sofort an eine Braut herangemacht und ich sah ihn für den Rest des Abends nicht mehr. Chris, ein weiterer Bekannter von Birgit setzte sich neben mich. Er war der einzige, der mich noch als Kumpel betrachtete. Darauf konnte ich allerdings verzichten: Chris war ein regelrechter Penner. So ein richtiger Langweiler eben. Falls ich einmal einen Film drehen sollte, würde ich ihn als den Typen nehmen, der von jedem verarscht wird und es nicht einmal kapiert, sich eher noch darüber freut. Ganz im Ernst, der Typ war nicht ganz sauber. Er war sogar aktives Mitglied bei Greenpeace.<br />
„ Und, wie gefällt dir diese Party hier?“ fragte er mich mit seinem Die – ganze – Welt – ist doch – Scheiße – Tonfall, wie er von Mitgliedern besagter Umweltschutzgruppe eben gern benutzt wird.<br />
„ Ist doch alles Scheiße,“ antwortete ich.<br />
„ Hast recht. Dieses ganze sinnlose Betrinken. Die könnten wirklich was nützlicheres machen.“<br />
„ Stimmt. Na, habt ihr schon eine neue Aktion in Aussicht?“ fragte ich ihn.<br />
„ Hey, ich habe mich für einen Einsatz auf unserem Schiff gemeldet. Als Matrose sozusagen. Dann stören wir einen Walfänger bei der Arbeit.“ sagte der und lächelte dabei so arrogant, wie Til Schweiger. Und Til Schweiger hat nun wirklich ein Lächeln zum reinhauen.<br />
„ Is ja Wahnsinn, so richtig gegen den Walfänger, ich meine, so wie in den Filmen immer?“<br />
„ Noch besser sogar. Aber mehr kann ich dir nicht sagen. Es ist geheim.“<br />
Der Typ merkt auch gar nichts. So ein Dorfdepp.<br />
„ Ist eine starke Sache. Ich hol mir jetzt aber was zu essen,“ sagte ich und stand auf.<br />
„ Ist ‚ne klasse Idee, ich komme mit.“<br />
Super, verzieh dich endlich du Vollidiot. Ich hatte es wieder einmal geschafft. Jetzt hatte ich Chris wahrscheinlich für den Rest des Abends am Hals. Da kam mir eine Idee als wir am Bankett standen.<br />
„ Ich glaube, ich werde eins von den leckeren, fleischigen Buletten nehmen. Hm, wie das duftet.“<br />
„ Sag mal, weißt du denn nicht, wie diese Tiere, die du da gerade ißt, gequält werden, bevor sie geschlachtet werden?“<br />
„ Doch,“ murmelte ich mit vollem Mund, „ Verzieh Dich!“<br />
„ Was?“<br />
Ich schluckte herunter.<br />
„ Ich sagte: Doch, ich versteh Dich.“<br />
„ Hä? Na egal. Warum ißt du sie dann? Hast du gar kein Mitgefühl?“<br />
„ Weil Ich Hunger habe, deshalb.“<br />
„ Man kann auch andere Sachen essen, wenn man Hunger hat.“<br />
„ Ach was?“<br />
Dann ging ich auf die Toilette und spritzte mir kaltes Wasser ins Gesicht, setzte mich auf den Boden und dachte: Das kann doch nicht war sein, daß ich mit so einem Typen überhaupt geredet habe. Später dann ( besser: einige Flaschen Bier später) fand ich mich dann tanzend mit einer Braut namens Anika und sie drückte mir ihre Brüste dauernd gegen den Magen. Nicht weil sie solche Hängetitten gehabt hätte, nein, sie war einfach nur einen Kopf kleiner als ich. Jedenfalls glaube ich mich zu erinnern, daß ich damit Birgit eifersüchtig machen wollte, aber es wohl eher wieder eine von diesen peinlichen Aktionen war, die ich mir ihretwegen andauernd leistete. War ja auch egal, denn ich war total besoffen. Kurz vor dem Alkohol – Koma knutschte ich dann noch mit ihr und wer weiß, wie weit es noch gekommen wäre, wenn Andrew mich nicht gerettet hätte. Tja, mein Schutzpatron St. Andrew. Er sagte mir, daß die Party nun vorbei wäre und er mich nach Hause brächte. Was er dann wohl auch geschafft hatte, denn ich wachte am nächsten Mittag in meinem Bett auf.</p>
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		<title>Rolling Novel (3)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/rolling-novel-3/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 13:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[Party  2
Wie dem auch sei, ich befand mich also auf dieser Party und wußte nicht so recht, was ich davon halten sollte. Stephen ( so hieß der Typ, der dieses Fest veranstaltete) trat am Tag zuvor in meinen Laden und quatschte mich voll, nach dem Motto: „ Hey Thommy, schon lange nicht mehr gesehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Party  2</strong></p>
<p>Wie dem auch sei, ich befand mich also auf dieser Party und wußte nicht so recht, was ich davon halten sollte. Stephen ( so hieß der Typ, der dieses Fest veranstaltete) trat am Tag zuvor in meinen Laden und quatschte mich voll, nach dem Motto: „ Hey Thommy, schon lange nicht mehr gesehen, wie geht‘s dir eigentlich? Gut? Na, das sieht man. Hast Du Lust morgen auf meine Party zu kommen? Wäre doch ganz nett, oder? Ich habe jede Menge&#8230;“<br />
Und dann kamen die Lügen. Es gab weder genug Alkohol, noch schöne Frauen, noch sonst etwas, das dieses Fest hätte retten können. Aber das wußte ich vorher nicht und so beschlossen wir in unserer Runde im Irish Pub, daß wir dort einen Besuch machen werden.<br />
Ich saß also bei Stephen auf dem Sofa und langweilte mich. Meine Kumpels saßen am Tisch und spielten eine Runde Skat ( also muß es wirklich langweilig gewesen sein, wenn man auf einer Party beginnt, sich die Zeit mit Karten spielen zu vertreiben). Andrew hatte uns versprochen, daß er zu einer Tankstelle gehen und für Nachschub in Sachen Alkohol sorgen würde. Das war das einzig Positive, nur war Andrew schon seit fast einer Stunde unterwegs und ich machte mir langsam Sorgen, ob er wieder kommen würde. Die Schleimfressen saßen vor dem Fernseher und lachten sich über die zehnte Wiederholung von der schrecklich netten Familie halb kaputt. In den Werbepausen kamen dann die Spots für Live – Telefonsex. Ekelhafte halbnackte Frauen räkeln sich auf einem Bett oder in der Wildnis oder sonstwo, können sich die Nummern und ihren Text nicht merken, so daß eine Stimme aus dem Hintergrund für sie reden muß, haben bedauerlicherweise nichts Erotisches an sich und müssen nach den Aufnahmen den Produktionsleiter oder den Regisseur oder beide befriedigen. Die können einem wirklich Leid tun, zumal diese Frauen ja nicht einmal kapieren, daß sie ( im wahrsten Sinne des Wortes) über den Tisch gezogen werden. Und die Vollidioten auf Stephens Party bekommen von so etwas auch noch eine Erektion. Ich konnte mich nicht entscheiden, wer von diesen beiden ärmer daran war.<br />
Und dann geschah es. So eine aufgetakelte Ich – wollte – sehen – was – man – mit Schminke – alles – verstecken – kann – Tussi im Minirock setzte sich neben mich und lächelte mich blöde an. Ich kümmerte mich nicht um sie, aber sie leider um mich.<br />
„ He, ich kenn‘ dich Süßer, du arbeitest doch in diesem Military – Shop, hab ich recht?“<br />
Oh, mein Gott, warum mußte das ausgerechnet mir passieren.<br />
„ Nein,“ antwortete ich.<br />
„ Aber ich hab dich doch dort gesehen, an der Kasse.“<br />
„ Stimmt.“<br />
„ Also doch.“<br />
„ Was?“<br />
„ Du arbeitest dort.“<br />
„ Von mir aus.“<br />
Ich dachte daran aufzustehen und mich vom Acker zu machen, aber da hatte sie schon den Arm um mich gelegt und fing an mir ins Ohr zu säuseln.<br />
„ Ich weiß wer Du bist,“ flüsterte sie.<br />
„ So, wie toll.“<br />
Ich befaßte mich mit dem Gedanken, daß ich nächsten Sonntag wohl wieder in die Kirche gehen sollte um ein kleines Opfer zu bringen. Vielleicht würde es ja helfen.<br />
„ Du bist der Mann, der mich heute Nacht um den Verstand bringen wird,“ fuhr sie fort und biß mir ins Ohrläppchen.<br />
„ Oh nein, ganz falsch, der bin ich nicht, haben wir uns verstanden, Schätzchen,“ erwiderte ich im Aufstehen, „ Ich werde heute Nacht vielleicht jemanden um den Verstand bringen, aber sicherlich nicht Dich und deine ekelhafte Gesichtsmaske. Vielleicht werde ich mich nachher nach einer schönen Frau umsehen und sie abchecken, weiß ich noch nicht, aber du bist es nicht.“<br />
Ich ging auf den Balkon um zu rauchen. Ich brauchte frische Luft, in dem Zimmer stank es. Der ganze Abend kotzte mich an. Nicht nur, daß es langweilig war, nein, ich wurde noch von einem Etwas angebaggert und mußte grob werden. Die Dummheit in diesem Raum wurde nur noch von der Geilheit übertroffen.</p>
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		<title>Rolling Novel (2)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/rolling-novel-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 12:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich
Ach, ich hatte ganz vergessen, daß Sie noch nicht einmal wissen um was es eigentlich geht. Fangen wir am Anfang an: Mein Name ist Thomas Berber und wie heißen Sie? Na, sie wollen nicht antworten, ist mir auch scheißegal, denn darum geht es nicht. Es geht nicht um irgendwelche Namen, die sich sowieso kein Mensch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich</strong></p>
<p>Ach, ich hatte ganz vergessen, daß Sie noch nicht einmal wissen um was es eigentlich geht. Fangen wir am Anfang an: Mein Name ist Thomas Berber und wie heißen Sie? Na, sie wollen nicht antworten, ist mir auch scheißegal, denn darum geht es nicht. Es geht nicht um irgendwelche Namen, die sich sowieso kein Mensch merken kann und die an Bedeutung verlieren, solange man den anderen nicht kennt oder sobald man nichts mehr miteinander zu tun hat. Namen verschwinden, aber die Erscheinung bleibt. Ich besitze mit meinem Kumpel Andrew, er kam vor etwa vier Jahren nach Deutschland ( er ist gebürtiger Ire, doch dazu später mehr), einen Western &#8211; und Military – Shop in der Innenstadt. Das hört sich jetzt vielleicht so an, als ob wir auf Krieg stehen oder so, aber dem ist nicht der Fall. Wir hatten nur die Idee, daß wir unsere eigenen Chefs sein wollten und eröffneten deshalb diesen Laden. Das ist meine Meinung, Andrew würde sagen, daß er ein Fan von Clint Eastwood ist und schon immer ein Faible für Western Sachen hatte. Ist ja auch egal, es geht ja nur darum, daß ich mich vorstelle, das heißt, mich und meine Umwelt.<br />
Meine Wohnung befindet sich im dritten Stock eines fünfstöckigen Gebäudes und ist so ziemlich die mieseste Behausung, in der ich mich jemals befunden habe. Es gibt nur zwei Zimmer. Ein Wohnzimmer mit eingebauter Kochnische und mein Schlafzimmer und natürlich das Bad, aber das ist so klein, daß es einer Erwähnung kaum wert gewesen wäre. Nur eins, wenn ich aus der Dusche steige und mich abtrocknen möchte, muß ich jedes Mal aufpassen, daß ich mich nicht am Waschbecken stoße oder über die Toilette falle. In meinem Wohnzimmer stehen zum einen zwei kleine Sofas, die ich von einem alten verlogenen Russen auf dem Flohmarkt gekauft hatte und ein Tisch von IKEA. Des weiteren steht ein Tisch dort, der gleichzeitig als Eß- wie auch als Schreibtisch dient, um den herum sich ein paar Stühle befinden. Auf dem Boden liegen jede Menge Zeitschriften und Bücher, da ich es noch nicht geschafft habe mir ein anständiges Regal zu kaufen; nur der Fernseher hat einen rollenden Tisch zur Verfügung. Mein Schlafzimmer beinhaltet ein Regal, in dem meine Klamotten liegen und ein Doppelbett, das mehr wert ist als der Rest der Möbel ( ich hatte es von meinen Eltern an dem Tag geschenkt bekommen, als ich mein Elternhaus verließ; sie sagten, es wäre ein sogenanntes Designer – Bett und sie hätten eine Schweinegeld dafür bezahlt). So hatten sie es natürlich nicht formuliert, aber ich war mir sicher, daß es eine ganze Stange Kohle gekostet hatte und außerdem war es wie dafür gemacht, daß man darauf Sex praktizierte. Ehrlich Leute, man konnte es anstellen wie man wollte, man konnte es nicht kaputt kriegen, nicht einmal ein leises Quietschen war aus ihm heraus zu kriegen, auch wenn man noch so wild war. Das alles war doch gar nicht so schlecht, hab ich recht? Natürlich hab ich das. Und trotzdem sage ich Euch, daß die Wohnung ein Stück Scheiße ist. Warmes Wasser kommt immer nur dann, wenn der Boiler mal Lust dazu hat, ich weiß wann, wo und wie meine Nachbarn bumsen ( die Gemäuer sind echt hellhörig) und zusätzlich bekomme ich dann ab und zu noch Besuch von ein paar Kakerlaken, während ich auf der Toilette sitze. Anfangs war ich echt begeistert von meiner Wohnung, meinem Reich, bis ich eines morgens aufwachte und mit anhören mußte, wie dieser Musikstudent über mir, eine Platte von Mozarts Zauberflöte in voller Lautstärke inhalierte, ich später auf dem Klo saß und die Spülung nicht funktionierte und mir in der Dusche klar wurde, warum der Vermieter so vielsagend gegrinst hatte, als ich mich darüber wunderte, daß ich für alles ( all inclusive wie es so schön heißt) nur 410 Euro bezahlen muß.</p>
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		<title>Rolling Novel (1)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/rolling-novel-1/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 12:59:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rolling Novel]]></category>

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		<description><![CDATA[Party
Die Party war der letzte Dreck. Soviel stand fest. Ich weiß auch nicht wie ich es am besten klar machen kann, aber wenn es auf einer Party nach zwölf Uhr keinen Alkohol mehr gibt, werde ich einfach wahnsinnig. Da kommen sie zu einem, weil man sie von früher kennt, erzählen so einen Schwachsinn von wegen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Party</strong></p>
<p>Die Party war der letzte Dreck. Soviel stand fest. Ich weiß auch nicht wie ich es am besten klar machen kann, aber wenn es auf einer Party nach zwölf Uhr keinen Alkohol mehr gibt, werde ich einfach wahnsinnig. Da kommen sie zu einem, weil man sie von früher kennt, erzählen so einen Schwachsinn von wegen, daß dort Frauen herumliefen, die in der Hose eines jeden Mannes Schwindelgefühle hervorrufen, als wenn die Eier auf einem Trip wären<br />
( und das auch schon, wenn man sie nur anglotzt) und daß es Alkohol bis zum Umfallen gäbe. Und dann kam so etwas. Lauter hypernervöse Schleimer in der Spätpubertätsphase unterhalten sich auf höchstem intellektuellem Niveau, tanzen auf die aktuellsten Rhythmen der Dancefloor – Szene und nippen an ihren Bierflaschen wie früher an der Brust ihrer Mütter. Ich meine, wenn ich auf eine Party gehe, dann möchte ich auch Spaß haben, vor allem wenn sie einen mit massenweise Bier und Schnaps anlocken und einem vorgaukeln, daß eine Armee geklonter Cindy Crawfords durch die Gegend hüpft. Aber nein, wir, meine Kumpels und ich, hatten es wieder einmal geschafft, auf so eine blöde Anmache hereinzufallen, dabei hätte es in unserer Stammkneipe echt lustiger werden können.</p>
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		<item>
		<title>Wiederkehr</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/wiederkehr/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 12:57:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.scholars.de/?p=16</guid>
		<description><![CDATA[Moosgrüne Steine
In der Hoffnung
Der gesteinigten Gläubigen
Wiegen steinerne Herzen
Wie Blätter sich wiegen
Wiegen die Herzen
Der versteinerten Götter
Im Traumwind
Hier bin ich schon einmal gewesen!
Die lebende Seele
Kreist über meinen Gräbern
Bevor laute Hufe kamen
Und meine Ruhe mit
Füßen traten
Viele Male bin ich hier gewesen!
Im Traum
Manchmal
Im Leben
Die hunderttausendfache Sonne
Erzählt mir keine neuen Lieder
Nur vergessen wir sie bis zur
nächsten Runde
Nur hören wir sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Moosgrüne Steine<br />
In der Hoffnung<br />
Der gesteinigten Gläubigen<br />
Wiegen steinerne Herzen<br />
Wie Blätter sich wiegen<br />
Wiegen die Herzen<br />
Der versteinerten Götter<br />
Im Traumwind</p>
<p>Hier bin ich schon einmal gewesen!</p>
<p>Die lebende Seele<br />
Kreist über meinen Gräbern<br />
Bevor laute Hufe kamen<br />
Und meine Ruhe mit<br />
Füßen traten</p>
<p>Viele Male bin ich hier gewesen!</p>
<p>Im Traum<br />
Manchmal<br />
Im Leben</p>
<p>Die hunderttausendfache Sonne<br />
Erzählt mir keine neuen Lieder<br />
Nur vergessen wir sie bis zur<br />
nächsten Runde<br />
Nur hören wir sie kaum</p>
<p>Wegen der Hufe<br />
Dem lauten Galopp<br />
Der Schreihälse</p>
<p>Drum gehe ich meinen Weg<br />
Allein<br />
Einmal und einmal mehr<br />
Und immer wieder und immer wieder</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Verstopfung</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/verstopfung/</link>
		<comments>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/verstopfung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 12:56:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[Freiheit der Rede wird
Oft zu wörtlich genommen
Was
Im Gehörgang der Gegner
Zu Diarrhöe führt
Damit wollen sie
Ihnen die Mäuler
Und
Augen und Ohren
Und Nasen stopfen
Dann müssen die Wörter
Durch Gänge zum After
Was
Wiederum nichts wesent-
Liches zum Inhalt beiträgt
Die Gegner geben sich
Nicht damit zufrieden
Denn
Ohne Respekt vorm Leben
Lebt es sich leichter
Mal sehen was geschieht
Wenn das letzte Loch
Auch
Noch verschlossen wird
Platzen sie?
Wie uns der Kragen
Wo bleibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freiheit der Rede wird<br />
Oft zu wörtlich genommen<br />
Was<br />
Im Gehörgang der Gegner<br />
Zu Diarrhöe führt</p>
<p>Damit wollen sie<br />
Ihnen die Mäuler<br />
Und<br />
Augen und Ohren<br />
Und Nasen stopfen</p>
<p>Dann müssen die Wörter<br />
Durch Gänge zum After<br />
Was<br />
Wiederum nichts wesent-<br />
Liches zum Inhalt beiträgt</p>
<p>Die Gegner geben sich<br />
Nicht damit zufrieden<br />
Denn<br />
Ohne Respekt vorm Leben<br />
Lebt es sich leichter</p>
<p>Mal sehen was geschieht<br />
Wenn das letzte Loch<br />
Auch<br />
Noch verschlossen wird<br />
Platzen sie?</p>
<p>Wie uns der Kragen<br />
Wo bleibt das Blut<br />
Und<br />
Außerdem der Schweiß<br />
Die Säfte der Rest</p>
<p>Muss man nochmals<br />
Hineintreten, mit der Ferse<br />
Und<br />
Drücken bis alle Wörter<br />
Platt sind, wie jetzt</p>
<p>In die Fresse hinein<br />
Immer fester immer feste<br />
Und<br />
Nicht nachlassen im<br />
Rausch des Sieges</p>
<p>Freiheit der Rede<br />
Ist sicher wenn<br />
Alle<br />
Anderen Mäuler mit<br />
Kot gestopft sind</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/verstopfung/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Vergängliche Gültigkeit</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/vergangliche-gultigkeit/</link>
		<comments>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/vergangliche-gultigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 12:55:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.scholars.de/?p=14</guid>
		<description><![CDATA[Euklid Du armer
Wicht
Siehst Deine Elemente
Durch
Gekrümmte Räume und
Licht
In unermesslicher
Geschwindigkeit
Dahinfließen
Deine klaren geraden
Linien
Durch das gewaltige
Hirn
Zum Einstürzen verdammt
Bist nicht mehr der
Schöpfer,
Der Alleinige, der
Auf den sich alle berufen können
Zusammen und auf einen
Streich
Mit Isaac vom Olymp der
Totalen Gültigkeit
Gestoßen worden
Kein Zeus, kein
Jupiter
Konnte Dir dabei helfen
Bei Dir war nicht alles
Relativ,
Klarheit, Reinheit und
Gerade Linien
Alles passte und ergänzte
Einander
Du hattest ihn gefunden
Deinen Raum
Sei nicht
betrübt
Auch heute noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Euklid Du armer<br />
Wicht<br />
Siehst Deine Elemente<br />
Durch<br />
Gekrümmte Räume und<br />
Licht<br />
In unermesslicher<br />
Geschwindigkeit<br />
Dahinfließen</p>
<p>Deine klaren geraden<br />
Linien<br />
Durch das gewaltige<br />
Hirn<br />
Zum Einstürzen verdammt<br />
Bist nicht mehr der<br />
Schöpfer,<br />
Der Alleinige, der<br />
Auf den sich alle berufen können</p>
<p>Zusammen und auf einen<br />
Streich<br />
Mit Isaac vom Olymp der<br />
Totalen Gültigkeit<br />
Gestoßen worden<br />
Kein Zeus, kein<br />
Jupiter<br />
Konnte Dir dabei helfen</p>
<p>Bei Dir war nicht alles<br />
Relativ,<br />
Klarheit, Reinheit und<br />
Gerade Linien<br />
Alles passte und ergänzte<br />
Einander<br />
Du hattest ihn gefunden<br />
Deinen Raum</p>
<p>Sei nicht<br />
betrübt<br />
Auch heute noch haben<br />
Deine Gesetze<br />
Ihre Gültigkeit nicht<br />
Verloren<br />
Im Kleinen besitzen sie ihr<br />
Recht<br />
Auf geniale<br />
Unendlichkeit<br />
Dein Gehirn trotz aller<br />
Stärke<br />
Besaß nicht die<br />
Macht<br />
Welche nötig war<br />
Dieses nie Endende<br />
Universum<br />
Zu begreifen und zu<br />
Durchlöchern</p>
<p>Es war Deine<br />
Zeit<br />
Die Dich und Deine<br />
Ideen<br />
Daran hinderte dieses<br />
Spiel<br />
Zu Deinen Gunsten zu<br />
Entscheiden</p>
<p>Die Kraft in Deiner<br />
Mitte<br />
Unterstützt<br />
Durch zukünftiges Wissen<br />
Hätte dieses Tat vielleicht<br />
Vollbracht<br />
Du lebtest zwar am richtigen Ort<br />
Jedoch zur falschen<br />
Zeit</p>
<p>Andere verbinden<br />
Zeit<br />
Und Raum und Ort<br />
Genau das macht den<br />
Unterschied<br />
Zwischen klein und<br />
Groß<br />
Speziell und<br />
Allumfassend</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/vergangliche-gultigkeit/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Das gewisse Etwas (für Hank)</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/das-gewisse-etwas/</link>
		<comments>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/das-gewisse-etwas/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 12:53:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrics]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich saß auf einer
Steinernen Stufe des
Alten Brunnens am
Marktplatz und wartete
Auf einen Bekannten.
Wir waren auf ein Bier
In seiner Lieblingskneipe
Verabredet. Also saß ich
Da und starrte ins Nichts.
Wie immer war
Ich zu früh dran.
Ich hasse Unpünkt-
Lichkeit bis aufs Blut.
Er kam immer zu spät.
Darum rauchte ich
Noch eine Zigarette nur
Um mir die Zeit zu vertreiben
Nur um etwas zu tun.
Da kam dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich saß auf einer<br />
Steinernen Stufe des<br />
Alten Brunnens am<br />
Marktplatz und wartete<br />
Auf einen Bekannten.<br />
Wir waren auf ein Bier<br />
In seiner Lieblingskneipe<br />
Verabredet. Also saß ich<br />
Da und starrte ins Nichts.</p>
<p>Wie immer war<br />
Ich zu früh dran.<br />
Ich hasse Unpünkt-<br />
Lichkeit bis aufs Blut.<br />
Er kam immer zu spät.<br />
Darum rauchte ich<br />
Noch eine Zigarette nur<br />
Um mir die Zeit zu vertreiben<br />
Nur um etwas zu tun.</p>
<p>Da kam dieser Alte<br />
Mit seiner schmierigen<br />
Fresse und seinem nach<br />
Kaputtem Magen stinkenden<br />
Atem auf mich zu.<br />
Er zeigte auf meine Kippe<br />
Und sabberte und sagte ich<br />
Werde mich damit töten ich<br />
Begehe Selbstmord.</p>
<p>Mir war nicht nach<br />
Streit und auch nicht<br />
Nach einer längeren Be-<br />
Lehrung durch einen dieser<br />
Alten Säcke die sich<br />
Den Magen mit Schnaps<br />
Und Bier nach Feierabend<br />
Ruiniert hatten und nun<br />
Aus dem Mund stanken.</p>
<p>Ich sagte zu ihm:<br />
„ Ich weiß, es bringt<br />
Mich um, darum steht es<br />
Auf der Packung! Ich kann<br />
Trotz meines Aussehens<br />
Ganz gut lesen!“<br />
Das veranlasste ihn<br />
Nicht dazu endlich aus<br />
Der Sonne zu gehen.</p>
<p>Er hob den krummen<br />
Finger seiner rechten<br />
Hand und zeigte damit<br />
Auf mich und die Zigaretten-<br />
Schachtel die neben mir<br />
Auf dem Asphalt lag.<br />
„ Sei nicht so frech,“ sagte<br />
Er, „ Ich weiß wovon ich<br />
Rede, mein Sohn, klar!“</p>
<p>Dann verschwand er und<br />
Ich fragte mich, warum<br />
Ich immer von solchen<br />
Kaputten Typen ange-<br />
Quatscht werde, und nicht<br />
Z. B. dieser lange Lulatsch der<br />
einen Meter neben mir mit dem<br />
Rücken an die Brunnenwand ge-<br />
Lehnt seinen Joint rauchte.</p>
<p>Vielleicht hatte ich<br />
Etwas das Gesindel und<br />
Den Abfall anzog. Ich weiß<br />
Es nicht, aber dass dieser<br />
Alte Sack weiß wovon er<br />
Sprach daran hatte ich keine<br />
Zweifel. So versifft sieht man<br />
Nicht aus wenn man sich sein<br />
Leben lang gesund ernährt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eigenes XFCE-Menü</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/21/eigenes-xfce-menu/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 07:01:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kleines How-To um das automatisch erstellte Menü von XFCE schnell in ein editierbares Menü zu verwandeln:
Schritt 1:
(Die Befehle nacheinander in der Konsole eingeben)

cp ~/.cache/xfce4/desktop/menu-cache-automatisches-Menü.xml ~/.config/xfce4/desktop/menu2.xml
cd /.config/xfce4/desktop/
cat menu.xml &#62; menu3.xml
cat menu2.xml &#62;&#62; menu3.xml
mv menu.xml menu.bak.xml
mv menu3.xml menu.xml

Wenn Sie nun auf das Menü klicken, sehen Sie, dass dort nun schon ein neues Menü erstellt wurde &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kleines How-To um das automatisch erstellte Menü von XFCE schnell in ein editierbares Menü zu verwandeln:</p>
<p><strong>Schritt 1:</strong></p>
<p>(Die Befehle nacheinander in der Konsole eingeben)</p>
<ul>
<li>cp ~/.cache/xfce4/desktop/menu-cache-automatisches-Menü.xml ~/.config/xfce4/desktop/menu2.xml</li>
<li>cd /.config/xfce4/desktop/</li>
<li>cat menu.xml &gt; menu3.xml</li>
<li>cat menu2.xml &gt;&gt; menu3.xml</li>
<li>mv menu.xml menu.bak.xml</li>
<li>mv menu3.xml menu.xml</li>
</ul>
<p>Wenn Sie nun auf das Menü klicken, sehen Sie, dass dort nun schon ein neues Menü erstellt wurde &#8211; allerdings sind alle Einträge doppelt, da das automatisch erstellte Menü immer noch vorhanden ist.</p>
<p><strong>Schritt 2: </strong></p>
<p>Um dieses Menü nun loszuwerden müssen wir die Datei menu.xml mit einem Editor bearbeiten (nein, OpenOffice.org Writer ist kein Editor).</p>
<p>In der menu.xml steht in der Mitte folgendes:</p>
<p><strong>&lt;/xfdesktop-menu&gt;</strong><br />
&lt;?xml version=&#8221;1.0&#8243; encoding=&#8221;UTF-8&#8243;?&gt;<br />
&lt;!DOCTYPE xfdesktop-menu&gt;<br />
&lt;xfdesktop-menu&gt;</p>
<p>Alles oberhalb der ersten (hier fettgedruckten) Zeile kann gelöscht werden. Danach die Datei abspeichern.</p>
<p>Voilà! Nun können Sie Ihr Menü mit dem XFCE-Menü-Editor (rechte Maustaste auf das Menü-Symbol und &#8220;Menü-Editor&#8221; auswählen) bearbeiten. Das war auch schon alles&#8230;</p>
<p><strong>Schritt 3:</strong></p>
<p>Legen Sie los!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hillary, Militär und diskriminierendes Liedgut</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/11/hillary-militar-und-diskriminierendes-liedgut/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Feb 2008 10:02:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun, was gibt&#8217;s Neues: Obama schließt zur Ex-Präsidentin Hillary &#8220;The President behind Bill&#8221; Clinton auf, die US-Army will auf Red Linux Enterprise setzen und ein mexikanischer Abgeordneter schießt gegen Micki Krause!
Letztere Meldung ist aus kultureller Sicht besonders interessant: ein mexikanischer Abgeordneter will scheinbar das Lied &#8220;Finger in den Po &#8211; Mexiko&#8221; des besagten &#8220;Sängers&#8221; aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, was gibt&#8217;s Neues: Obama schließt zur Ex-Präsidentin Hillary &#8220;The President behind Bill&#8221; Clinton auf, die US-Army will auf Red Linux Enterprise setzen und ein mexikanischer Abgeordneter schießt gegen Micki Krause!</p>
<p>Letztere Meldung ist aus kultureller Sicht besonders interessant: ein mexikanischer Abgeordneter will scheinbar das Lied &#8220;Finger in den Po &#8211; Mexiko&#8221; des besagten &#8220;Sängers&#8221; aus Gründen der Diskriminierung und Beleidigung verbieten lassen.</p>
<p>Dies ist natürlich aus anderen Gründen zu befürworten, unterwandern diese singenden Mutanten doch langsam aber sicher die deutsche Kultur &#8211; und dem sollte man Einhalt gebieten!</p>
<p>Fraglich bleibt jedoch, ob dieses &#8220;Lied&#8221; nun diskriminierend für das mexikanische Volk ist oder ob nicht ein deutscher Abgeordneter gegen diese &#8220;Was-auch-immer&#8221; vorgehen sollte &#8211; diskriminierend ist es für den denkenden Rest der Bevölkerung allemal, da wir nun damit leben müssen, dass andere Völker Deutschland mit diesen ****** assoziieren &#8211; waren wir doch gerade dabei uns endlich vom &#8220;Seppl-Hut&#8221; und vom &#8220;Sauerkraut-Image&#8221; zu befreien&#8230;</p>
<p>Wollen wir das Beste hoffen&#8230;</p>
<p>E.A. Camway</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Blähende Kommunikation</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/05/blahende-kommunikation/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2008 12:48:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch Zufall stieß ich auf einen alten Artikel auf spiegel.de. Fische kommunizieren durch gegenseitiges Anfurzen. Unglaubliche Möglichkeiten eröffnen sich &#8211; war zumindest mein erster Gedanke. Also, auf die Theorie folgt die Praxis &#8211; Um auf ein eventuelles Gespräch gut vorbereitet zu sein, habe ich den Stuhlgang und anderweitige Entlastungen meines Darmtrakts folglich den ganzen Tag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch Zufall stieß ich auf einen alten Artikel auf <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,272618,00.html" title="spiegel.de">spiegel.de</a>. Fische kommunizieren durch gegenseitiges Anfurzen. Unglaubliche Möglichkeiten eröffnen sich &#8211; war zumindest mein erster Gedanke. Also, auf die Theorie folgt die Praxis &#8211; Um auf ein eventuelles Gespräch gut vorbereitet zu sein, habe ich den Stuhlgang und anderweitige Entlastungen meines Darmtrakts folglich den ganzen Tag (mehr oder minder) erfolgreich unterdrückt.</p>
<p>Gut gewappnet für Diskussionen und mit allerlei &#8220;gasigen&#8221; Argumenten bewaffnet machte ich es mir auf der Couch gemütlich. Als meine Freundin dann eine &#8220;partnerschaftliche Kommunikation&#8221; starten wollte, bekam sie als Antwort einen (ja gut, einen vielleicht etwas zu langen) Furz!<br />
Ich, zufrieden wie ich mit mir war, dachte noch bei mir: &#8220;Hey, sie kann sich nicht beschweren, ich hätte nicht zugehört und/oder ihre Frage nicht beachtet!&#8221;.</p>
<p>Doch es kam anders&#8230;über die nachfolgende Szene werde ich lieber den Deckmantel des Schweigens und der Liebe legen&#8230;Jedenfalls machte ich mich anschließend daran, die nun nutzlos gewordenen Argumente in die Abwässer fließen zu lassen &#8211; viellleicht hört und versteht mich ja ein Fisch dort unten!</p>
<p>Merke: nicht alle Verhaltensweisen von Tieren sind auf den Menschen übertragbar!</p>
<p>Bis zum nächsten Mal</p>
<p>E.A. Camway</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Microsoft, Franz Josef Jung und trockene Haut</title>
		<link>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/03/microsoft-franz-josef-jung-und-trockene-haut/</link>
		<comments>http://www.scholars.de/index.php/2008/02/03/microsoft-franz-josef-jung-und-trockene-haut/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 11:44:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camway</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzte Woche war wieder ziemlich aufregend: Microsoft will Yahoo aufkaufen, um Microsoft im von Google dominierten Online-Werbemarkt stärker aufzustellen, Franz Josef Jung hat einen scharfen Brief des US-Verteidigunsgministers Robert Gates erhalten, in dem dieser die Europäer, insbesondere Deutschland, auffordert, Kampftruppen nach Südafghanistan zu schicken und ich &#8211; ja ich habe endlich eine Hautcreme für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzte Woche war wieder ziemlich aufregend: Microsoft will Yahoo aufkaufen, um Microsoft im von Google dominierten Online-Werbemarkt stärker aufzustellen, Franz Josef Jung hat einen scharfen Brief des US-Verteidigunsgministers Robert Gates erhalten, in dem dieser die Europäer, insbesondere Deutschland, auffordert, Kampftruppen nach Südafghanistan zu schicken und ich &#8211; ja ich habe endlich eine Hautcreme für die trockenen Stellen an meinen Backen gefunden.</p>
<p>Während ich mich über &#8220;zärtlich sanfte Haut&#8221; freue, bombadieren die geistigen Tiefflieger Ballmer und Gates die winterliche Welt. In Deutschland sehen sich einige wieder in NS-Zeiten zurückversetzt und werfen mit Wörtern wie &#8220;deutscher Angriffskrieg&#8221; und &#8220;totalitärer Microsoft&#8217;scher Überwachungsstaat&#8221; um sich &#8211; die Kanadier, nachdem sie mittlerweile 78 Tote in Afghanistan zu beklagen haben, scheinen mindestens soviele Tote Europäer zu fordern, da sie sich ansonsten aus dem Krisengebiet zurückziehen werden!</p>
<p>Scheint als ob die Welt ein etwas holpriges Pflaster ist in diesen Tagen &#8211; ich jedenfalls weiß endlich wie sich sanfte &#8220;unholprige&#8221; Haut anfühlt, lass Ballmer seinen Frust über die Verkaufszahlen von Vista damit kompensieren, dass er Yahoo aufkauft, wünsche mir insgeheim, dass Herr Jung am Donnerstag in Vilnius den Gates (also den Robert, nicht Ballmer&#8217;s Gates) in die Schranken verweist, bzw. sich nicht auf das &#8220;Ich-vergleiche-Alles-mit-dem-Dritten-Reich&#8221;-Niveau einiger Bundes- bürger herablässt und lass meine Backen nun weiter die Wintersonne genießen&#8230;</p>
<p>Apropos Niveau: eine ähnlich klingende Creme hilft vielleicht auch gegen Hornhaut an den Füssen&#8230;Wir werden sehen, was die Woche so bringt!</p>
<p>MfG E.A. Camway</p>
]]></content:encoded>
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